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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1927-08-30 · XV (1927) · p. Seite 62

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XV (1927)
Date
1927-08-30
Page
Seite 62 (sequence 62)
Language
German
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IRI
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durch eine zentrale Propaganda- und Organisations-Aktion zu umfassen, wurde im Jahre 1926 durch die „I j a r - A k t i o n" des „Monatsder Organisation" gemacht. Die Idee der Aktion war, die zionistische Welt zur Wiederaufnahme der rein-zionistischen Ideenpropaganlda aufzurütteln, die zweifellos hinter der Sammelpropagandia ider Fonds an Bedeutung zurückgetreten war. Das Organisations-Departement ging dabei von der Vorstellung aus, daß, wenn auch die rein-zionistische Propaganda im heutigen Entwicklungsstadium nicht mehr zentral dirigiert werde, sie jedenfalls von der Zentrale a n g e r e g t werden könne und müsse. Die Form der zeitlich einheitlich begrenzten Massenaktion wurde nicht nur mit Rücksicht auf die Fonds gewählt, sondern auch um durch Konzentrierung der Energien der zionistischen Welt eindringlich zum Bewußtsein zu bringen, daß eine neue Periode zionistischer Ideenpropaganda mit dem Ziel der Belehrung und Erziehung der zionistischen Massen und! der Stärkung der Organisation durch Festigung ihres Selbstbewußtseins und Vergrößerung ihres Mitgliederbestandes angebrochen sei. Besonders sollte die Aktion auch der Durchorganisierung der Verbände durch Schaffung ständiger Lokalgruppen mit festem Mitgliederbestände gewidmet sein. Alte Mitarbeiter, die sich dem, spezifische Fähigkeiten erfordernden, Stil der Sammelpropaganda nicht hatten anpassen können, sollten durch den starken Impuls der Aktion dauernd reaktiviert werden. . . Der Erfolg der Aktion war nur ein relativer, aber doch keineswegs unbefriedigend. Zunächst zeigte es sich, daß die Anweisungen der Exekutive überall bereitwillig, vielfach sogar mit begeisterter Zustimmung aufgenommen wurden. Überall stellten sich Mitarbeiter zur Verfügung, — sowohl in der Vorbereitungsperiode, in der es galt, der Kampagne vor allem! dlurch die Presse die Wege zu ebnen, — wie während der Durchführung der Aktion selbst. Überall erwachte das zionistische Leben, und es kann kein Zweifel sein, daß der Erfolg ein durchschlagender gewesen wäre, wenn die dlurch die Aktion eingeleitete Arbeit konsequent, wenn auch mit verminderter Intensität, fortgesetzt worden wäre. In einigen Ländern ist dies bis zu einem gewissen Grade geschehen, und die Ergebnisse waren dementsprechendi gute. Zum mindesten kann gesagt werden, daß durch die Ijar-Aktion das Problem der Beziehung rein-zionistischer Ideenpropaganda zur Palästinapropaganda der Fonds so stark verdeutlicht worden ist, daß seine Lösung in noch höherem Maße als früher von allen zionistischen Verbands- und Gruppenführern als Aufgabe empfunden wird. Die immer stärker fühlbar werdende Krise der vierten Alijah und die Wirkung der Rückwanderung gab bald deutliche Beweise dafür, in wie hohem Miaße heute der Geist der Organisation vom palästinensischen' Geschehen abhängig Jst. Die Krise trug wesentlich dazu bei, die geistigen Wirkungen der Aktion in vielen Ländern zu verwischen, und als sie immer stärker wurde, konnte sich die - 62 -

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