Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXX (1968)
- Issue
- 6 (Junio, 1968)
- Date
- 1968-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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JUNIO 1968 BOLETIN INFORMATIVO 23 “Lebenskreise”... (Schluss von Seile 19) auszuweichen, und, was die ueblichen Argumente gegen die Religion von naturwissenschaftlicher Seite her betrifft, so war Fraenkel schon frueh zu der Gewissheit gelangt, dass hier kein Widerstreit bestehen koenne, weil die Ebenen wesensverschi e d e n sind. Er war der Meinung, die heute von fast allen religioesen Juden geteilt wird, die vermeintlichen “Widersprueche” kaemen dadurch zustande, dass entweder die “Religioesen” aus der Bibel und anderen Quellen Tatsachen naturwissenschaftlicher Art herauslesen wollen, deren Ort nicht in religioeser Natur liegen kann, oder dass die Naturwissenschaftler die “Nichtexistenz Gottes” durch dessen Nichtauftreten in der Naturwissenschaft erweis e n wollen. Fuer Fraenkel, den Naturwissenschaftler, ist es klar, dass es Kraefte und Werte gibt, die ausserhalb der beobachteten Natur und sogar ueber ihr stehen, moeglicherweise sogar die Quelle jener Natur darstellen. Die mathematischen Probleme, die Fraenkel in seinem Buche notgedrungen oberflaechlich behandeln muss, werden nur die Sachkundigen interessieren. 1923 und 1927, also als Mann von Anfang Dreissig, hatte er bereits seine aufseheneri’egenden Arbeiten ueber “Einleitung in die Mengenlehre” und “Grundlegung der Mengenlehre” verfasst. 1919 war er Privatdozent in Marburg, bald “ausserordentlicher Professor” und spaeter Ordinarius; in dieser Eigenschaft erfolgte seine Berufung nach Kiel, von wo er dem Rufe an die 1925 begruendete Jerusalemer Universitaet Folge leistete. Dies war zunaechst ein zweijaehriger Urlaub, aus dem logischerweise nach dem Jahre 1933 eine Daueruebersiedlung wurde. 1938 - 40 war Fraenkel Rektor der Hebraeischen Universitaet. Der Gelehrte hatte als deutscher Universitaetslehrer nur sehr selten unter antisemitischen Angriffen zu leiden gehabt. Vielen Nichtjuden floesste seine religioes-konservative und zionistische Einstellung grossen Respekt ein, und es sind immer wieder das Elternhaus und die vielseitige Erziehung, die er hatte geniessen duerfen, die ihm einen festen Halt im Leben gaben. Ein ganz besonderes Kapitel widmet er seinem Vater, dem Kommerzienrat Siegmund Fraenkel, der in juedischen und allgemeinen oeffentliehen Angelegenheiten eine wichtige Rolle gespielt hatte, ein weitsichtiger Mann gewesen ist, der seit 1917 mindestens Deutschlands Zusammenbruch vorausgesehen und, aehnlich Albert Ballin, schwer hierunter gelitten hatte. Auch er, der beruehmte Sohn, hatte die Kriegsjahre, gegen Ende seiner Studien, im Felde zugebracht, wenn auch als Sanitaeter und schwere Gefahren bestanden. Auch dieses Buchkapitel verdient die staerkste Beachtung. Und schliesslich sei noch aus der Fuelle der auftretenden Figuren Prof. Hensel erwaehnt, der Christ war, aber dadurch “abgestempelt” wurde, weil er der Nachkomme jenes Hensel gewesen ist, der als Gatte der Schwester Mendelssohn-Bartholdys in die juedische Kulturgeschichte eingegangen war. So bringt dieses Buch einem jeden, der sich fuer juedische Geistesgeschichte, insbesondere des ehemaligen deutschen Kulturkreises, interessiert, viele gute Anregungen ,und man lernt einen Menschen kennen, der mitdazubeigetragen hat, das Niveau der heutigen Hebraeischen Universitaet zu bestimmen, die damals, als er die Professur uebernahm, noch in den allerersten Anfaengen stand. CURT WILK WIRTSCHAFTS¬ BAROMETER Beschaefiigung: Die Arbeitslosigkeit ist weiter im Rückgang begriffen, 10.000 Erwachsene und 400 Jugendliche werden bei Notstandsarbeiten beschaeftigt, 6.000 Erwachsene und 800 Jugendliche sind voll erwerbslos, ferner sind 640 Akademiker als arbeitslos gemeldet. Die Reserve an Arbeitskraeften wird in diesem Jahre um 26 bis 28.000 wachsen. Bis zum Jahresende wird die Zahl der Arbeitslosen nach Meinung des Arbeitsministeriums auf ein Minimum sinken. 