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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1911-08-09 · X (1911) · p. Seite 112

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
X (1911)
Date
1911-08-09
Page
Seite 112 (sequence 133)
Language
German
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IRI
…/9038125-9038126--0136-9038259
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— 112 — zionistischen Institute von Zeit zu Zeit bei, ein Beweis für den Einfluß, den die zionistische Propaganda ausgeübt hat. Die Agitation, der Frau Pevsner für den Bezalel, die es mit sich brachte, daß die Eingänge für die übrigen zionistischen Institutionen unter ihr litten und die Fedei'ationsbeiträge zurückgingen, hat den geschäftsführenden Ausschuß der Federation zu den folgenden Beschlüssen veranlaßt : „Der geschäftsführende Ausschuß der südafrikanischen zionistischen Federation stellt prinzipiell fest, daß weder eine zionistische Institution noch eine andere Institution, die die Unterstützung der zionistischen Organisation wünscht, einen Vertreter nach Südafrika schicken soll, ohne vorher die Bewilligung des E. A. C. und des geschäftsführenden Ausschusses der südafrikanischen Federation eingeholt zu haben. Abschriften dieses Beschlusses sollen dem E. A. C. und der zionistischen Presse übermittelt werden. Alle zionistischen Federationen sollen ersucht werden, im Interesse der Disziplin und der Zusammenarbeit in der zionistischen Bewegung, dasselbe Verfahren zu beobachten. Das E. A. C. soll ersucht werden, Abschriften dieser Beschlüsse an die andern Federationen zu schicken." Das offizielle Organ der South African Zionist Federation ist der ^Zionist Record", welcher monatlich von der Federation veröffentlicht und von ihrem Sekretär herausgegeben wird: die }}Jüdische Fahne" erscheint in jüdisch-deutscher Sprache und wird von einem Mitgliede des geschäftsführenden Ausschusses herausgegeben. Diese Zeitung hat seit dem letzten Kongreß einen größeren Leserkreis gefunden und betätigt sich jetzt eifrig in der Arbeit für den Zionismus. Leider erlauben es der Federation ihre Mittel nicht, einen Wanderredner, der in Südafrika sehr viel leisten könnte, anzustellen. Die allgemeine Haltung der jüdischen Bevölkerung gegenüber dem Zionismus ist in den Städten eine andere als auf dem Lande. In den Städten, besonders in Johannesburg und auf dem Rand, wo es viele jüdische Bewohner gibt, herrscht eine große Indifferenz. Anderseits gibt es dort fast keine Gegnerschaft. Und wenn es in Südafrika bemittelte Leute gäbe, welche die Muße und die Fähigkeit hätten, die Bewegung zu propagieren, so würde die jüdische Bevölkerung auch in diesem Teil des Landes unsere Sache unterstützen. Auf dem Lande bringt man dem Zionismus viel mehr Interesse entgegen. In vielen Fällen sind Synagogengemeinde und zionistischer Verein identisch. Im allgemeinen unterstützen die Rabbiner in den kleinen Ortschaften die zionistische Bewegung mehr als in den größeren Städten wie Kapstadt und Johannesburg. In Kimberley und Bulawayo haben die Rabbiner sehr viel für die Bewegung geleistet; dasselbe gilt auch von Pretoria; in anderen Städten aber hindern sie auch unsere Arbeit. Die nicht-zionstische Presse verhält sich indifferent, bringt jedoch Nachrichten über zionistische Begebenheiten. Die zionistischen Vereine widmen sich vornehmlich der Sammlung von Geldern für zionistische Zwecke und der Veranstaltung von Vorträgen und Diskussionsabenden; in einigen Ortsgruppen hat man jüdische

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