Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 243 (sequence 243)
- Language
- German
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haben dieses Amt zu Beginn des Jahres 1927 aus Sparsamkeitsgrünr den wieder aufgegeben. Wir möchten hervorheben, daß die Begleitung der Einwandernden und die Hilfe bei allen Angelegenheiten auf diesem ihnen ganz neuen Wege für die Einwandernden von großer Bedeutung war. Die Sorge für die rituelle Verpflegung auf den Schiffen wurde der Organisation „Hamisrachi" übertragen, die gemeinsam mit dem Oberrabbinat von Tel Aviv und den Rabbinaten der Ausgangshaf enplätze die Anweisungen an die Aufsichtsbeamten und die jüdischen Köche ausarbeiteten, die die Schiffsgesellschaften zu diesem Zwecke eingestellt hatten. Da diese Beamten als Schiffsangestellte nur eine winzige Entlohnung hatten, fügte ihnen der Misrachi aus seinem Budget eine Zulage hinzu. Wegen der außerordentlich verringerten Einwanderung bestehen die Schiffsgesellschaften auf ihrer Forderung, diese Einrichtung wieder aufzugeben, doch sind wir der Ansicht, daß auch für die kleine Zahl von Einwandernden jetzt die Möglichkeit ritueller Verpflegung bestehen bleiben muß. Es ist noch zu bemerken, daß eine absolut rituelle Verpflegung nur auf den direkten Schiffen Triest—Palästina bestand. 5. Die Konzentrierung der Abmachungen mit den Schiffsgesellschaften. Da unsere Arbeit sich im Zustand ständiger Entwicklung befand, gingen wir erst in letzter Zeit daran, alle Verhandlungen mit den Schiffsgesellschaften in unserem Departement in Jerusalem zu konzentrieren und die entsprechenden Anweisungen wurden an alle Palästinaämter erteilt. Wir haben daraufhin mit dem Lloyd Triestino durch unseren Vertreter in Triest einen neuen Vertrag abgeschlossen, demzufolge die Abgabe von Schiffskarten, sowie die Abrechnungen und Verhandlungen auf Jerusalem übertragen wurden. Die Palästinjaämter sind bemüht, dieser neuen Ordnung der Dinge Rechnung zu tragen, was unseren Forderungen an die Schiffsgesellschaften nur Nachdruck verleihen wird. Wir konnten vorerst nur mit dem Lloyd Triestino eine Abmachung zum Abschluß bringen, mit dem wir überhaupt im Laufe all der -Jahre reibungslos arbeiten konnten. Der Abschluß unserer Abmachungen mit der S. M. R. und mit der „Fabre Line" steht unmittelbar bevor; auch hoffen wir bei vollkommener Konzentration unserer Verhandlungen, auch mit den übrigen Gesellschaften günstige Verträge abschließen zu können. Wir möchten hier erwähnen, daß der Lloyd Triestino wegen der verringerten Einwanderung nun auch die Verbindung Alexandria—Jaffa eingestellt hat, die im Anschluß an die Eilschiff-Linie Triest—Alexandrien von unseren Einwanderern benützt wurde. Unseren energischen Vorstellungen beim Lloyd Triestino ist es gelungen, die Einrichtung einer solchen Verbindung Alexandrien— — 243 — 16*