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Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen · 1916-01-01 · 1-3 (1916) · p. Seite 15

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Journal
Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
Volume
2 (1916)
Issue
1-3 (1916)
Date
1916-01-01
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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16 75. Marcus Arnstein ist, wie bereits W II S 187 n 3 vermutet wurde, der Schwiegersohn des Baruch b. Wolf Margulies-Jafe. Seine Frau Ester, die Tochter von Baruch und Semel (Nr. 70), erscheint schon in unserer Quelle als bereits verstorben, wie aus der Summe der Personen in der letzten Rubrik (vgl. die einleitenden Bemerkungen S. 7) hervorgeht. Die vier Kinder unserer Liste sind W II S. 165 mit Namen angegeben. Markus Arnstein erscheint 1752 als Vorsteher der Gemeinde. PGB 3a. 77. Samuel Low Oppenheimer ist der Bruder von Nr. 1. Durch die Angabe des Vaternamens „Low" ist die W II S. 18 n. 10 ausgesprochene Vermutung bestätigt. Der famulus und die zwei ancillae lassen auf einigen Wohlstand schliessen, wie auch die Qrabschrift (WEISZ Nr, 56) auf seinen Reichtum anspielt. Der Kleinhandel, dem er obliegt, lässt das Gegenteil vermuten. Das Wiener Welthaus hatte schon lange seine Bedeutung eingebüsst. 78. Lipman Pumisl ist wohl der 1767 verstorbene Rabbinatsbeisitzer Elieser Lipman ha-Levi (WEISZ Nr. 13). Seine Unterschrift auf einer Entscheidung des Rabbinatskollegiums (als Dritter) PGB 3a und 17a aus den Jahren 1750 und 1765. Seine allgemein angegebene Herkunft (ex Bohemia oriundus) kann auf Grund des Namens Pumisl näher als Jungbunzlau bezeichnet werden. 79. Vgl. oben zu Nr. 60. 81. I s a k K a s s o w i t z ist vielleicht identisch mit dem Gleichnamigen im Haushalte des Salomon Sinzheim in Wien (Neuzeit VI, S. 80). Träger des Namens Kassowitz nach dem Orte Kassejowitz in Böhmen bei HOCK S. 302 aus dem Jahre 1640—1848. Familienzusammenhänge müssen erst mit Rücksicht auf die Natur dieses Namens von Fall zu Fall nachgewiesen werden. 83. Samson Isak aus einem mährischen^Orte unter Dietrichsteinscher Herrschaft ist vielleicht identisch mit Simson N[ikol]s[burg], der im PGB 1755—1782 in verschiedenen Vertrauensstellungen der Gemeinde erscheint. Fol 24a (1769) figuriert er in der Liste der Hausbesitzer, 22b sein Beitrag zur Branntweinsteuer (beachte in unserer Quelle cremator vini). Seine Unterschrift auch bei WEISZ 42a. Allerdings erscheint er bei uns als Vater von zwei erwachsenen Kindern, müsste also 1736 mindestens 40 Jahre alt gewesen sein. 85. Der Schamasch der Chewra Kadischa Sanwel Bacharach, Sohn des L ö b Bacharach, strebt 1783 das Wohnrecht (Cheskatk ha-Kehilla) an. PGB 35a. Im selben Jahre begegnen wir Löb, dem Sohne Sanwels, als Erwerber eines Sitzes in der neu errichteten Synagoge (ib. Bl. 38). In der Hausliste, die der aus Pressburg stammende Ahron Hirschl Todesko (Stammvater der baronisierten Familie) 1789 bei der nied.-österr. Regierung einreicht, erscheint „Löbel Bacharach, verheiratet in Pressburg, 30 Jahre alt", als Bestellter. Ein anderer Löb Bacharach ist der etwa um 1780 in Pressburg geborene Löb b Meir Bacharach, der Urgrossvater des am 25. Dezember 1913 verstorbenen namhaften Gelehrten Wilhelm Bacher (vgl. W. BACHER im Vorworte zu seines Vaters Schaar Schimeon, Wien 1894). Man wird wohl nicht fehlgehen, wenn man Meir, den Vater Löbs, als Sohn von Löb, dem ältesten Träger dieses Namens in Pressburg, ansieht. Es sei noch bemerkt, dass Debora, die Mutter W. Bachers, eine Tochter des aus Pressburg stammenden Hirz Tedesko war (BACHER 1. c. S. XVI). 87. Im PGB 3a begegnet uns 1750 Simson Markbreiter als Beisitzer des Rabbinats. Ob und in welchem Grade mit unserem David Markbreiter verwandt, kann ich nicht feststellen. 88. Moses Lazarus aus Onolzbach (Ansbach s. oben zu Nr. 13) ist vielleicht mit Moses Fürth (Firda, Fiorda) im PGB (1751—1766) identisch. Zu bemerken wäre noch, dass unter seinen Erben ein Sohn namens Lazar erscheint (ib. 32b). Moses Fürth hatte Ester, die Tochter Mendel b. David Thebens, zur Frau. Er war somit Schwager von Nr. 25 und Nr. 48. Seine Unterschrift auf einem Gemeindebeschluss auch bei WEbZ 42a.

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