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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1911-08-09 · X (1911) · p. Seite 189

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
X (1911)
Date
1911-08-09
Page
Seite 189 (sequence 218)
Language
German
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IRI
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— 189 Die Selbstbesteuerung ist vorläufig in unserm Lande eingeführt. Der Verkauf von Marken ist ziemlich schwach, und zwar hauptsächlich, weil uns organisatorische Kräfte fehlen. Büchsen. Beim Beginn unserer Tätigkeit, d. h. vor vier Jahren, existierte in Alexandrien eine N. F.-Sammelstelle unter der Leitung eines Herrn Rosenfeld. Dieser Herr hat uns damals 24 Wiener Büchsen zugeschickt und wir haben diese unter die uns bekannten Familien verteilt. Wir pflegen sie dreimal jährlich zu leeren und haben einen Durchschnittsertrag von etwa 2 Jt für jede Leerung erzielt. Dieses Ergebnis hat uns bewogen, 50 Büchsen vom Hauptbureau zu verlangen und nach kurzer Zeit ließen wir uns weitere 100 Büchsen schicken. Jetzt nach längerer Praxis können wir folgendes berichten: Die Voraussage des Hauptbureaus, daß die Büchsen mit der Zeit das wichtigste Sammelmittel des Nationalfonds werden können, ist ganz richtig, aber wir haben eingesehen, daß diese Arbeit eine gut organisierte Sammelstelle mit einem genauen Adressenmaterial erfordert. Außerdem muß man unbedingt alle Arten von Zirkularen, Aufrufen und Drucksachen, welche von Zeit zu Zeit an die Inhaber der Büchsen versandt werden müssen, herausgeben. Dies -alles kann man aber nur, wenn man eine so große Anzahl von Büchsen verteilen kann, daß die Einkünfte die hohen Spesen decken. Es ist nämlich notwendig, in Ägypten mit Flugschriften zu agitieren, die außer in deutscher, jüdischer und französischer auch in spaniolischer und arabischer Sprache erscheinen. Wir besitzen leider nicht die Kräfte, welche die nötige Zeit und Sachkenntnis besitzen, um die oben erwähnten Arbeiten zu übernehmen. Wir wollen aber keine weitern Büchsen verteilen, eher wir nicht aus den bisher verteilten Büchsen gute Resultate erzielt haben und eine straffe Organisation einrichten können. Andere Institutionen außer unserm Nationalfonds sind hier unbekannt mit Ausnahme der Chalukkah, welche ihre Büchsen durch bezahlte Kräfte leeren läßt. Ägypten hat eine reiche jüdische Bevölkerung, doch stehen die hiesigen Juden allgemein jüdischen Dingen völlig fern. Alles, was bisher für den Zionismus geleistet wurde, geschah durch die beiden genannten Vereine, welche nur eine beschränkte Anzahl von Kräften in den Dienst der Sache stellen konnten. Im allgemeinen ist aber zu berücksichtigen, daß ein Zionismus in Ägypten eigentlich nicht existiert, und es wäre wünschenswert, wenn unsere zionistischen Institutionen zusammenwirken würden, um die hiesige Bevölkerung für unsere Idee zu gewinnen. Eine zionistische Presse, die in arabischer und französischer Sprache agitierte, würde einen günstigen Einfluß auf die jüdische Bevölkerung ausüben und zugleich für die arabische Bevölkerung von Palästina und Syrien von großer Bedeutung sein. Zum Schluß möchten wir noch bemerken, daß der Unterzeichnete als unser Delegierter zum X. Kongreß in Begleitung unsers Komiteemitgliedes, Herrn Israel Guttmann, anwesend sein wird. Cairo, im Juni 1911. Verein Ahavath Sion S. Hasamsoni, Präsident. •m

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