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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1927-08-30 · XV (1927) · p. Seite 55

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XV (1927)
Date
1927-08-30
Page
Seite 55 (sequence 581)
Language
German
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IRI
…/9038125-9038422--1930-9039001
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Diese Ëtats sollen nicht auf einmal, sondern in ftatèn waehrend einiger Jahre ausgezahlt werden. Das Departement beschaeftigte sich im J. 5686 mit Hachscharah-Gruppen der Landw. Arbeiterorganisation, der Misrahi-Arbeiter, grusinischer und anderer Juden, mit einer Anzahl von rund 1500 Mitgliedern; i. J. 5687 mit 60 verschiedenen Gruppen mit einer Gesamtzahl von rund 2000 Mitgliedern. Waehrend dieser zwei Jahre wurden vom Departement fuer Arbeit und Anlernung in den Kolonien und auch in einer Anzahl anderer Anlernungspunkte rund £E.9100, gegenueber £E.5750 in den vorhergehenden 2 Jahren, verausgabt. Es soll nicht verheimlicht werden, dass trotz der nationalen Hilfe, die dargereicht wurde, die Lage des juedischen Arbeiters in den Kolonien eine schwierige ist und in der letzten Zeit zu ernsten Sorgen Anlass gibt. Durchschnittlich wird ein Arbeitstag in einer Privatwirtschaft in der Kolonie Petach-Tikwah mit 12 bis 15 Piaster und in anderen Kolonien mit 14 bis 17Vi Piaster (das sind 2l/2 bis 31/» Schillling) bezahlt. Der Gemuesegarten, wenn vorhanden,— zumeist fehlt jedoch Wasser und Boden—bringt 7 bis 10 P.T. pro Arbeitstag und manchmal auch weniger. Das beste Einkommen bringt die Gespannarbeit (hauptsaechlich mit Maultieren) bei Arbeitern auswaerts (etwa ein halbes Pfund taegliche Reineinnahme). Dies durchschnittliche Tageseinkommen vom Arbeitslohn ist recht niedrig, und erreicht fast das Niveau des arabischen Tageloehners, der bekannttich noch eine eigene Wirtschaft in seinem Dorfe besitzt. Die Lage ist in Wirklichkeit jedoch noch viel schlechter, da ja nach Abzug der Leute, die im inneren Dienst und in der winzigen eigenen Wirtschaft arbeiten, zumeist Arbeit nur fuer die halbe Anzahl der Arbeiter des Verbandes bleibt, die also mit ihrem Arbeitslohn je 1V2 Kollegen zu ernaehren haben. Daraus ergibt sich dass die wirkliche Einnahmen pro Kopf im Camp nur 6 P.T. per Tag ist, d. h. weniger als das niedriegste Minimum zur Ernaehrung eines Arbeiters. Bei gewissen Arbeiten sinkt das Einkommen sogar noch unter diese Grenze herab. Der Zustand der halben Hungersnot, der gegenwaertig unter den Koloniearbeitern herrscht, erheischt eine sofortige Abhilfe, und der Kommission, bestehend aus Vertretern der P. E., des Vaad Leumi, der Kolonisten und Arbeiter, die das A.C. in seiner letzten Sitzung einzusetzen beschlossen hat, obliegt eine dringende und verantwortungsvolle Aufgabe.

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