Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 16 (sequence 542)
- Language
- German
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Mit dem nahenden Abschluss der Konsolidierung ist eine Gesundung unseres Budgets deutlich erkennbar. Die Zwecke, fuer die den Ansiedlern in diesen zwei Jahren Anleihen gewaehrt wurden, weisen auf eine Vermehrung der Arbeitsgeraete und Produktionsmittel und derngemaess auf eine Verminderung des erforderlichen Betiiebskapitals hin. Den 18 bestehenden Siedlungen, die von uns noch Betriebskapital erhalten, haben wir fuer diesen Zweck i. J. 5686 £34,364 ueberwiesen und £22,170 i. J. 5687. In der gleichen Zeit sind die Aufwendungen fuer Duenger, Arbeitsgeraete und Gebaeude im Verhaeltnis dazu gewachsen. Es ist uns gelungen, mit der Bauarbeit in allen Siedlungen zu beginnen, und dem Provisorium der Baracken und Zelte vielfach abzuhelfen. Abgesehen von dem guten wirtschaftlichen und hygienischen Einfluss der festen Bauten, ermutigen sie den Siedler, verhindern die Fluktuation und fuehren zur Sesshaftigkeit. Waehrend in den Jahren 1921-1924 (5681-5684) Gebaeude fuer £E.41,000 durch das Departement errichtet wurden, haben wir in den zwei Jahren 5685 und 5686 fuer £E.45,000 Bauten aufgefuehrt, und i. J. 5687 wird die Bausumme £E.40,000 erreichen. Der Anblick vieler unserer Siedlungen hat sich vorteilhaft veraendert. Die besonderen mit dem Bauwesen verbundenen Fragen, vor allem die Frage der Verbilligung im Bau, wird in einem besonderen Abschnitt besprochen. In den Milchwirtschaften gelangten wir zu deutlich erkennbaren Verbesserungen. Tabelle 2 (s. Anhang) zeigt Rekorde von mehr als 3,000 Liter Milch und einen Durchschnittsertrag von 2,500 Liter Milch pro Kuh im Jahre. Trotzdem haben wir vorsichtshalber in den veranschlagten Wirtschaftsbilanzen fuer Orte ohne Bewaesserung einen mittleren Ertrag von 2,000 Litern und fuer bewaesserbare Gegenden mit Gruenfutter einen Ertrag von 2,500 Litern Milch angesetzt. Wie bekannt, waren die meisten Rassekuehe in unseren Wirtschaften von der syrischen Rasse, die wir als Grundstock zur Schaffung einer palaestinensischen Rasse vermittels Kreuzung mit holiaendischen Bullen vorgeschlagen hatten. Nur in einigen Siedlungen, haupisaechlich in der Umgebung von Jerusalem, haben wir auch auslaendisehe Rassen eingefuehrt. Wegen der Viehseuche in Syrien wurde die Einfuhr von syrischen Kuehen nach dem Lande verboten, und auch unter den auslaendischen Rassen haben wir noch nicht diejenige gefunden, die unseren klimatischen