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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1968-10-01 · 10 (Octubre, 1968) · p. Seite 21

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXX (1968)
Issue
10 (Octubre, 1968)
Date
1968-10-01
Page
Seite 21 (sequence 22)
Language
German
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OCTUBRE 1968 BOLETIN INFORMATIVO 21 DIE REPRAESENTANZ: Ausrang aus dem Protokoll der Sitzung vom IS. Juli 196S Der Praesident des Kollegiums, Herr Dr. Hermann Lehmann, eroeffnet die Sitzung um 20,40 Uhr. Nach Vorlesung und Genehmigung des Protokolles der letzten Sitzung berichtet der General-Sekretaer Herr Kurt A. Hofmann ueber das Ableben von sieben Mitgliedern und ueber 5 Neu-Aufnahmen; ueber die Erweiterung der Statuten-Kommission, ueber die Kultur-Veranstaltungen (Vortrag des deutschen Journalisten Rolf Vogel vom 11. Juni und des Ex-Botschafters Herrn Manuel Sänchez, angekuendigt fuer den 27. August). Er arwaehnt weiters den Modernen Gottesdienst vom 28. Juni und die fuer den 9. August angesetzte Wiederholung mit anschliessendem Oneg Shabat und Diskusion ueber “Judaismo-Israel, ¿dos conceptos opuestos?”, sowie das Winter-Seminar des Barcai, das von der B’ne Jisroel subventioniert wurde. Schliesslich kuendigt Herr Hofmann an, dass Her Gil Sinay am 30. Julio ueber die aktuellen Probleme des Judentums sprechen wird und berichtet ueber die Konferenz, die sich mit der Lage der Juden in der Sowjetunion beschaeftigt hat. Herr Dr. Reich fuegt hinzu, dass er mit der Centra in Verbindung stehe und dass diese die Entsendung des sheliaj in Jerusalem reklamiert habe. Ueber die Arbeit der Kommissionen berichtet Herr Dr. Reich, dass das Direktorium die Vereinigung der Kommissionen Jugend und Zweite Generation beschlossen habe und bedauert, dass die Plaene ueber die Instandsetzung des dritten Stockwerkes des Gebaeudes noch nicht in seinen Besitz gelangt sind. Nach einem Meinungsaustausch wird beschlossen, Herrn Adolf Schnitzer zum Leiter der vereinigten Kommissionen zu bestellen und ein neues Arbeitsprogramm zugunsten de Jugend auszuarbeiten. Zu diesem Zweck wird die neue Kommission am 23. Juli zusammentreten. Weiters wird berichtet, dass die Statuten-Kommission am 22. und die Kultus-Kommission am 29. Juli tagen werden. Herr Joaquin Rosenberg berichtet, dass die Religions- Schule von 36 Kindern besucht wird und schlaegt vor, fuer die Heranziehung von mehr Kindern zum Gottesdienst Sorge zu tragen. Zu diesem Zwecke wird beschlossen, die Schueler der Hebraeischen Schule zum Gottesdienst einzuladen. Herr Simonson tritt fuer eine groessere Verbreitung der Jugend-Beilage “Voz Infantil” ein und Herr Rabbiner Lubliner unterstuetzt diesen Antrag, indem er erklaert, dass das “Boletín Informativo” das einzige Presseorgan ist, das den Kindern interessante. Material bietet. Schluss der Sitzung: 23 Uhr. Sitzung vom 8. August 19' Nach Eroeffnung um 21 Uhr begruesst der Praesident Herr Dr. Herman Lehmann den Praesidentes des Comité Represantativo, Herrn Gil Sinay, der anschliessend ueber die Lage der Kollektivitaet berichtet. Er betont, dass er sich nach dem ersten Anschlag gegen die Juedische Schule an die zustaendigen Behoerden gewandt hatte, die eine Untersuchung und die besondere Bewachung der juedischen Organisationen zugesagt haben. Nach den spaeteren Anschlaegen gegen die B’ne Jisroel und den Círculo Israelita habe er neuerlich bei der Polizei vorgesprochen und wurde auch vom Innenminister