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Sabbath-Blatt · 1844-11-02 · 44 (2.11.1844) · p. [Seite]

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Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1844
Issue
44 (2.11.1844)
Date
1844-11-02
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Diese Jeitschr. erscheint wöchentlich einmal,«, zwar so, daß sie mit der P oft zum Sabbath überallhin versandt sein kann. Der Pr eis für das halb «Jahr ist 20 Sgr., ohne Porto- Zuschlag für Preußen. DiejenigenAbonnenten, welche wünschen, daß ihnen d. Blatt v. der Post in's Haus geschickt wer- Belehrung, Erbauung und' Unterhaltung jüdischer Leser. יפה תלמוד תורה עם דרך ארץ. (Abot, 2, 2.) חציו ליי וחציו לכם. (Beza, 15 b.) 1844. de, zahlen dafür 2 Sgr» 6 Pf. halbjährlich als festgesetztes Bestellgeld an das Postamt. Alle wohllöbl. Postanstalten u. Zeitungs -Expeditione» des Inu. Auslandes nehmen Bestell«»- gen an. — Außerdem kann das Sabbath, Bl. auch durch jede Buchhdl. bezogen werden. Sabbath Wajera, 2. November. פ׳ וירא. 20. Marcheschwan, 5065. Die sechste Makame «ius de» Mechabberot des Immanuel Den Salomo aus Rom, *) treu übersetzt und dem hebräischen Originale nachgebildet von M. Steinschneider.: In der Blüthe meiner Tage 1 — war ich beim Fürsten2 im Sitz der Weisen — den jungen und greisen, 3 — die berichteten über tüchtig Gedicht —und richtig Gewicht **).— Des Liedes Anmuth und Zier man pries — der Eine meint dies, der Andre dies. 4 — Der Eine rühmt die Dichtec von Sefarad, 15 — der Andre meint vom Parnaß hinabgerollt sei ihr Rad, 6 — die römische Muse, meint Dieser, sei auf abschüssigem Pfad, 7 — und Jener spricht von den Tech in not der Provence — der schönen Romanze, — der anmuthigen Stanze, — doch über Rom's Gedichte schreien alle gus vollen Kehlen, 8 — es beide an unverbesserlichen Fehlen/ 9 Unwerth sie zu zahlen. 40 — Ich aber zu dem Allem schwieg. —,Im Herzen Otterbiß und Natterstich, 11 als ein eingewurzelter Thor 12 Heranstieg — eins p rovencali sche Bestie kut menschlichem Anstrich 43 — der unsere Riech-Salbe mit stimm Geifer überstrich ", — der schleudert um sich — Hagelsteine, 15 — seine Zunge, o Herr, sei aus ge rottet! 16 mit Schimpfworten er uns überhaust 44; — spottet da niemand ihn angreift, 43־ — sprechend: Was Römer, rühmst du dich in den Tiefen? 19 — Nur der Provence Dichtungsquellen Anmuth triefen! Wir sind als Riefen — des Sangs erwiesen, 20 — sind Richter und Meister 24 — erhabener *) Berichtigungen und Zusätze zur Biographie I m m a n u e l's (Litbl. d. Orients 1843, Nr. 1—4), deren Beilage ursprünglich diese Makame sein sollte, werden gelegentlich gegeben werden. Ich hatte zur nachfolgenden Uebersetzung leider nur die äußerst korumpirte berliner Ausgabe. .חמדות החמודות (?) (** Geister! — Dem gesummten Dichter-Chor — schreiten wir gerüstet vor! 22 — Gehüllt ins Priestergewand des Genie — wir die Ersten und Fürsten des Liedes, der Poesie! — Unser Ruhm die ganze Welt durchklingt 23 5 — wer ist's, der in unser Geheimniß dringt,24— sich zu uns schwingt, uns zwingt?! 25 — Das Majorat ist unser blos; 26 — ihr habt an der Sprache nicht Antheil noch Loos! 27 — Doch verachtet ihr meine verständige Rede; 23 — wohlan wählt einen Mann, der sich stellt zur Fehde! 29 — Da ward ich gewahr, — wie meines Stammes Schaar 33 — dastand verstummt, — verschämt und verdummt, 34 auf dem Mund die Hand, 32 — dem ganzen Haufen das Herz im Leibe schwand;33 — denn groß war die Verletzung ohne Verband!34 — Der Thor aber uns immerfort schändet, — doch Niewand Rede steht, Niemand einwendet. 33 — Auf seinen Ruf: ״Halt! Halt!" sich keiner wendet,36 — da ward die Wuth über mich Meister, 37 — und ich schwor beim Herrn der Geister, 33 — ihnen zu thun ein Zeichen, 39 — zu zeigen und zu überzeugen, — ob wir in der Dichtkunst ihresgleichen43 — und ich sprach zu den Fürsten und Freien:44 — Wer ist das, und wo ist der,"42 der da rechtet mit Redereien,43 — der uns anriechig macht 44 mit eitlem Geschwätze?43 — Ob seiner sich keiner entsetze! -— Euer Knecht zieht gegen ihn zur Wehre, 43 — und so ich nicht seines Schwertes Schärfe gegen ihn kehre, 44 — und so ich nicht seinen Sang zu Schanden gemacht, — so sei ich mein Leblang in eurer Acht! 43 — Da begannen meine Bundesmannen: i9 — ״ Gesegnet du und dein Gemüthe, 33 —* der Ewige dein Wohl behüte, 34 — mit dir des Herrn Güte! 32 — D'rob erhob ich mich vom Ort sofort 33 und ging zu auf den Mann, 34 — rief ihn beim Namen an, 33 — sprechend: Du winziger Scherben "lumpiger Fetzen! 56 — Der du prahlst mit Gedichten) Änd ihren Gesetzen, — und faselst, daß unsere jedes Zutrauen verletzen! 57 — ich aber zog aus - dich zu Hetzen!33 — Bist du Job, bin ich Eli hu dir.— -- . 44 Die Red.

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