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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1911-08-09 · X (1911) · p. Seite 136

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
X (1911)
Date
1911-08-09
Page
Seite 136 (sequence 161)
Language
German
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— 136 — Die Coupons des J. C. T. und der A. P. C. wurden von uns eingelöst, ohne daß wir hierfür von den Banken Provision erhielten. Kleinere Eingänge flössen dem Frauenbund, hygienischen Institut, den hebräischen Gymnasien in Jaffa und Jerusalem, der Tachkemonischule, der Histadruth, dem Parteifonds usw. zu. VI. Entwicklung des J. IM. F., verglichen mit der anderer jüdischer Institutionen. Als wahrhaft volkstümliche jüdische Institution kommt neben dem J. N. F. allein die Ch al ukah in Betracht. Auf einen Jahrhunderte alten Bestand zurückblickend, ist ihre Jahreseinnahme naturgemäß ein Vielfaches der unseren; doch verringert sich die Differenz immer mehr, cla wir vorschreiten, die Chalukah aber stagniert. Auch die — wohl unserer Konkurrenz zu verdankende — Ausgabe gedruckter Rechenschaftsberichte vermag diese Stagnation nicht zu bannen. Das Hauptsammelmittel der Chalukah sind die Büchsen, der Hauptstock der Spender sitzt in den kleinen blutarmen Städtchen und Märkten Galiziens. Laut Mitteilung in Nr. 34 und 37 der „Welt" hat der Kolel Galizia der Chalukkah umfassend Galizien mit Ausnahme der Kreise Stanislau und Kolomea? welche zum Kolel Wiznitz gehören, 1909 (nach Ausschaltung des Saldos ex 1908) vereinnahmt: Kr. 286 918.41. Die „Israelitische Allianz zu Wien" ist eine Dépendance der Alliance in Paris und der Ica, welche den größten Teil der Auslagen ihres Tochtervereins decken. Die Mitgliedsbeiträge bleiben stationär und bringen, obgleich sogar Ortsgruppen außerhalb der Monarchie beisteuern, nichtviel ein, sol901: 23142 Kr., 1910: 23 851 Kr. Die Spenden flössen nur unmittelbar nach den Katastrophen in Rußland und Rumänien reichlich, in gewöhnlichen Zeiten sind sie ganz unbedeutend, so 1910: 3 477 Kr. Die Allianz, deren Gebarungsausweis 1910 mit 105 432 Kr. balanciert, gewann auch durch die anläßlich des 50jährigen Bestandjubiläums von allen Kanzeln betriebene Propaganda nicht viel an Popularität. Doch hat sie jüngst eine — allerdings noch strittige — Erbschaft im Werte von D/2 Millionen Kronen gemacht. Die Baron Hirsch-Stiftung zur Förderung des Volksschulunterrichts in Galizien und BukoA^ina hat ein Vermögen von 18 492 276 Kr., die ergänzende Baronin Hirsch-Stiftung ein solches von 4695 100 Kr. Der Galizische Hilfsverein in Wien hatte 1910 42760Kr. Einnahmen, davon 31516 Kr. aus Mitgliedsbeiträgen, 1675 Kr. aus Spenden. Die Österreichisch-Israelitische Union in Wien, welche 1910 ihren 25 jährigen Bestand feierte, hatte 7757 Mitglieder mit einem Budget von ca. 38000 Kr. Außer mit den Kultusgemeinden, an die wir — wie schon berichtet — mit Subventionsgesuchen herantraten, hatten wir mit den nichtzionistischen jüdischen Institutionen Österreichs bisher nichts zu tun. Mit den Behörden gab es keinen Anstand.

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