Bericht der Gesellschaft zur Beförderung des Christenthums unter den Juden in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht der Gesellschaft zur Beförderung des Christenthums unter den Juden in Frankfurt am Main
- Volume
- Dritter Bericht (1826)
- Date
- 1826-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
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8 ren kann, an diebesagte Anstalt zu deren Unterstützung abgeben. Wir wünschen'von Herzen, recht bedeutende Gaben dahin einsenden zu können, wozu wir jedoch keine günstige Aussichten haben, sowohl weil sich unsere Gesellschafts-Mitglieder nicht vermehren, als auch weil wir eine solche geographische Lage haben, die es verursacht, daß wir häufig von durchreisenden getauften oder getauft seyn wollenden Israeliten in Anspruch genommen werden, denen zur weiteren Reise eine Hülfe unentbehrlich nöthig ist. Dieses nimmt einen großen Theil unserer Einnahme hinweg, und es kann solches nicht vermieden werden, wenn nicht die ächte christliche Liebe und Theilnahme Schaden leiden soll. Ohnerachtet aller dieser Verhältnisse, unterlassen wir es aber doch nicht, wenn es die Umstände erfordern, auch einzelnen Israeliten zur heiligen Taufe beförderlich zu seyn, und sie, wo es noth thut, während ihres Unterrichts zu unterstützen. So wurde am Anfang des Jahres 1824 ein israelitischer Lehrer in Carlsruhe in den Heilswahrheiten des christlichen Glaubens unterrichtet, und in Jesu Tod getauft, wozu wir um so williger eine helfende Hand darreichten, da derselbe sehr erfreuliche Zeugnisse über sein Leben und Karakter erhalten hatte. Zur nämlichen Zeit meldete sich ein israelitischer Metzger, und bat um den Unterricht in der