empfangen. Man habe ihm erklaert, dass an der Aufklaerung der Attentate aktiv gearbeitet werde und das die Ueberwachung der Polizei verstaerkt worden sei. Anschliesend macht der Schatzmeister Alfred Berliner Vorschlaege fuer die Eintritts- und Spendenkarten fuer die Hohen Feiertage, die nach kurzer Debatte angenommen weden; Herr Dr. Reich berichtet, dass er fuer die Feiertage den Kantor Walter Bluhm aus Buenos Aires verpflichtet habe und laedt zu dem Vortrag ein, den der Ex-Botschafter Manuel Sánchez am 27. August in der Gemeinde halten wird. Schlieslich kuendigt er an, dass die Gemeinde am 26. Oktober einen Tanzabend zu Simjas Thora und zum 30. Gruendungstag der B’ne Jisroel veranstalten werde. BERICHT UEBER DEN WELTKONGRESS Herr Dr. Lehmann erteilt nochmals Herrn Gil Sinay das Wort zu einem Bericht ueber die Tagung in Genf, in welcher Dr. Nahum Goldmann ueber die gegenwaertige Situation des juedischen Volkes referierte. Er meinte, Israel muesse bedenken, dass seine Politik Rueckwirkungen auf das ganze juedische Volk habe, weshalb dieses vor wichtigeren Entscheidungen befragt werden muesse. Diese Ansicht stiess auf starken Widerstand seitens der Regierung von Israel. Das juedische Volk, meinte Dr. Goldmann, muesse eine neue Dach - Organisation (COJO), eine Zentrale juedischer Vereinigungen (Weltkongr e s s, Bene Berith, Amerikanisch- Juedischer Kongress, Britischer Delegierten - Ausschus etc.), bilden. Er bedauerte, das die juedische Intelligenz sich von Judentum und Zionismus abgewandt habe. Ueber die “Neue Linke” sagte Dr. Goldmann, das diese nichts mit dem Kommunismus gemeinsam habe, sondern eine nicht-konformistische Theorie sei, die den Erwachsenen ueber 30 Jahren jedes Vertrauen versage, weil diese “nur ihre Interessen schuetzen und das “Establishment” verteidigen”. Die jungen Leute der Neuen Linken unterstuetzen den Kampf der Neger, identifizieren sich mit den palaestinensischen Arabern in ihrem Kampf gegen Israel und sind gegen Gesetz und Ordnung. Sie sind nicht begeisterungsfaehig fuer Judentum und Zionismus was eine schwere Gefahr in sich schliesse. Die Reaktion gegen diese Erscheinungen verstaerke die konservativen Elemente (die gefestigte Position von de Gaulle in Frankreich, das Aufkommen des Neonazismus in West-Deutschland, der Sieg des konservativen Nixon in der republikanischen Parteikonvention i n den Vereinigten Staaten etc.) und koenne auch zu einer Festigung des juedischen Lebens fuehren. Das juedische Volk —sagte Dr. Goldmann— ist dank seiner nicht-konformistischen Religion am Leben geblieben; heute aber, fuegte er hinzu, seien die Juden das konformistischeste, bürgerlichste und kapitalistischeste Volk geworden. In Bezug auf Israel meinte er, dass der theokratische Staat, den die Orthodoxen anstreben, fuer die Jugend nicht attraktiv und dass die romantische Epoche des Kibutz vorueber sei. Derzeit fehlen in Israel grosse Denker und Intelligenzler der neuen Generation. Einige dieser Anschauungen des Dr. Goldmann stiessen auf solchen Widerstand, dass er sie spaeter berichtigen musste, indem er z.B. sagte, dass seiner Ansicht nach nur eine modernisierte Religion das juedische Volk retten koenne. Herr Levanon aus Israel bekaempfte einige dieser Ansichten, wobei er hervorhob, dass Israel noch sehr jung, dennoch aber trotz aller Entwicklungs - Schwierigkeiten emporgewachsen sei. DIE LAGE IN DEN VEREINIGTEN STAATEN Ueber dieses Thema berichtete der Rabbiner Joachim Prinz, dass die nordamerikanische