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Sabbath-Blatt · 1844-02-03 · 5 (3.2.1844) · p. [Seite]

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Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1844
Issue
5 (3.2.1844)
Date
1844-02-03
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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1844. Diese Aeitschr. erscheint wöchentlich einmal,», zwar so, daß sie mit der P oft zum Sabbath überallhin versandt sein kann. Der Preis sä r das halbeJahr ist 20 Sgr., ohne Porto! Zuschlag für Preußen. DiejenigenAbonnenten, welche wünschen, daß ihnen d. Blatt v. der Post in's Haus geschickt wer- »UM Herausgegeben von Dr. Hermann Sommerfeld, israelitischem Prediger in Elbing. Unter Mitwirkung der »D. I. L. Saalschütz und I. Fürst. de, zahlen dafür 2 Sgr 6 Pf. halbjährlich all festgesetztes Bestellgel an das Postamt. All wohllöbl. Postanstalte! u. Aeitungs - Expeditio nen des Inu. Auslan des nehmen Bestell»«- gen an. — Außerden kann das Sabbath - Bl auch durch jede Buchhdl bezogen werden. Sabbath Beschalach, den 3. Februar. פ' בשלח 13. Schebat, 5604 Mirjam aber sang den Männern entgegen: ״Singet den Ewigen, denn er ist hoch erhaben, Roß und Reiter stürzt! Sabbath-Gabe. Würde und Pflicht der Frauen. Die Parascha des Sabbats führt uns ein Bild ganz eigener Art vor, um so merkwürdiger, um so außerordentlicher, da es gegen die Denkweise der allen Zeit einen auf-- fallenden und schönen Gegensatz bildet. Nachdem die Jsraeliten von ihren Feinden, den Egyptern, wunderbar befreit worden waren und auf das Meer zurückblickend, das ihrem Durchzuge Raum gegeben, weder den Weg mehr se- Ohen konnten, den sie gegangen waren, noch die Verfolger, welche die Fliehenden auf demselben zu ereilen, zu verderben strebten, indem Alles, stürmend, die Fluthen bedeckten — da waren sie von Staunen ergriffen über die Großthaten Gottes und einen unsterblichen Gesang stimmten sie zu seinem Preise an. ״Ich singe dem Ewigen," so beginnet ihr Lied, ״denn er ist hoch erhaben, Roß und Reiter stürzte er in's Meer. Mein Gesang und mein Triumph ist Gott, er war mir zur Hilfe. Er ist mein Gott, ihn will ich rühmen, Gott meines Vaters, ihn will ich hoch preisen." Und nun heißet es weiter, im 2. B. Mos. 15. Kap. das. vom 20. V — ״Und es nahm Mirjam, die Prophetin, die Schwester Aharon's, die Adufe in ihre Hand und alle Frauen folgten ihr mit Adufen und im Chor wandelnd. er in's Meer." Sehen wir hier eine Prophetin auftreten und die Frauen anführen im göttlichen Wettgesang, so bringt uns zugleich der Propheten-Abfchnitt, der mit unserer Parascha bedeutsam verbunden ist, auch eine gleichfalls außerordentliche Thatsache in Erinnerung. Die Israeliten waren in den Zeiten der Richter schwer von ihren Feinden gedrückt, die sie der Waffen beraubt und sie wehrlos gemacht hatten. Da erhob sich Debora, gleichfalls eine israelitische Prophetin, sprach Worte der Begeisterung, rief das Volk zum Kampfe, und der Feind war vernichtet! Auch ihren Gesang verewigten die heiligen Schriften, und wir vernehmen ihn an demselben Sabbat in gottesdienstlicher Versammlung, wir vernehmen, daß sie singen durfte: ״In den Tagen Jael's mied man die offnen Straßen und die Wanderer gingen, ängstlich, Seitenpfade, es war keiner mehr, der Israels Rechte vertrat, bis ich aufstand, Debora, ich aufstand, eine Mutter für Israel!" — Es ist bekannt, daß selbst unter den gebildesten Völkern der alten Zeit die Frauen in ihrer Wirksamkeit und in ihrem Gedankenkreise auf die niedrigste Sphäre der Häuslichkeit beschränkt waren. Hier aber sehen wir die Israelitinnen unendlich höher gestellt. In ihrer Brust fanden größere Gedanken, fanden die Interessen ihres Volkes Raum und Widerhall, und wenn wir die Frauen unserer Zeit .befreiet sehen von der Schmach und Sklavenkette jener frühem Epnjedrigung, so war es zunächst dje hebräische Denkweise, die israelitisch-religiöse Anschauung, die diese Umwandlung

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