Mannheim
Compact Memory

Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1927-08-30 · XV (1927) · p. Seite 264

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XV (1927)
Date
1927-08-30
Page
Seite 264 (sequence 264)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
97% known words query
IRI
…/9038125-9038422--1613-9038684
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Sie verteilen sich nach Kategorien wie folgt: 1925 1926 Mitglieder des Hechaluz 285 (57°/0) 46 (33°/0) andere . . . . 211 (43%) 91 (67%) Die auf Gründl von Zertifikaten Einwandernden waren: Männer 394 84 Frauen 143 41 Kinder — 12 Im Jahre 1925 gab es auch in Deutschland eine erhöhte Zahl von vermögenden Auswanderern nach Palästina, als das Verbot der Herausschaffung von Vermögenswerten ins Ausland aufgehoben wurde. Doch ist zu bemerken, daß die meisten vermögenden Auswanderer aus Deutschland Ostjuden waren. Die Reisenden aus Deutschland benutzten meist die Reisewege über Triest und Marseille (durch Messagerie Maritime), ebenso benutzte ein Teil der Reisenden die Wege über Italien. In allen Fällen half das Palästina-Amt bei der Erlangung von Vergünstigungen und Erleichterungen für die Reise. Auf Grund einer besonderen Vereinbarung mit dem Deutschen Keren Hajessod erhielt das Palästina-Amt in den Jahren 1925 unH 1926 einen besonderen Beitrag von ca. 50 L monatlich. Ebenso erhielt das Amt Beiträge von der Jüdischen Gemeinde, vom Joint und vom Hilfsverein der Deutschen Juden, die für die Auswanderung von Chaiuzim aus Deutschland bestimmt waren. Im Anschluß an das Berliner Palästina-Amt bestand eine besondere Wirtschafts- Abteilung, die eine Zeitung „Palästina-Wirtschaft" herausgab. 7. Das Palästina-Amt in Triest. Das am Hafenort Triest geschaffene Palästina-Amt hatte tncht nur für die von Triest ausreisenden Wanderer zu sorgen; es leitete auch die Verhandlungen mit der Schiffslinie Lloyd Triestino, sowie mit den italienischen Beihörden in allen Visen-Angelegenheiten. Wie schwierig die Aufgaben des Triester Palästina-Amtes bei dem besonderen Menschen-Material unserer Einwanderung und bei den plötzlichen Sprüngen unserer Emigrationsbewegung sind, geht daraus hervor, daß im Jahre 1922 die Zahl der Auswanderer, die durch Triest fuhren, 4265 betrug; im Jahre 1923 fiel die Ziffer auf 2104, um im Jahre 1924 wiederum auf 4314 zu steigen. Im Jahre 1925 erreichte sie iihren Höhepunkt mit 8106 und im vergangenen Jahre fiel die Ziffer wieder beträchtlich und erreichte nur 2648. Zur Zeit der Hochflut der Alijah leistete uns das Triester Palästina-Amt bedeutende Dienste, indem es die Verhandlungen mit dem Lloyd Triestino leitete und darauf achtete, daß alle Vertragsbestimmungen erfüllt werden. Der Lloyd stellte damals drei besondere Schiffe in den Dienst unserer Emigration und hatte durch die Einrichtung der betreffenden Klassen, sowie durch die besonderen rituellen Küchen große Spesen. Die Prospekte des Lloyd waren damals auf — 264 —

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.