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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1927-08-30 · XV (1927) · p. Seite 252

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XV (1927)
Date
1927-08-30
Page
Seite 252 (sequence 252)
Language
German
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IRI
…/9038125-9038422--1601-9038672
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VI. Die Palästina-Ämter in Galuth. Die Palästina-Ämter im Galuth erfüllen in der Organisierung des Einwanderungs-Stromes die Vorbedingung derjenigen Arbeit, die die Einwanderungsämter im Lande leisten. Sie besorgen die Auswahl der Einwandernden, die Beschaffung der Visen, die Ordnung des Transportes, die Erleichterung der Reise-Bedingungen zu Schiff und auf der Eisenbahn. Es bestehen solche zentrale Palästina-Ämter in: Warschau (für Polen, Galizien, Wolhynien, Wilma), in Czernowitz (für Bukowina, Beßarabien, Rumänien, Transsylvanien), in Konstantinopel (das seinerzeit für die Leitung des Einwanderungsstromes aus der Ukraine über Konstantinopel eine so große Rolle spielte), ferner in Wien, Berlin, Kowno usw. In Triest und in Constanza bestehen ebenfalls Palästina- Ämter, die den Ausreisenden im Hafen behilflich sind. Während die zionistische Organisation viel Aufmerksamkeit und Mühe auf die Organisierung der Palästina-Ämter verwendet hat und die verschiedenen zionistischen Parteien ihre Vertreter in sie entsendet hatten, wurden diese Ämter aber nicht mit den genügenden Mitteln versehen, um ihre Ausgaben zu decken. Jedes Palästina-Amt mußte selbst dafür sorgen, die Mittel für seine Arbeit aufzubringen, sofern die zionistischen Landes-Organisationen sich an den Budgets dieser Ämter nicht beteiligen konnten. Bei den geringen Beträgen, die die Ämter von den Emigranten selbst einheben konnten, waren sie nicht imstande ihre Ausgaben zu decken und im Laufe der Jahre sammelten sich bei fast allen Ämtern Schulden, die nicht bezahlt werden konnten. Unsere I.mm.igratioinsbewegung ist keine Bewegung, die sich in bestimmten Grenzen hält und bestimmte Bahnen einschlägt. Manchmal wächst sie in einem Lande an, um in einem anderen bedeutend nachzulassen und wir stehen ständig vor der Notwendigkeit, unsere Institutionen elastisch zu erhalten und ihr anzupassen. So mußten wir im Laufe der Zeit die Palästina-Ämter in Wien und in Konstantinopel, die seinerzeit so große Aufgaben erfüllten, wieder schließen. Die Emigrationis-Abteihmg der zionistischen Organisation betonte immer die Notwendigkeit, diese ungewisse Lage der Palästina-Ämter, die das Rückgrat unserer zionistischen Arbeit in den Galuthländern bilden, endgültig zu verbessern; doch erst nach dem 14. Kongreß konnten wir uns dieser Aufgabe mit größerem Nachdruck widmen. Wir sahen den einzigen Weg einer finanziellen Kontrolle der Palästina-Ämter in folgenden Beschlüssen: 1. Alle Ausgaben und Einnahmen innerhalb einer vorher festgesetzten Qrenze eines von unserem Departement genehmigten Palästina-Amtes sind auf Rechnung des Budgets der zionistischen Organisation. 2. Entsprechend dem Bedürfnis und den Bewegungen des Emigrationsstromes bestimmt unser Departement, wo ein zentrales, ein örtliches oder ein Hafen-Palästina-Amt oder nur ein Sekretariat errichtet werden soll.; — 252 -

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