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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1913-01-01 · XI (1913) · p. Seite 20

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XI (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 20 (sequence 27)
Language
German
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IRI
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— 20 — Jüdischer Verlag Besonderes Interesse wandte das Actions-Comité dem Jüdischen Verlage zu, der vor einer Reihe von Jahren in Berlin begründet wurde. Es ist uns gelungen, den Verlag völlig zu reorganisieren, ihm neue Mittel zuzuführen und durch Gewinnung eines geeigneten Leiters die Verlagstätigkeit anzuregen. Kurz vor dem X. Kongreß hatte der Jüdische Verlag folgende fünf Bücher erscheinen lassen : R u p p i n, Die Juden der Gegenwart; Bialik, Gedichte — aus dem Hebräischen übersetzt von Ernst Müller; Pasmanik, Die Seele Israels; L o e w e, Die Sprachen der Juden, und Besser, Die Juden in der modernen Rassentheorie. Von diesen fünf Werken hatte besonders das bahnbrechende Buch von Ruppin großen Erfolg. Gleich nach der Uebersiedlung nach Berlin hat der Verlag die Herausgabe neuer Werke in Angriff genommen. Es wurden drei groß angelegte Serien begründet, von denen jede besondere Ziele verfolgt. Die Sammlung „Vom Alten Stamm" hat den Zweck, gute jüdische Belletristik, besonders hebräischen und jüdischen Ursprungs, dem deutschlesenden Publikum zugänglich zu machen. Bisher sind erschienen : 1. Asch, Im Lande der Väter. Bilder und Dichtungen aus Palästina. — 2. G o r e 1 i k , Die liebe Provinz. Eine Skizzensammlung aus dem Leben der russisch-jüdischen Intelligenz und Halbintelligenz. — 3. Perez, Volkstümliche Erzählungen. Mit der Sammlung „Die jüdische Gemeinschaft" will der Verlag ein Novum in unsere publizistische Literatur einführen. Sie soll die wichtigsten Probleme und Erscheinungen unseres modernen jüdischen Lebens zur Diskussion stellen und zum Nachdenken darüber anregen. Dieser ihrer Aufgabe entsprechen auch die bisher erschienenen Hefte: 1. Goldstein, Begriff und Programm einer jüdischen Nationalliteratur. Diese Broschüre bildet eine Ergänzung zu Goldsteins bekanntem Artikel im „Kunstwart". — 2. Schueler, Der Rassenadel der Juden; auf Zollschan fußend, formuliert diese Schrift die Stellung des Nationaljudentums zur Rassentheorie. — 3. Kissel h off, Das jüdische Volkslied. Die Denkwürdigkeiten der Glückel von Hameln, der erste Band einer Reihe von „Memoiren jüdischer Männer und Frauen", hat großes Aufsehen erregt. Sind doch diese Aufzeichnungen ein ganz eigenartiges Dokument, das wie wenige andere Bücher geeignet ist, uns die Wesenszüge unserer Vorfahren im Ghetto begreifen zu lehren. Es liegt in der Natur der Sache, daß die Sammlung ein zweites Werk dieser Art nicht aufweisen kann. Trotzdem wird der nächste im Frühjahr erscheinende Band sicherlich eine große Wirkung ausüben. Auch hier handelt es sich um ein ganz eigenartiges Denkmal unserer Literatur. Es sind dies die

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