Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 408 (sequence 408)
- Language
- German
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Schweiz. Die Mitglieder der Leitung des Schweizerischen Zionistenverbandes sind: Dr. G. Steinmarder, Zürich, Präsident, H. Reichen- Bauch, Zürich, Vize-Präsident, Dr. J. Barth, Zürich, B. Kadischewitz, Zürich, A. Adler, Genf, Dr. Teitler, St. Gallen, Dr. M. Rosenkranz, Bern. Es gibt 10 Ortsgruppen oder Vereine in den folgenden Städten: Zürich, Basel, Bern, St. Gallen, Genève, Luzern, darunter zwei Misrachi und eine revisionistische Gruppe. Seit dem letzten Kongreß konnte man auf Grund der Propaganda, die überall eingesetzt hat eine Zunahme der Zionisten und Zionistenfreunde in allen Städten der Schweiz konstatieren. Der letzte Schweizer Delegiertentag fand im Oktober 1926 statt, der von ca. 50 Delegierten und Nationalfonds-Kommissären besucht war. Es fanden fast in allen Städten der Schweiz Propaganda-Versammlungen statt. Von führenden Zionisten waren in der Schweiz anwesend: Ussischkin, Jerusalem, J. Grünbaum, Warschau, Dr. Nurok, Riga, Dr. Nahum Goldmann, Berlin, Oberregierungsrat Goslar, Berlin. Herr Israel Cohen nahm an einer Sitzung der Exekutive im Dezember 1926 teil. Es wurden besonders groß angelegte Nationalfondsbälle in Genf und in Basel veranstaltet, die beträchtliche Mittel dem Nationalfond zuführten. Die beiden hier in der Schweiz erscheinenden Zeitungen, das „Israelitische Wochenblatt" sowie die „Jüdische Preßzentrale" stehen dem Zionismus nahe, Beide führende Redakteure sind organisierte Zionisten. Im Frühling dieses Jahres wurde auch eine zionistische Zeitung: „Das jüdische Heim", in Zürich r gründet. Alle in der Schweiz erscheinenden jüdischen Blätter werden in deutscher Sprache herausgegeben. In den letzten 2 Jahren flössen dem Keren Hajessod und dem Nationalfonds pro Jahr ca. Fr. 140 — 150.000.— zu. Der Schweizerische Zionistenverband hat in allen Städten der Schweiz eine rege Propaganda entfaltet. Eine eigentliche Gegnerschaft gegen den Zionismus besteht in der Schweiz nicht. Wir haben es nur mit einem starken Indifferentismus zu tun, der aber durch intensive Arbeit von Jahr zu Jahr immer mehr verschwinden wird. Der Förderung der hebräischen Sprache widmet der Schweizerische Zionistenverband seine rege Aufmerksamkeit. In verschiedenen Städten werden hebräische Kurse veranstaltet, die von Zionisten gut besucht werden. Im Allgemeinen kann konstatiert werden, daß der Zionismus in der Schweiz im Wachsen begriffen ist und1 daß die zionistischen Bestrebungen von allen Seiten der jüdischen Bevölkerung mit großer Aufmerksamkeit verfolgt werden . — 408 —