Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 416 (sequence 416)
- Language
- German
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beliefen stich im Jahre 1924/25 auf 20.7°/0, im Jahre 1925/26 auf 22.7°/0 und in den ersten acht Monaten des Jahres 1926/27 auf 20.1°/0 der Bareingänge. Organisation: Im Zusammenhang mit der einheitlichen Finanzaktion hatte das Exekutivkomitee die Möglichkeit zur Zusammenfassung mehrerer Gruppen von neuen und reorganisierten Lokalorganisationen zu Arbeitskreisen, insbesondere in der Slovakei. Die Anzahl der Ortsgruppen ist gestiegen, u. zw. auf 209 Schekelzahlergruppen, davon' 139 feste Lokalorganisationen. Es fanden in der abgelaufenen Arbeifeiperiode 20 Kreistagungen und 2 Distriktstage statt. Der VIL ordentliche Zionistentag für die Tschechoslovakei wurde im Juli 1926 unter außerordentlich starker Beschickung (173 Delegierte) abgehalten. Das neue Exekutivkomitee besteht aus den Herren: Dr. Josef Ruf eisen, Vorsitzender, Dir. Leo Eisner, Dr. Franz Kahn, Jacques Krieger, Dr. Emil Müller, Kurt Thieberger. Das Zentralkomitee hielt in der Berichtsperiode 8 Plenarsitzungen ab. Die P r Oi p a g a n d a wurde durch Besuch einiger hervorragender Gaste unterstützt, wie idie von Sir Wyndham Deedes (1926) und Col J. Wedgwood (1927), einer Reihe zionistischer Führer und jüdischer und nichtjüdischer Freunde unserer Sache, die Vorträge über ihre Palästinareisen hielten. Das offizielle Organ des Landesverbandes ist die „Selbstwehr", vor kurzem in eigene Verwaltung übernommen wurde als tschechisches Organ „2idovské Ziprâvy". Eine Reihe von Broschüren in deutscher, tschechischer, jüdischer und ungarischer Sprache wurde veröffentlicht und in Massen verbreitet, besonders während der Ijar-Aktion. Die tschechisch-sprechenden Mitglieder des Landesverbandes stehen in einem heftigen und erfolgreichen Kampfe gegen die tschecho-jüdisehe Assimilation. Offene Feindschaft gegen die zionistische Bewegung wurde auch von Seiten einer militanten Orthodoxie an den Tag gelegt, deren Umtrieben bei den Parlamentswahlen es zuzuschreiben ist, daß .die jüdisch-nationale Liste, obwohl sie 100.000 Stimmen auf sich vereinigte, ohne Mandat blieb. — Die kontinuierliche Propaganda erfuhr eine Intensivierung durch die Ijar-Aktion, die, als wohlbereitete Campagne mit Hilfe der Fonde großzügig ins Werk gesetzt, wesentliche Erfolge brachte. Die Jugendarbeit stützt sich insbesondere auf die großen Verbände des Techeleth-Lawan und des Haschomer mit 1000, resp. 1800 Mitgliedern. Aus dem ersten ist außer der Kwuzah Chefzibaft die Kwuzah Bibrachah hervorgegangen, aus dem zweiten die vor der Übersiedlung nach Palästina stehende Kwuzah Schomriah. Inloserer Verbindung .mit der Zionistischen Organisation, aber zionistisch orientiert, ist der Makkabi-Verband (32 Vereine mit 1500 Mitgliedern). Unter den Hochschulverbänden haben die tschechisch und slowakisch sprechenden große Bedeutung gewonnen Neu entstanden ist eine ganze Reihe von Mädchenvereinen. — 416 —