1700 FREIWILLIGE GEBLIEBEN Der Vorsitzende der Histadrut-Kommission für die Behandlung der Freiwilligen, J. Bankover, gab bekannt, dass von den Freiwilligen, die nach dem Sechstage-Krieg ins Land kamen, ca. 1700 in Israel geblieben sind, davon 1200 in landwirtschaftlichen Siedlungen. Waehrend des Januars und Februars sind zwei Freiwilligen-Gruppen aus den USA und Südamerika nach Israel gekommen und befinden sich in landwirtschaftlichen Siedlungen. FREMDENVERKEHR REKORD Jerusalem, JH). — Wie das Touristikministeruim in Jerusalem mitteilte, sind waeh rend der ersten zwei Wochen im Monat April ca. 35.000 Touristen (eine Rekordzahl) im Lande eingetroffen. Alle Hotels in den groesseren Staed ten des Landes sind voll belegt. Im Vergleich dazu hatte der gesamte April 1967 nur 30.000 Touristen gebracht. Gespensterwelt... (Schluss von Seite 17) sich kostenmaessig nicht teurael auszuschalten, erwaegt ren. auch Kairo den 100 Millionen ERDOEL-LEITUNG Dollar-Bau einer Rohrleitung DURCH ISRAEL und zwar parallel zum Suez- Auch Israel bemueht sich Kanal, durch die 50 Millionen um einen Anteil an den Oel- Tonnen Erdoel im Jahr fliestransporten. Bereits im sen soll. Die Alternative fuer naechsten Jäher soll eine Erd- Aegypten waere eine radikale oel-Leitung von Eilat am Erweiterung und Vertiefung Roten Meer nach Aschkalon des Kanals, um die Supertanam Mittelmeer in Betrieb geker durchschleusen zu koennommen werden. Die Durchnen. Aber die haengt natuerlaufkapazitaet der 106 Zentilieh von der politischen Entmeter starken und 260 kilo- Wicklung ab, die in Schifmeter langen Oelleitung wird fahrtkreisen nicht sehr optlbei voller Ausnutzung auf 60 mistisch beurteilt wird. So Millionen Tonnen im Jahr verhat z.B. die groesste Schifanschlagt, was einem Drittel fahrtgesellschaft fuer den der Kapazitaet des Suez-Ka- Passagierverkehr, die britinals gleichkommt. Der Hinsehe P. & O. Linie die Fahr- und Rueckweg vom Persiplaene bereits vor das Jahr sehen Golf nach Rotterdam z. 1969 auf die Kap-Route ab- B. betraegt 22.500 Meilen gestimmt. Der Vorsitzende des ueber das Kap, 17.700 Meilen Aufsichtsrates, Sir Donald durch den Suez-Kanal und Anderson, erklaerte, dass man koennte durch die von Israel sich niemals wieder ganz auf geplante L a n d—Oelleitung den Suez-Kanal .wird verlasauf 12.900 Meilen verkuerzt sen koennen, “denn er ist ein werden. Instrument der Kriegsfueh- Un die Konkurrenz von Isrung und Politik geworden”. ^WWWlVWWVMWWWWWWAWWftA/WWMWWWW^ Grosse Auswahl in Nationalen, auch Perser Teppichen Teofilo Schneider Av. Bustamante 6 — direkt am Plaza Italia — Fono 495243 — Auch fachmaennische Reparaturen und Reinigungen. Stefan Laskowitz Joyero Ahumada 254 — Local 30 Fono 6 9 4 6 4 Daunendecken mil importierten Daunen Steppdecken Fabrik "Marcelo" Max Wetzstein de Sohn Av. M. Montt 2656 Fono 43379 Neubeziehen und Umarbeitungen Modernste importierte Bezugsstoffe u. Inletts staendig auf Lager. Schlafsaecke fuer Ausfluegler Komme einmal im Monat nach Viña u. nehme Auftraege entgegen. m JHZT IN ISRAEL