Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- X (1911)
- Date
- 1911-08-09
- Page
- Seite 60 (sequence 73)
- Language
- German
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— 60 Landspende. Es ist wohl kein Zufall, daß gerade englischsprechende Gesinnungsgenossen diese Spende angeregt und sie auch bisher am meisten gefördert haben. Hatten sie doch Gelegenheit, zu sehen, wie wüstes, fast wertloses Land in kurzer Zeit durch die modernen Kolonisalionsmethoden nie geahnten Wert erlangt hat. Der Beschluß des IX. Kongresses, dafür zu wirken, daß jeder Jude einen Dunam Land in Palästina für den N. F. erwerben möge, hat darum viel Beifall besonders in Canada und Amerika gefunden. Freilich ist der bisherige Erfolg nur als ein vielversprechender Anfang anzusehen. An den bisher für diese Spende eingegangenen 23 611.48 Jé haben Ganada und Amerika den weitaus größten Anteil. David und Fanny Wolfifsohn-Fonds. Anläßlich der Silbernen Hochzeit des Präsidenten Wolffsohn hat seinerzeit die Zionistische Vereinigung für Deutschland 2000 Jé der Jüdischen Kolonialbank m London zur Gründung einer „David und Fanny Wolffsohn-Stiftung" übergeben und das Verfügungsrecht über den Zweck Herrn Wolffsohn übertragen. Nachdem das Engere Actions-Comité sich davon überzeugt hatte, daß es eine der dringendsten gegenwärtigen Aufgaben in Palästina ist, Häuser für die in den Kolonien anzusiedelnden jüdischen Arbeiter zu errichten, hat Herr Wolffsohn bestimmt, daß der gespendete Betrag diesem Zwecke gewidmet werden solle. Dieser Fonds ist von verschiedenen Seiten durch weitere Spenden vermehrt worden, so daß er insgesamt 9701.83 Ji beträgt. Postwertzeichen und Materialien. Von verschiedenen Seiten ist die Frage aufgeworfen worden, .ob das Resultat der Arbeit für diesen Sammelzweig in einem entsprechenden Verhältnis zu der aufgewendeten Arbeit steht. Die seit 1908 erzielte Einnahme hierfür ist freilich nicht sehr bedeutend, sie beträgt 3220 Jé. Das unzureichende Erträgnis ist aber hauptsächlich eine Folge der mangelhaften Unterstützung seitens unserer Gesinnungsgenossen. Man sollte glauben, daß gerade diese Spendenart, die keinerlei materielle Opfer erfordert, weit mehr Förderung finden würde. Die nötige Arbeit kann sogar von Kindern geleistet werden; hierdurch wäre das Sammeln von Marken und Materialien gleichzeitig von national-pädagogischem W^ert, indem es die Kinder frühzeitig auf den Nationalfonds und dessen hohe Ziele hinweist. V. Propaganda. Ein Volksschatz, der seine Macht von den weniger bemittelten Schichten des Volkes schöpft, kann nur durch eine großzügige weitgehende Propaganda gedeihen. Wir haben uns in jeder Weise bemüht, dieser Voraussetzung gerecht zu werden, und wir glauben, daß der Erfolg des Nationalfonds nicht zuletzt eine Folge hiervon ist.