Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 335 (sequence 335)
- Language
- German
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Besitz ausreichender jüdischer Kenntnisse und die Beibringung eines Reifezeugnisses für eine europäische oder amerikanische Uni« versität geknüpft. Nur Studenten aus Palästina wird in besonderen Fällen die Möglichkeit gewahrt, sich durch eine Prüfung vor den Professorem über ihre Kenntnisse und Befähigung auszuweisen. Der Arbeitsplan des Institutes ist während der letzten beiden Jahre bedeutend erweitert worden. Das Vorlesungsverzeichnis zeigt, daß während dieser Zeit Vorlesungen und Seminarklassen über die folgenden Gegenstände abgehalten wurden: Bibel, Biblische Topographie Palästinas, Mischna und Talmud, Philologie der Mischna, Literatur des Zeitalters der Geonim, die hebräische Poesie der spanischen Periode, die Geschichte der jüdischen Mystik, die hebräische Liturgie, jüdische Bibelerklärer des Mittelalters, jüdisches Recht (Einführung, Quellen und Geschichte), moderne hebräische Literatur unidl Soziologie der Juden. Seit dem vergangenen Jahre gehört dem Stabe des Institutes auch ein Feldarchäologe an. Die Schaffung weiterer Lehrstühle für jüdische Religionsphilosophie und jüdische Geschichite ist in Aussicht geenommen. Das Institut veröffentlicht ein „Bulletin", das das Vorlesungsverzeichnis und ein Résumé der Antrittsvorlesungen enthält. Ferner wurden während der Berichtsperiode zwei Bände von Publikationen veröffentlicht, von denen der erste eine Reihe von Aufsätzen der Professoren und Dozenten, der letztere mehrere ältere Texte enthielt, die von Mitgliedern des Lehrerkollegiums ediert wurden. Eine Reihe von Forschungsarbeiten wurden von den Professoren und auch von den Studierenden unter Leitung ihrer Professoren unternommen. Die Zahl der regelmäßigen Hörer belief sich im Wintersemester 1925/26 auf 61 und im Wintersemester 1926/27 auf 53. Das Orientalische Institut. Das Orientalische Institut wurde im Frühjahr 1926 eröffnet. Seine erste Abteilung, die Arabische Sektion, wurde von Herrn Prof. Dr. J. Horovitz mit einem Kurs für Fortgeschrittene über die Werke des Djahiz und! über einige Kapitel aus der Geschichte des Sufismius eröffnet. Seither wurden in dem Institut Vorlesungen und Seminare über Themata aus der Philosophie des Islam, der arabischen Literatur und der mohammedanischen Kunstgeschichte und Archäologie abgehalten. Die Zulassung zu den Kursen des Institutes wird nur solchem Studierenden gewährt, die außer dem allgemeinen Befähigungsiniachweis sich über eine gute Kenntnis der arabischen Sprache ausweisen können. Unter Mitwirkung mehrerer wissenschaftlicher Hilfskräfte wurde die Ausarbeitung einer Konkordanz der klassischen arabischen Poesie als erste gemeinsame Forschungsarbeit des Institutes unternomimen. Ferner ist die Bearbeitung einer kritischen Ausgabe eines großen arabischen historischen Corpus in Aussicht genommen. — 335 —