Nachricht von der ... Generalversammlung und Jahresfeyer der Frankfurter Gesellschaft zur Beförderung des Christenthums unter den Juden
- Journal
- Nachricht von der ... Generalversammlung und Jahresfeyer der Frankfurter Gesellschaft zur Beförderung des Christenthums unter den Juden
- Volume
- 1821
- Date
- 1821-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 21)
- Language
- German
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21 Gegenwärtig sind noch vier Jüdische Lehrer und ein Thierarzt im Unterricht, welche in kurzer Zeit ihren Glauben an den Sohn Gottes öffentlich bekennen, und darauf durch die heil. Taufe in die Gemeinschaft der Christenheit^ eintreten werden. Es hat demnach dem Herrn gefallen, seit einem Jahr, wo die Gesellschaft öffentlich zu wirken angefangen, hauptsächlich durch die vorhergegangene Vorbereitung des Neuen Testaments und andere christlichen Schriften, Drey und Zwanzig Seelen aus dem Hause Israels uns zuzuführen, welche durch den Beistand unserer Anstalt ihr geistiges Verlangen gestillt bekommen haben, und als Glieder in die Christenheit aufgenommen worden sind Ihnen allen wurde nur ihr eigener, theils lang gehegter Wunsch gewahrt, welchen der Geist Gottes in ihrem Herzen rege gemacht hatte. Ohnerachtet sich nun die Commit« zum Haupt-Prinzip gesetzet, nie einem Jsraeliten die geringste Hoffnung zu einer Versorgung im Leiblichen zu geben, daher jedem gleich bey der ersten Bekanntschaft deutlich dargelegt wird, daß unsere Absicht und Zweck nur das geistliche und ewige Heil betreffen, und daß nur eine absolut nothwendige Unterstützung wahrend des Unterrichts dargereicht werden könne: so erkennen wir es aber demohngeachtet mit dem gerührtestcn Danke vor Gott, daß sein Erbarmen auch bis daher im Aeussern und Leiblichen geholfen hat. Bis heute hat sich für jeden der zum Christenthum übergetretenen Jsraeliten, deren Herzen als aufrichtig vor dem Herrn erkannt wurden, und die wirklich keine, auch nicht die entferntesten Nebenabsichten damit verbanden, ein leibliches Unterkommen gefunden; und nur ein einziges Mal kam die Commite, ohne Pflichten deßhalb zu haben, auf eine kurze Zeit in Bekümmerniß; allein auch hier wurde unser Ge- 5