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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1911-08-09 · X (1911) · p. Seite 109

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
X (1911)
Date
1911-08-09
Page
Seite 109 (sequence 130)
Language
German
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— 109 — etwa <J& 3150, für das laufende Jahr etwa ebensoviel. Die Steigerung ist der systematischen Tätigkeit des Ordens zu verdanken, der bestrebt ist, die jüdischen friendly benefit Organizations zur Zahlung des Schekels für ihre Mitglieder zu veranlassen. Es ist ihm bereits gelungen, mehrere Logen dafür zu gewinnen, Schekolim für alle ihre Mitglieder zu bezahlen. Auf zwei vor kurzem stattgefundenen Konferenzen solcher Organisationen wurde dank der Anregung des 0. K. of Z. das Baseler Programm angenommen und den Mitgliedern empfohlen, die zionistische Bewegung finanziell zu unterstützen. Im Laufe der Zeit wird sich vielleicht die finanzielle Unterstützung der großen jüdischen Orden von Amerika gewinnen lassen. Der Zionismus gewinnt auch in den orthodoxen Gemeinden immer mehr Sympathien. Früher wurden in den Synagogen keine zionistischen Versammlungen zugelassen; heute wird es fast als eine Beleidigung betrachtet, wenn man sie nicht dort abhält. Die Logen und Synagogen sind wichtige Faktoren in der amerikanischen Judenheit und ihre Mitarbeit wäre ein großer Gewinn für den Zionismus. Die jüdischen Zeitungen in Chicago sind zionistisch gesinnt, besonders The Jewish Daily Courier und The Jewish Record. Beide Zeitungen stehen dem O.K. of Z. zur Verfügung und propagieren den Zionismus fortwährend. Die Stellung der englischen Presse zum Zionismus ist ebenfalls eine freundliche. Der Einfluß der Zionisten in den jüdischen Gemeinden des Westens von Amerika macht sich bei allen Unternehmungen geltend. Die Führer der Bewegung haben das Vertrauen der1 Gemeinden erworben und werden dringend gebeten, sich bei allen allgemein-jüdischen Aktionen zu beteiligen. Die Vereine des 0. K. of Z. beschränken ihre Tätigkeit vornehmlich auf die Propagierung unserer Sache unter den Nichtzionisten durch Veranstaltung von Versammlungen und Vorträgen, den Verkauf von Schekohm, Sammlungen für den Nationalfonds, den Bezalel usw. Die allgemeinen Aussichten des Zionismus sind sehr günstig. Die Juden begreifen die Wichtigkeit der Organisation und verstehen, daß wir, um etwas Großes zu erzielen, uns in erster Linie organisieren müssen. In weiten Kreisen verspürt man einen Drang nach Betätigung in der praktischen Arbeit. So hat z. B. die Hoachooza, welche vor kurzem vom 0. K. of Z. zum Landankauf in Palästina organisiert wurde, großen Anklang gefunden. Das Grundkapital der Gesellschaft beläuft sich auf $ 100 ODO, bestehend aus 500 Aktien von je $ 200. Über 200 Aktien sind schon verkauft worden. Gemäß den Statuten muß jeder eingegangene Betrag von $ 50 sofort an die Anglo Palestine Co. in Jaffa als ein Depot überwiesen Averden. Bisher sind schon $ 1000 übermittelt. Man will in Amerika vor allem konkrete Resultate sehen; wenn sich solche aufweisen lassen, ist der Zionismus dort der größten Unterstützung sicher.

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