Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXX (1968)
- Issue
- 12 (Diciembre, 1968)
- Date
- 1968-12-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
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DICIEMBRE 1968 BOLETIN INFORMATIVO 17 DER BESCHLUSS UEBER DEN MAARACH Der Beschluss der Israelischen Arbeitspartei ueber Bildung einer gemei nsamen Front (Maarach) mit der Mapam wird von mehreren Zeitungen in ihren Leitartikeln gewuerdigt. Dawar bezeichnet die Bildung des Maarach als Fortschritt fuer die Arbeiterbewegung, ausserdem hat dieser Schritt seinen grossen Wert fuer die Konsolidierung Haarez weist auf den Umstand hin, dass Tel-Aviv als einzige Stadt des Dan-Bezirkes einen Bevölkerungsrueckgang zu verzeichnen habe. Diese Tatsache wurde bei einer Untersuchung seitens der Kupat Cholim bestaetigt. Der Bevoelkerungsrueckgang sollte die Stadtvaeter nachdenklich machen. Sie sollten des politischen und parlamentarischen Lebens im ganzen Staate. Diejenigen, die im Namen der Demokratie gegen die Bildung dieses grossen Blocks auftreten, fuerchten sich lediglich vor der Staerkung des Arbeiterlagers in Israel. Al Hamischmar erklaert, der lange Kampf in der Arbeiterpartei verleiht dem sich fragen, wiese es kommt, dass das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Israels seine Anziehungskraft verloren habe. Der Grund ist in der Tatsache zu suchen, dass erhebliche Stadtteile vernachlaessigt wurden und sich in Slums verwandelten, so dass die Vermoegenden in die umliegenden Villenorte ziehen, Beschluss ueber den Maarach besondere Bedeutung. Das Blatt spricht dem Verhalten der Partei seine Achtung aus und wuerdigt den jetzt angenomenen Beschluss positiv. Die Gegnerschaft gegen den Maarach in der Arbeitspartei ist vor allem auf taktische Erwaegungen zurueckzufuehren, die die eigentlichen ideologischen Gesichtspunkte in den Hintergrund draengten. die Mittelklase aber in Staedte wie Holon, Bat Jam, Bnei Brak oder Giwataim. Eine Renovierung dieser Viertel duerfte zwar teuer sein, aber immer noch billiger, als die urbanistische Entwicklung der Stadtgrenzgegend bei gleichzeitiger Vernachlaessigung der Stadtmitte. Omer nimmt zu den Nachrichten Stellung, denenzufolge palaestinensische Honoratioren in den besetzten Gebieten beschlossen haetten, eine Delegation nach Jordanien zu entsenden, um fuer die Einstellung der Terrorakte zu plaedieren, weil diese den arabischen Interessen schaden. Die Palaestinenser ne i g e n immer mehr zur Ansicht, das Hussein Murt aufbringen sollte, Verhandlungen ueber eine Beilegung des Konfliktes mit Israel zu fuehren, wenn er nicht in der Lage ist die verlorenen Gebiete militaerisch zurueckzuerobern. Hazofe geht auf die Warn u n g des Militaergouverneurs von Nablus vor Wiederholung der Schuelerinnen- Demonstrationen ein. Der Militaergouverneur han d e 11 e wiederum nach israelischem Usus, vorher zu warnen und erst dann zu strafen. Sollten aber diese Warnungen unerhoert bleiben, dann hiesse es eine starke Hand zu weisen, um dem Unfug der Demonstrationen ein Ende zu bereiten. DIE ERKLAERUNGEN DUBCEKS DIE PROBLEMATIK VON TEL AVIV r AUS DER ISRAELISCHEN PRESSE TERROR UND DEMONSTRATIONEN Zwei Zeitungen nehmen zu den Erklaerungen Dubceks Stellung, dass die CSSR die Araber unterstuetzen werde. Al Hamischmar ist der Auffassung, dass die Erklaerung Dubceks den frueheren Feststellungen widerspricht, dass die CSSR die Souveraenitaet der kleinen Voelker achten will, die um ihre Unabhaengigkeit kaempfen. Aus den Worten Dubceks spricht nicht der Wille des tschecholawakischen Volkes, das Israel sympathisch gegenueber steht, sondern hier haben wir das Ergebnis sowjetischen Drukkes vor uns. Die Jerusalem Post kommt bei der Analyse der Situation zum Ergebnis, dass die Fuehrer der CSSR sich darueber klar werden muessen, ob sie ihr Volk gegen die Sowjets fuehren wollen oder ueber ihr Volk im Interesse der Russen herrschen wo 11 e n. Wenn die tschec h i s c h e n Fuehrer dem zustimmen werden, dass ihr Land wieder zur Speerspitze des Kampfes gegen Judentum und Israel wird, dann werden sie das Vertrauen ihrer Anhaenger verlieren. EINWANDERUNG UND ABSORPTION Dawar schliesst sich der Forderung des Vizepremiers und Einordnungsmin i s t e r s Alon an, enge Beziehungen zum Judentum der Diaspora zu pflegen und das Bewusstsein der Notwendigkeit von Einwanderung und Absorption innerhalb der israelischen Bevoelkerung zu pflegen. Wir haben in der letzten Al Hamischmar macht sich grosse Sorgen um die Zukunft der bisherigen Notstandsarbeiten, wenn