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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1927-08-30 · XV (1927) · p. Seite 296

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XV (1927)
Date
1927-08-30
Page
Seite 296 (sequence 296)
Language
German
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IRI
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ten, 2. Dem inneren arabischen Markt im Lande und den Nachbarländern, 3. Dem jüdischen Konsumenten-Markt im Auslande. Was den inneren Markt des europäischem Konsumenten betrifft, so sind seine Bedürfnisse vielfältig und verschiedenartig, da die Einwandernden aus allen Ländern der Welt hierherkommen und ihre Bedürfnisse und ihren Geschmack mitbringen. Alle ihre Forderungen zu erfüllen, ist ungemein schwierig und wird eigentlich erst dann möglich .sein, wenn sich die palästinensische Industrie auf die Höhe derjenigen der entwickeltsten europäischen Länder1 entwickelt haben wird. In manchen Bedürfnissen gelang es der heimischen Industrie bereits, sich einen Weg auch zu diesem Konsumenten zu bahnen (z. B. Strümpfe, Schokolade, Schuhe, Streichhölzer, Seife, Möbel usw.). Dem einheimischen arabischen Markt gegenüber ist die Situation der einheimischen Industrie eine viel bequemere. Seine Bedürfnisse sind stetig gleiche, von bestimmtem Charakter und können durch die heimische Industrie erfüllt werden. Doch ist die Kaufkraft der arabischen Bevölkerung nicht sehr groß, vor allem wegen des sehr niedrigen Lebens-Standard1 namentlich der ländlichen Bevölkerung. Doch könnte Palästina seine geographisch günstige Lage im Zentrum der großen landwirtschaftlichen Orient-Ländereien ausnützen, die keine eigene Industrie besitzen. Dort wird es sehr leicht sein, mit den europäischen Exportländern zu konkurrieren, da es Palästina wegen seiner Nähe leichter haben wird, seine Ergebnisse den Bedürfnissen des dortigen Marktes anzupassen. Ein derartiger Export begann sich bereits zu entwickeln, namentlich in das nahe Syrien, mit dem Palästina einen günstigen Handelsvertrag abgeschlossen hat, der dem Import keine großen Zölle auferlegt. Große Möglichkeiten bietet der Markt des jüdischen Konsumenten im paluth. Ist doch die gesamte Weinindustrie im Hinblick auf diesen Konsumenten geschaffen worden, ebenso wie die neue Mazzoth-Fabrikation Palästinas und es ließen sich zweifellos eine Reihe von Produkten finden, für die dieser Konsumentenkreis in Betracht kommt. Doch trotz all dieser Möglichkeiten leidet unsere heimische Industrie sehr uniter dem Fehlem eines organisierten Verkaufs- Apparates. Sehr sachverständige Industrielle sind häufig schlechte Handelsleute und nicht dazu geeignet, den Verkauf ihrer Erzeugnisse gut zu organisieren. Was den einheimischen Absatzmarkt anbetrifft, so ist es sehr schwer, gegen die Konkurrenz der vom Auslande kommenden Produkte anzukämpfen, die sehr häufig seitens der Konsumenten den einheimischen Produkten vorgezogen werden. Oft konnten die gleichen Erzeugnisse einer palästinensischen Industrie besseren Absatz finden, wenn sie äußerlich als Ausland'sprodulkte gekennzeichnet waren, als dias gleiche Erzeugnis mit einer arabischen Marke. Auf diesem Gebiete ist noch eine große Erziehungsarbeit von Nöten. Solche Erziehungsarbeit, deren Aufgabe es ist, die Er- - 296 —

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