Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 390 (sequence 390)
- Language
- German
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und' der zionistischen! Arbeit beschlossen wurde. Zur Leitung des Zentralbureaus wunde Herr Dr. R. Feldschuh (Ben Szem) berufen,, der dieses Amt bis jetzt bekleidet und der dank seiner rednerischen und organisatorischen Fähigkeiten der Organisation in Westgalizien und Schlesien zu ihrem heutigen Aufschwung verhiolfen hat. Unsere Arbeit entwickelte sich1 in vier Richtungen: 1. Organisation, 2. Wirtschaftlichspolitische Richtung, 3. Jugenderziehung und Kulturarbeit, 4. Fonidsarbiet. Im laufenden Zeitabschnitt haben wir in 107 Städten Lokalkomitees organisiert, die an der Spitze der Zionistischen Organisation und der zionistischen Institutionell stehen. Wir haben mehrere Vereine, Verbindungen und Gruppen1 gebildet, bezw. rekonstruiert und' reorganisiert. Gemäß den Weisungen der Weltexekutive haben wir im Jahre 1926 den Organisationsmonat mit aufopfernder Beteiligung (des Präsidenten unserer Organisation, Dr. Thon, und anderer prominenten Führer durchgeführt und können mit Befriedigung feststellen, daß der Erfolg ein sehr großer war. Auch im Jahre 1927 haben wir eine „Organisationswoche" proklamiert, die weniger eine Manifestation nach außen war, sondern vielmehr als Erziehungsarbeit wirkte. Wir stehen jetzt mit 137 Städten in engem Kontakt, wobei wir die Städte Schlesiens mit besonderer Genugtuung erwähnen. Zwecks besserer Administration haben wir unsere Provinz in vier Kreise geteilt (Schlesien, Rzeszow, Jaroslau, Krakau) mit ad hoc berufenen Kreisleitungen, von denen die in Bielitz (Schlesien) sehr gut und1 wirksam operiert. In regelmäßigen Zeitabschnitten werden Kreiskonferenzen einberufen, die unter Beteiligung von Delegierten der Zentrale die Richtlinien der Arbeit entsprechend der Eigenart dieses Kreises festlegen. Im November 1926 fand die achte Landeskonferenz, welche die schönste Landeskonferenz Westgaliziens seit langem war, statt. Sie war von 263 Delegierten aus mehr als hundert Städten beschickt und ein lebendiger Beweis unserer Kraft sowie gegen alle Legenden von der Krisis im Zionismus. Gleichzeitig wurden ca. 400 Volksversammlungen und zionistische Referate von den Mitgliedern der Zentrale, hauptsächlich von Herrn Dr. Feldschuh, abgehalten. Zwecks genauerer und klarer Übersicht unserer Kräfte und treu der Parole: „Es genügt nicht eine zionistische Bewegung, die Organisation muß stark sein", führten wir Legitimationen für unsere Mitglieder ein; leider muß betont werden, daß diese Legitimationen noch nicht genügend Verständnis gefunden haben. Wir bemühten uns auch, verschiedene Kompetenzfragen einzelner zionistischer Behörden zu ordnen. Mehrere zionistische Klubs, die einen engen Kontakt der Zionisten untereinander im gesellschaftlichen Leben herstellen sollten, sind in den größten Städten entstanden. Im letzten Jahre haben wir ein Spezialgerät für die Organisierung der Frauen errichtet, welches von den Herren Dr. R. Feldschuh und Dr. Stein geleitet wurde. Es gelang uns, in vielen große-