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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1927-08-30 · XV (1927) · p. Seite 432

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XV (1927)
Date
1927-08-30
Page
Seite 432 (sequence 432)
Language
German
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IRI
…/9038125-9038422--1781-9038852
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Polen. Die vergangenen zwei Jahre waren eine sehr schwere Zeit für den polnischen Zionismus. Wir bemühten uns hauptsächlich, unsere Organisation von innen zu stärken, nicht so sehr, sie nach außen zu erweitern. Infolge der großen Rückwanderung aus Palästina und der Verleumdungen, der Rückkehrenden verwandte unsere Partei ihre ganze Tätigkeit auf die Aufklärung der Massen über die wahre Lage im Lande und die Gründe, diedie Krisis der „vierten Alijah" herbeigeführt haben. Zur Zeit der revisionistischen Propaganda veranstaltete unsere Partei große Volksversammlungen und kleinere Vorträge zur Qegen-Propaganda. Die letzte Landeskonferenz der Hitachduth fand im Juli 1925 unter Beteiligung von 161 Delegierten aus 92 Orten als Vertretern von 8000 Mitgliedern statt. Nach der in diesem Jahre veranstalteten Zählung bestehen unsere Mitglieder aus Arbeitern, der Jugend und der arbeitenden Intelligenz. Die Zugehörigkeit zur Partei drückt sich durch die Erwerbung des zionistischen Schekels, sowie der Partei-Mitgliedskarte aus. Die Leitung der Partei liegt in den Händen eines Zentralkomités sowie eines Sekretariates. Im Laufe der Berichtsperiode hatten wir 5 Partei-Beratungen, an denen die Mitglieder des Zentralbureaus der Hitachduth, Dr. Chajim Arlosoroff, Dr. Jakob Hellmann, Nachum Twerski, Elieser Kaplan, Dr. Abr. Kaznelson und Josef Sprinzak teilnahmen, ferner eine allpolnische Beratung in Krakau, eine Bezirks-Konferenz für Wolhynien in Rowno, zwei Bezirkskonferenzen in Lodz, eine westgalizische Konferenz in Krakau. In Krakau, Lodz und Rowno bestehen Bezirksleitungen der Partei. Seit Anfang Februar 1926 erscheint unsere jiddische Zweiwochenschrift ..Volk und Land" regelmäßig. Nach dem letzten Kongreß 'erschien unsere hebräische Broschüre „Bamaawar", doch mußten wir aus Mangel an Mitteln die Ausgabe weiterer hebräischer Schriften einstellen. Das Zentralkomitee steht mit allen Ortsgruppen durch Zirkulare, Bulletins und Briefe in reger Verbindung und behandelt darin alle aktuellen Probleme im Zionismus und in Erez Israel. Die Korrespondenzen und die Zirkulare sind meist in hebräischer Sprache geschrieben. Unsere Partei nimmt regen Anteil an den allgemein zionistischen Arbeiten, insbesondere an der Aufbringung der Mittel für den Keren Kajemeth und Keren Hajessod, ebenso an der Schekel-Aktion und an den Aktionen zugunsten der Arbeiter- Institutionen. Besondere Aufmerksamkeit verwendet unsere Partei für den „Hechaluz" durch rege Mitarbeit und durch den Eintritt von Mitgliedern in die Reihen des Hechaluz zum Zwecke der Ausbildung. Im vorigen Jahre entstand die Jugendbewegung „Gordonia", die als ihr Programm die ideologische Verwandschaft mit dem „Hapoel Hazair" in Palästina und der „Hitachduth" im Galuth festsetzte. Die Leitung dieser Jugend-Organisation befindet sich in Lemberg; sie hat bereits eine Reihe von Broschüren in hebräischer Sprache herausgegeben. Die Erwachsenen aus dieser Organisation treten in die Reihen des Hechaluz ein. Das wichtigste Propaganda-Organ der Partei ist „Volk und Land'!, das in 4000 Exemplaren erscheint. Der Parteiverlag hat im Laufe seines Bestehens bereits 12 Broschüren in jiddischer Sprache in insgesamt 23.000 Exemplaren herausgegeben, davon im letzten Jahre: die Monographie von A. D. Gordon, die Sammelschrift Josef Witkin, Aufsätze von A. D. Gordon und zwei Broschüren gegen den Revisionismus. Die bedeutendsten Kräfte unserer Bewegung besuchten die Provinzstädte und nahmen aktiven Anteil, an öffentlichen Volksversammlungen und Vorträgen in der „Gordonia", im „Hechaluz" und anderen sozialistischen Kreisen. Besonders regen Anteil nimmt unsere Partei an der „Tarbuf'-Tätigkeit durch die Leitung hebräischer Abendkurse, Organisierung von Bibliotheken usw. Mit Befriedigung stellen wir die Verbreitung der lebendigen hebräischen Sprache in den Reihen unserer Parteimitglieder fest, was bei unseren Konferenzen und Beratungen zum Ausdruck kommt.

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