die Regierung ihren Beschluss wahr machen u. alle Notstandsarbeiten einstellen sollte, weil schliesslich heute mehr Arbeitsplaetze im Lande vorhanden sind, als Arbeitssu- Zeit dem Judentum der Diaspora ebensowenig Aufmerksamkeit geschenkt, wie den Wellen von Einwanderern, die ins Land kamen. Es sei die Pflicht eines jeden Menschen in Israel, sich des Neueinwanderers waehrend seiner ersten Tage im Lande anzunehmen und ihm taetige Hilfe zu leisten. chende zur Vrfuegung stehen. Die Zeitung m ei n t, man muese wenigstens dafuer sorgen, die Abschaffung der Notstandsarbeiten sehr langsam und vorsichtig vorzunehmen, damit nicht mit einem einzigen Schritt alle diese Arbeiten abgeschafft werden. ARABER IN ISRAEL Haarez nimmt zu der Frage Stellung, welche Haltung Israel gegenueber den Arabern in seinem Gebiet, bzw, in den besetzten Gebieten einnehmen soll. Die Zeitung bezieht sich auf die Erklaerung von Sicherheitsminister Dajan, dass wir eine Basis der Koexistenz mit den Arabern im Gebiet von Hebron und Gaza schaffen muessen, denn sonst wuerden diese Gebiete wieder an Jordanien bzw, Aegypten zurueckgehen. Es gibt jedoch, gegenueber diesen Ansichten von Dajan, auch die Maenner wie der Generalsekretaer der Arbeitspartei Pinchas Sapir, die befuerchten eine Koexistenz mit den Arabern in Israel koenne den juedischen Charakter des Staates beeintra e c h t i g e n. Haarez nimmt fuer die Ansichten von Dajan Stellung. Die Differenz zwischen Dajan und Sapir in dieser Frage sei auf die Tatsache zurueckzufuehren, dass Dajan in Israel geboren wurde, waehrend Sapir aus der Golah kam und noch mit gewissen Gefuehlen der Golah belastet bleibt. MITTELMEERMACHT SOWJETUNION DIE ABSCHAFFUNG DER NOTSTANDSARBEITEN Haaretz beschaeftigt sich mit den beiden Artikeln, die in fuehrenden Blaettern der Sowjetunion erschienen sind, und die sich mit der Rolle der USSR im Mittelmeer befassten. Beide Beitraege wiesen darauf hin, wie bedeutsam es doch waere, dass die Sowjetunion nunmehr zu einer Mittelmeermacht geworden ist, da auf diese Weise die Sicherheit der Staaten dieser Zone gewaehrleistet sei, waehrend die Amerikaner im Mittelmeer ueberhaupt nichts zu suchen haben. Das Blatt stellt fest, es handele sich hierbei weder um die “Ruhe und Ordnung”, noch um die Sicherheit der Staaten, die an das Mittelmeer grenzen. Alles, was Moskau zu tun beabsichtigt, zielt wohl dahin, die Amerikaner aus dieser Zone zu vertreiben und ihre Rolle im Mittelmeerraum zu uebemehmen, meint die Zeitung. WER IST JUDE? Schaarim bezweifelt, ob das Oberste Gericht befugt ist einen Beschluss in der wichtigen Frage zu fassen, wer als Jude zu betrachten ist. Es handele sich hierbei um eine halachische Angeleg e n h e i t und staatliche Justizbehoerden koennten nicht befugt werden hierueber prinzipielle Entscheidungen zu faellen. DIE MISSION DES DR. GUNNAR JARRING "Dawar" beschaeftigt sich mit dem allgemeinen Pessimismus, der in UNO-Kreisen heute bezueglich der Mission des Sonderbotschafters U Thant fuer den Nahen Osten, Dr. Gunnar Jarring herrscht. Die Zeitung stellt fest, dass es im Augenblick auch keineswegs so sehr darauf ankommt, Frieden zu schliessen, als vielmehr zu verhindern, dass wiederum ein Krieg ausbreche und angesichts der Haltung der Aegypter, so wie wir sie nun bereits seit mehreren Wochen beobachten koennen, erscheint diese Gefahr noch keineswegs gebannt. Vorlaeufig also erst einmal die unmit t e 1 b a r e Kriegsgefahr abzuwenden, ist die bedeutsame Aufgabe und erst danach mag man sich damit beschaeftigen, eine allgemeine friedliche Loesung der Nahostprobleme ansustreben, meint das Blatt. GEGEN DIE STELLUNG VON DAJAN Al Hamischmar polemisiert mit Sicherheitsminister Dajan, der in einer Ansprache vor Studenten seine Ansicht ausgedrueckt hatte, ein Frieden mit den arabischen Staaten sei in absehbarer Zukunft unwahrscheinlich. Die Zeitung meint es sei besonders ernst und bedauerlich, wenn ein Minister Zweifel an der Erreichbarkeit einer friedlichen Regelung im Nahen Osten aeussert. KOMMUNISMUS UND ANTISEMITISMUS Hajom beschaeftigt sicht mit den juengsten Enwicklungen in der Tschechoslowakei und verurteilt schaerfstens die antisemitischen Erscheinung e n dort. Das Blatt zeigt sich davon ueberzeugt, dass die oeffentliche Weltmeinung, die die Untermauerung des Sozialismus mit Hilfe von Bajonetten abgelehnt habe, auch den Trick ablehnen wird, antisemitische Gefuehle zu erwekken und auf diese Weise von den eigenen Misserfolgen des Kommunismus abzulenken. 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