... Bericht der Jüdischen Haushaltungsschule zu Frankfurt a.M. für die Zeit vom ... bis ...
- Journal
- ... Bericht der Jüdischen Haushaltungsschule zu Frankfurt a.M. für die Zeit vom ... bis ...
- Volume
- 1 (1897-1898)
- Date
- 1899-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
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13 und 3 in der Hausarbeit und beim Serviren beschäftigt sind. Die Zöglinge tragen Broschen mit Nummern. Allwöchentlich werden die Nummern gewechselt, und jedes Mädchen rückt uni 3 Nummern weiter vor, so daß rs einer anderen Gruppe zugetheilt ist. Das Mädchen z. B., das No. 1 bekommt, hat in der ersten Woche zu waschen; in der zweiten bekommt sie No. 4, in der dritten No. 7, und ist in beiden Wochen in der Küche beschäftigt; in der vierten Woche hat sie No. 10, sie hat Hausarbeit zu thun und zu serviren. Die Mädchen, die mit ihrer vorgeschriebenen Arbeit fertig sind, machen Nachmittags Handarbeit unter der Leitung einer bewährten Lehrerin. Es wird darauf gehalten, daß die Zöglinge keine Stickereien machen, sondern nur ihre Wäsche und Kleider in Stand halten und ganz einfache Sachen, wie Schürzen und Hauskleider anfertigen lernen. Abends werden die Rezepte abgeschrieben und die Menüs berechnet; die Berechnung geschieht nach den System des Volkskochschulbuchs von Hedwig Hehl, das überhaupt für die Arbeitsvertheilung maßgebend war. Jeden 4. Dienstag und Mittwoch werden von den Schülerinnen der Gruppe II, die Küche gründlich geputzt und das Geschirr ausgekocht. Im Sommer wurde auch das Einmachen gelehrt. Den Religionsunterricht am Sonntag Nachmittag hat seither Herr Lehrer Unna in uneigennützigster Weise ertheilt.