Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- X (1911)
- Date
- 1911-08-09
- Page
- Seite 191 (sequence 220)
- Language
- German
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— 191 — doch konnte dieser Plan bisher aus Mangel an Geldmitteln leider nicht zur Ausführung gelangen, so daß die Mitglieder sich yorläufig mit der Lektüre hebräischer Zeitungen begnügen müssen. Für den Nationalfonds ist ein eigenes Komitee eingesetzt worden, dem folgende Herren angehören: E. J. Boccara, Eue Zarkoun, Imp. Khelil; Isaac Haï Brami, Eue Bab-Carthagène; M. Be laïs, Eue Bab-Carthagène; Josef Nataf, Eue Carthagène Nr. 2; Messaoud Bismuth, Souk des Orfèvres; Sauveur Kisraoni, Eue des Tanneurs; Albert Bana, Eue Saint- Suzeanne; Elie de J. Guez, Eue Souk El-Grana. Die Kommission hat ihre Tätigkeit damit begonnen, daß sie vorläufig 50 N. F.-Büchsen in ihrem Gebiet verteilte. Es besteht aber der beste Wille, die Tätigkeit für den Nationalfonds nach Kräften auszugestalten, wozu sich hoffentlich eine Gelegenheit bieten wird, wenn unser Yerein seine Absicht, in andern Städten des Landes Zweigvereine zu gründen, durchführt. Wir haben vor kurzem einen Aufruf in judaeo-arabischer Sprache an die jüdischen Gemeinden des Landes versandt und können bereits heute sagen, daß dieser Appell einen guten Erfolg gehabt hat. Unser Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine energische und planmäßige Arbeit auf dem Gebiete des nationalen Lebens zu leisten und wir hegen die Hoffnung, daß er vollenden wird, was er begonnen hat. Tunis, 31. Mai 1911. Association Sioniste Tunisienne N. F.-Kommissär Js. Brami. Bericht der Berliner Postwertzeichen Sammelstelle Wenn ich in meinem Bericht zum IX. Kongreß in Hamburg von einer Einnahme von zirka 650 Jt sprechen konnte, so bin ich zwar in der Lage, jetzt 1000 J(, als eingenommen zu veröffentlichen, möchte aber diese Summe so angenehm sie für den Nationalfonds ist, doch als zu gering bezeichnen^ um meiner ungeheuren Arbeit zu entsprechen. Denn diese Summe konnte ich nur dadurch erzielen, daß ich aus der Menge der eingeschickten Marken die besten und wertvollsten aussuchte und sie in kleine Verkaufshefte klebte, um sie so an Sammler zu angemessenen Preisen zu verkaufen. Die große Masse der gewöhnlichen Marken, wie Deutsches Eeich 3, 5, 10 Pf., Österreich- Ungarn 5, 10 Heller, Eußland 3, 7, 10, 20 Kopeken usw. waren natürlich nur kiloweise an Händler zu verkaufen. Die Zahl der guten Marken war auffallend gering, obwohl ich fortwährend sehr viele Briefe an die Nationalfondskommissäre außerhalb Deutschlands schrieb und mich auch an viele andere Gesinnungsgenossen wandte. Gerade weil ein sehr großer Teil der Juden in kaufmännischen Geschäften tätig ist, muß es für unsere Freunde ein leichtes sein, gute und hochwertige Marken zu erhalten. Da diese in vielen Staaten sehr häufig wechseln, so könnten sie eine recht gute und fortlaufende Einnahmequelle für den J. N. F. bilden, wenn eben unsere Freunde in allen Ländern sich die kleine Mühe machen würden, alle ihnen selbst erreichbaren