Nachricht von der ... Generalversammlung und Jahresfeyer der Frankfurter Gesellschaft zur Beförderung des Christenthums unter den Juden
- Journal
- Nachricht von der ... Generalversammlung und Jahresfeyer der Frankfurter Gesellschaft zur Beförderung des Christenthums unter den Juden
- Volume
- 1821
- Date
- 1821-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
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Nachkommen beytragen möchten. — Hast du ja selbst die Abrahamiten von früh an dir zu einem eigenthümlichen Volk erkohren; dich ihnen, wie keinem andern Volk geoffenbart; sie mit ausgezeichneter Güte, aber auch Gerechtigkeit behandelt; ja sind sie es nicht aus denen der herkommen ist, durch den sie und alle Völker der Erde allein den höchsten Seegen erhalten können und sollen? Aber grade sie waren es, dieden Herrn der Herrlichkeit, den Heiland der Menschen, bey seiner Erscheinung auf Erden verkannt, verachtet, verworfen haben. Und bis auf diesen Tag wandelten sie, wenige ausgenommen in der Blindheit ihres Herzens, und erkannten und glaubten nicht dem, in welchem doch allein ihr Heil stehet. Aber so soll es nicht bleiben. Hast Du ihnen ja die herrlichsten Verheißungen gegeben, sie einmal wieder zu sammeln; sie mit dem Licht der Wahrheit zu erleuchten; mit deinem Geist in ihnen zu wohnen, und ganz Israel selig zu machen. Beym Blick auf diese deine Verheiffungen, und auf den, her auch zur Versöhnung ihrer Sünden am Kreuz blutete und schon da siehete: Vater vergieb ihnen, sie wissen nicht was siethun! tviesollte da nicht unser Innerstes voll Sehnsucht und Streben werden, sie dem zuzuführen, i» dem ihr wie unser Heil stehet. Ja , Herr unser Gott, siehe mit Gnade auf uns herab, die wir uns dazu vor Dir vereint haben. Wir sind dabey um so getroster, da Du selbst in jetziger Zeit die Herzen vieler Israeliten in kräftige Bewegung setzest, nach ihremHeil zu fragen, dein Wort zu erforschen, und sie dadurch empfänglich machst, zur Erkenntniß der Wahrheit und zum Glauben au Jesus Christus zu gelangen. Schon hat so mancher sich unter uns öffentlich zu diesem Glauben bekannt, und es durch Gesinnungen und Betragen erwiesen, daß er Jesus Eigenthum seyn wolle. Laut soll es heute hier, Herr, zu deinem Preis und Ruhm verkündet werden, was geschehen ist. Laß es Dir Wohlgefallen, ferner Werkzeuge zur