Gesells c h a f t heute eine unglueckliche sei, in der es derzeit drei revolutionaere Tendenzen gebe: Die Revolution der Neger gegen die Weissen, die Revolution der Jungen gegen die Alten und die Revolution der Armen gegen die Reichen. Auf diese Weise sei die staendige Krise in den nordamerikanischen Staedten und die gegenwaertige Epoche der Gewalttaetigkeit zu verstehen. Viele Juden haetten gewisse Stadtviertel verlassen, die von Negern eingenommen wurden, deren buergerliche Rechte rein theoretisch seien. Sie verlangen z. B. Neger als Lehrer in den Negerschulen, aber in New York seien 80 Prozent der Lehrer in den oeffentlichen Schulen Juden und so entstand der “schwarze Antisemitismus”. Es bestehe auch ein Mangel an Rabbinern, weil viele der Absolventen der “yeshivot” den Rabbinerberuf nicht ausueben. Uber die Lage in Frankreich sagte Dr. Prinz, dass in den Studentenunruhen vom Mai unter vier Jugendfuehrern drei Juden waren und dass die Konsequenz daraus fuer das juedische Volk die antisemitische Politk von de Gaulle sei. Mit Bezug auf England legte er dar, dass dort jetzt ein Rassenkampf gegen die Neger-Einwanderung best ehe und dass die juedische Jugend einerseits gegen Rassismus, aber anderseits gegen die Neger sei. Zusammenfassend sagte Herr Sinay, dass im Augenblick angesichts der arabischen Propaganda und der “Neuen Linken” der Jugend eine juedische Vertretungskoerperschaft vorhanden sein muesste, die das ganze juedische Volk umfasse. Einer der Wege zu diesen Ziel sei die Verstaerkung der Gemeinden in der Diaspora. Herr Dr. Lehmenn dankt Herrn Sinay fuer seine interessanten Ausführungen. Im Hinblick auf die spaete Stunde werden die Debatte ueber die erwaehnten Probleme und die Behandlung der restlichen Punkte der Tagesordnung vorlaeufig zurueckgeste 11t. Schluss der Sittung: 23 Uhr] W I Z 0 Programm fuer November 1968. GRUPEEN: Ana Frank Lunes, 25 de Nov., 16 Hrs. Tarde de despedida. Raquel Shazar Martes, 5 de Nov., 16 Hrs. Charla sobre significado y costumbres del Kibbutz. Martes, 19 de Nov., 16 Hrs. Señoras A. de Bronfman, A. de Fisher: Los vitreaux de Chagall. Hanna Meisel Dienstag, 29 Okt., 16.30 Uhr. Frau Margot Schocken: Tevje, der Milchmann. Dienstag, 12. Nov., 16.30 Uhr. Frau Dulli Roesler: Blitzlichter einer Reise. Golda Meir INVITACION 10 INVITAMOS A VISITAR SIN COMPROMISO NUESTRA EXPOSICION, UNICA EN SU GENERO. NOVEDADES EN OBSEQUIOS Y REGALOS PUBLICITARIOS LE TRAEMOS DE LO NUEVO LO MAS NOVEDOSO Y LO MAS INTERESANTE DE TODO EL MUNDO. SI SU TIEMPO NO LE PERMITE PASAR, TENDREMOS SUMO AGRADO DE VISITARLO EN SU OFICINA O EN SU TIENDA. TENEMOS UN REPRESENTANTE PARA CADA CIUDAD DE ARICA A PUNTA ARENAS. VENTA POR MAYOR ARDEPR□ LUIS KYCHENTHAL Y CIA. LTDA. AGUSTINAS 925 - 6? PISO - OFS. 844-645 TELEFONOS 393939-398588 - SANTIAGO ¡ADELANTESE A LA PASCUA! Montag, 4. Nov., 20.30 Uhr. Frau Lotte Gutmann: Geheimnisvoller Orient. Montag, 18. Nov., 20.30 Uhr. Fragen und Antworten ueber Israel. H. Szold Donnerstag, 24. Okt., 16.30 Uhr. Frau Margot Kreis* berg: Auf den Spuren Adams. Donnerstag, 7. Nov., 16.30 Uhr. Besuch schoener Gaerten unter Leitung von Frau Dulli Roesler. Donnerstag, 21. Nov., 16.30 Uhr Dr. Julio Plaut: Zum 100. Geburtstag des Mahatma Ghandi. Ahawah Montag, 4. Nov., 16.30 Uhr. Frau Lene Back: Juedische Geschichte-einmal anders. Montag, 18. Nov., 16.30 Uhr. Die Gruppe feiert Geburtstag. Los demás grupos se reunirán según aviso telefónico.

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