Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
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Politischer Bericht. I. Politische Arbeit in London. 1. Beziehungen zur Mandatarmacht. Während der Berichtsperiode stand die Londoner Exekutive in enger und dauernder Fühlung mit dem Kolonialamt. Die Beziehungen zwischen der Zionistischen Organisation! und der britischen Regierung waren durchaus »befriedigend; ja es ist nicht übertrieben, wenn man sagt, daß sie niemals herzlicher waren. Die Mitglieder der Exekutive hatten häufig Gelegenheit, mit den maßgebenden Persönlichkeiten im Kolonialamt über Fragen der Politik und über laufende Angelegenheiten zu konferieren, und wenn ihre Vorstellungen natürlich auch nicht immer erfolgreich waren, so erhielten ihre Argumente doch jedesmal rasche und: sympathische Erwägung und die Haltung des Koloniialamtes war im Ganzen freundlich und hilfreich. Man kann behaupten, daß die Frage der Errichtung des jüdischen nationalen Heimes in Palästina jetzt über den Bereich politischer Kontroverse hinausgekommen ist, da der tatsächliche Fortschritt des jüdischen Aufbauwerkes in allen Kreisen zur Anerkennung geführt hat, daß die Errichtung des jüdischen nationalen Heimes jetzt endgültig als feststehende britische Politik angenommen werden muß. In seinem vor der Reichskonferenz im Oktober 1926 erstatteten Bericht über den Fortschritt der britischen Kolonien und Mandatsgebiete legte der Kolonialsekretär, Mr. Amery, Nachdruck auf die Verbesserung der politischen Lage in Palästina. Er lenkte die Aufmerksamkeit der Konferenz auf einen Vergleich zwischen Palästina, wie es unter türkischer Herrschaft war, und dem „fortschrittlichen, zufriedenen und sich günstig entwickelnden kleinen Lande" von heute. Er unterstrich die Tatsache, daß die arabische Bevölkerung trotz der von ihren politischen Führern festgehaltenen Opposition allmählich verstehe, daß ihre Befürchtungen wegen der jüdischen Einwanderung .unbegründet waren und daß der Zustrom jüdischen Kapitals und jüdischer Siedler ihnen im gleichen Maße Nutzen bringe wie den Juden selbst. - 7 —