Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- X (1911)
- Date
- 1911-08-09
- Page
- Seite 145 (sequence 172)
- Language
- German
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— 145 - Zahlungs- und Verrechnungswesen unter sich hat' Eine ständige Kontrolle der Nationalfondsverwaltung, vor allem der Propaganda, erfolgt durch den geschäftsführenden Ausschuß des Zentralkomitees. Das enge Zusammenarbeiten mit der Leitung der Z. V. f. D. wird zudem durch die räumliche Vereinigung der Bureaus gewährleistet. Zur technischen Erledigung der Geschäfte des N. F.-Bureaus hat bisher eine bezahlte Kraft genügt. II. Organisation der Sammlungen. Die Übermittlung der Spenden erfolgt teils durch die Spender selbst, teils durch lokale Sammelstellen; besonders die Erträge der Büchsenleerungen werden vom Ortskommissar abgeliefert. Die Einrichtung eines Postscheckkontos hat sich gut bewährt, da so dem Einsender keine Portokosten zur Last fallen. Der Spendenausweis erfolgt wöchentlich in der,, Jüdischen Rundschau", dem offiziellen Organ der Deutschen Landesorganisation. Soweit uns von nichtzionistischer Seite bemerkenswerte Spenden zugehen, oder wenn seitens des Einsenders der Wunsch ausgesprochen wird, daß die den Ausweis enthaltende Nummer der Jüdischen Rundschau dem Spender besonders ziigänglich gemacht werde, versenden wir sie kostenlos an die betreffenden Adressen. So geht die J. R. kostenlos an die Adressen aller derer, die ihre Roschhaschanahwünsche zugunsten des N. F. ablösen, aller Büchseninhaber kleinerer Gemeinden, auch soweit sie nicht Abonnenten oder Ortsgruppenmitglieder sind. Die Befriedigung darüber, sich, wenn auch nur als Spender, gedruckt zu sehen, hat sich als Anregung zu weitern Spenden erwiesen. Für die Buchführung benutzen wir Kassa- und Hauptbuch. Das Jahresbudget wird im voraus genau festgesetzt. Die Ablieferung der eingegangenen Gelder erfolgt nunmehr wöchentlich an den Jewish Colonial Trust. Die Statistik ist bisher noch nicht mit der wünschenswerten Kegelmäßigkeit und Genauigkeit geführt worden, doch wird es die NF-Verwaltung sich angelegen sein lassen, hierin bald Besserung zu schaffen. Spenden liefen aus etwa 200 deutschen Orten ein (gegen zirka 170 im Vorjahr). — Die Korrespondenz belief sich auf etwa 3000 Ausgänge. Distriktskommissariate des Nationalfonds sind bisher nicht gebildet worden, was sich durch die noch mangelhafte Ausgestaltung der Gruppenverbände erklärt. Dagegen haben wir in 145 Orten (gegen 120 im Vorjahre), Ortskommissäre, die von den Ortsgruppen gewählt werden, nötigenfalls auf unsere Initiative; in Städten ohne Ortsgruppe werden sie direkt von uns ernannt. Periodische Zusammenkünfte der Lokalkommissionen unseres Landes finden nicht statt, dürften sich auch kaum durchführen lassen. Lokale Fragen werden in eingehender Korrespondenz erledigt. Bei Tagungen der Ortsgruppen ist in der Kegel die Besprechung der Nationalfonclsangelegenheiten vorgesehen. III. Sammelmittel. In unserm Gebiet sind alle vom Hauptbureau ausgegebenen Sammelmittel eingeführt, doch haben sich hiervon am besten die Büchsen und die Ölbaumspenden bewährt.