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Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen · 1913-01-01 · 2 und 3 (1913) · p. Seite 25

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Journal
Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
Volume
1 (1912-1913)
Issue
2 und 3 (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 25 (sequence 25)
Language
German
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Ein Gunzburg*-Museum in Petersburg-. Wie „Rjetsch" meldet, hat die Petersburger Synagogengemeinde in einer jüngst stattgehabten Sitzung beschlossen, das Andenken des Baron Hör ac e Gu'n zb'urg durch, die Errichtung eines jüdischen Museums zu verewigen. Das Museum, das den Namen des Verstorbenen tragen wird, wird einen eigenen Saal besitzen, in welchem sich ausschliesslich Gegenstände befinden werden, die sich auf die Geschichte der berühmten Gunzburg-Familie beziehen. Die Erben des Verstorbenen haben bereits die Zusage gemacht, dem Museum alle im Besitze der Familie befindlichen Reliquien und historischen Gegenstände zur Verfügung zu stellen. __^ Die Gründung eines jüdischen Museums in Pressburg*. Die „Oesterreichische Wochenschrift" vom 14. Februar 1913 meldet: Es dürfte nur wenigen bekannt sein, dass sich in Pressburg eine grosse Anzahl von Objekten befindet, die für den Freund jüdischer Altertümer von grossem Interesse sind. Es sind dies vornehmlich kunstvolle Metallarbeiten und Stickereien, illustrierte Handschriften und Bücher, seltene Gelegenheitsdrucke usw. Abgesehen von dem Lokalinteresse haben manche dieser Gegenstände auch grossen kunsthistorischen Wert und stehen in keiner Beziehung den Objekten nach, die Sandor Wolf in seinem trefflichen Buche ,,Kunst im Eisenstädter Ghetto" beschrieben hat. Es ist nun mit Freude zu begrüssen, dass sich auf Anregung des Herrn Paul Diamant aus Wien ein Komitee gebildet hat, das sich die Aufgabe stellt, diese bisher zerstreuten Objekte in einem ,Pressburger Jüdischen Museum" zu vereinigen und auf diese Art ein anschauliches Bild von dem Kunstsinne zu geben, der im alten Pressburger Ghetto geherrscht hat. Diejenigen Objekte, die, wie z. B. alte Familienporträts, im allgemeinen gut aufgehoben sind und auch kaum an das Museum abgetreten werden dürften, sollen in photographischer Reproduktion das Museum zieren. In dieser Beziehung hat das Komitee bereits einen Erfolg zu verzeichnen, da Herr Paul Diamant fast sämtliche Porträts aus dem 18. und der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die Pressburger Juden darstellen, aut eigene Kosten photographieren liess und die künstlerisch ausgefertigten Phrtographien dem Museumkomitee zum Geschenke gemacht hat. Eine jüdische Ausstellung" in Oincinnati. In Cincinnati (Amerika) fand am 20. Jänner bis Ende des Monats unter dem Titel „Exposition of Jews of manyd lands" eine Ausstellung statt, welche eine übersichtliche Darstellung der Entwicklung, welche die Juden in den einzelnen Ländern durchgemacht haben, geboten hat. Die Ausstellung ging vom Rektorat des Rabbinerseminares in Cincinnati aus. An der Eröffnung haben sämtliche Schichten der jüdischen Gesellschaft, sowie die Vertreter der Staats- und Stadtbehörden teilgenommen. Die Ausstellung bestand hauptsächlich aus lebenden Bildern, Darstellungen von jüdischen Volkssitten in den verschiedenen Ländern zn den verschiedensten Zeiten, ferner aus der Vorführung von Industrien, welche von Juden geschaffen wurden, sowie der jüdischen Hausindustrie und schliesslich der Entwicklung der jüdischen Presse in den einzelnen Staaten. Die Ausstellung hat auch eine eigene Abteilung für Palästinaarbeit. Biicherbesprecliungei). Die Inschriften des alten Judenfriedhofes in Wien. Im Auftrage der Historischen Kommission der israelitischen Kultusgemeinde in Wien bearbeitet von Dr. Bernhard W a c h s t e i n. Mit 202 Textabbildungen, 15 Tafeln und einem Friedhofsplane. 1. Theil. 1540(?)—1670. Wien und Leipzig. Wilhelm Braumüller, k. u. k. Hof- und Universitäts-Buchhändler. 1912. Preis 45 K. Schon die Einleitung, S. XI—LH, zeigt uns die Tiefe und Weite, die der Verfasser seinen Forschungen zu verleihen weiss.

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