Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- X (1911)
- Date
- 1911-08-09
- Page
- Seite 36 (sequence 47)
- Language
- German
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- 36 — deutlich hervorgeht; schließt doch das letzte Geschäftsjahr sogar mit einem kleinen Überschuß ab. Nichtsdestoweniger war es möglich, den besonders wichtigen und zur Verbreitung der Palästinakunde bestimmten Publikationen namhafte Beiträge zu gewähren. So wurde die vorzügliche Palästina-Bibliographie von Thomsen subventioniert. Eine ganz besondere Unterstützung erhielt auch die Zeitschrift „Palästina", die nunmehr in Wien von bewährten Gesinnungsgenossen in sehr zufriedenstellender Weise geleitet wird. Die Vorarbeiten für die Hebräische Wandkarte, die sehr viel Zeit in Anspruch nahmen und vom Palästinensischen Lehrerverband besorgt wurden, haben endlich ihren Abschluß gefunden. Mit Unterstützung des Odessaer Palästinakomitees und des Kulturfonds hoffen wir die Karte noch in diesem Jahre herausgeben zu können. Wir beabsichtigen, den Vertrieb derselben dem „Jüdischen Verlag" zu übertragen. Zu Punkt 2 ist zu bemerken, daß unsere beiden reinzionistischen Organisationen, die Bank und der Jüdische Nationalfonds, ihre eigene Verwaltung haben und in diesem Gesamtberichte durch ihre eigenen Sonderberichte vertreten sind. Die Beziehung des Palästinaressorts zu diesen Institutionen war andauernd eine enge, da bei zahlreichen Gelegenheiten eine gemeinsame Arbeit sich als wünschenswert herausstellte. Der von dem Palästinaressort verwaltete Kulturfonds besteht leider noch immer nur auf dem Papier. Sein Vermögen hat sich während der Berichtsperiode nur um eine Kleinigkeit vermehrt. Es wird, nach der Ansicht unseres Palästinaressorts, eine der Aufgaben des X. Kongresses sein, entweder Mittel ausfindig zu machen, die dazu geeignet sind, die Propaganda für den Kulturfonds endlich in Fluß zu bringen, oder aber andere Wege zu finden, die dahin führen, die Zwecke, denen der Kulturfonds zu dienen berufen ist, zu erreichen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß ohne einen großen Fonds zur Unterstützung nationalwichtiger Institutionen in Palästina unsere Organisation auch in der Zukunft keine Möglichkeit haben wird, die Entwicklung Palästinas, abgesehen von der Landwirtschaft, in gehörigem Maße zu fördern. Besonders empfindlich hat sich das Fehlen eines solchen Fonds bei der Entwicklung des Mikrobiologischen Instituts zu Ehren Dr. Nordaus und der Nationalbibliothek fühlbar gemacht. Nicht nur, daß wir nicht selbst mit eigenen Mitteln die Ausführung dieser schon längst beschlossenen Institutionen in die Wege leiten konnten, wir vermochten nicht einmal die Gelder für umfassende Propaganda aufzubringen, noch an andere Organisationen mit festen Vorschlägen heranzutreten. Beide Institutionen sowie auch ein Nationalmuseum würden sich leicht mit reinzionistischen Mitteln