GEWAEHLT WH Wenn jetzt die Wahlen zum israelischen Parlament stattfinden wuerden, koennte die MAI (Vereinigte Arbeiterpartei) mit 45,2% der Stimmen rechnen, stellte kuerzlich das israelische Meinungsforschungsinstitut fest. Nach der Vereinigung von Mapai, Achdut Haavodah und Rafi zur MAI sei keine andere israelische Partei stark genug, und ohne Koalition mit anderen Parteien die Regierung zu bilden. Die Analyse zeigt ferner, dass der linksstehenden Mapam ein Anschluss an die MAI weitere 7,6 Prozent der Stimmen eingebracht haette, was die Wahrscheinlichkeit einer Einparteien-Regierung zur Folge gehabt haette. Die Meinungsforscher nennen fuer den Fall einer Wahl zum gegenwaertigen Zeitpunkt folgendes Ergebnis; MAI 45,2 Prozent (bei den letzten Parlamentswahlen 44,6), Gahal 20,5 Prozent (21,3), Mapam 7,6 (6,6), Hapoel Hamizrachi 8,1 (8,9), Agudath Israel und Poali Agudath Israel 5,5 (5,1), Freie Liberale Partei 2,1 (3,8), Haolam Haze 1,2 (1,2), Kommunisten 4,4 (3,4) und andere kleinere Parteien insge- Scimt 5 4 (5 1) DAM- “ZUERST JUDE, DANN ISRAftl!” In einem Interview mit der amerikanischen Zeitschrift “Look” haben fuehrende juedische Persoenlicbkeiten ihre Meinung geaeussert ueber den juedischen Charakter des Staates Israel fuer den Fall, dass die besetzten Gebiete Teil des israelischen Staates werden. Moshe Dayan erklaerte: “Falls die Araber in unserem band die Mehrheit oder fast eine Mehrheit bilden sollten, bliebe Israel ein Teil des Nahen Ostens, aber es wuerde aufhoeren, das Land des juedischen Volkes zu sein. Ich wuensche, dass Israel ein juedischer Staat bleibt. Ich bin vor allem Moshe, nicht General Dayan — an erster Stelle bin ich Jude, an zweiter Israeli!” Ueber seine Haltung den Arabern gegenueber sagte Dayan: “Ich hege keinen Hass gegen sie”. (Juedischer Presse-Dienst) NEUES AUS ISRAEl- El Al, die Fluggesellschft Israels, hat von Jahr zu Jahr mehr Flugzeuge, mehr Flugreisen, mehr Passagiere und — weniger Stewardessen. Gegenwaertig laufen zwei einmonatige Kurse für diesen vielgesuchten Beruf junger Damen. 400 Anwaerterinnen hatten sich gemeldet. Doch nicht einmal ein Zehntel aller Damen, die gerne in die Luft gehen wollten, entsprachen den strengen Anforderungen unserer Luftlinie. Nur 35 Kandidatinnen konnten, akzeptiert werden. Die meisten Anwaerterinnen scheiterten an ungenügenden Kenntnissen der englischen Sprache, die jede israelische Luftstewardess ausser Hebraeisch beherrschen muss. Welches sind die übrigen Anforderungen, die El Al an diese Fluggastbetreuerinnen stellt? Abgesehen von den allgemein üblichen des guten Aussehens, des freundlichen Benehmens, der grossen Geduld, müssen sie eine abgeschlossene hoehere Schulausbildung haben und — unverheiratet sein. Und gerade das Letztere scheint eine grosse Schwierigkeit zu sein. Denn wer so viel gute Eigenschaften besitzt, findet meist auch schnell einen Ehemann. Andere Fluggesellschaften, die den gleichen Schwierigweiten begegnen, haben daher schon laengst auf das Kriterium der Ehelosigkeit der Stewardessen verzichtet, und ein Sprecher der El Al-Gesellschaft meinte kürzlich, dass in Amerika sogar guterhaltene und vorzüglich gepflegte und zurechtgemachte — Grossmütter diesen Beruf ausüben. Das Telefon in Israel wird billiger — das heisst die Anlage eines Telefons. Bis vor zwei Jahren etwa betrug der Preis 450,— IL, was damals soviel wie 600,— DM bedeutete. Dann kam man auf den glorreichen Einfall, den Preis für eine Telefonanlage nahezu zu verdoppeln und auf 850,— IL zu erhoehen — in der irrigen Annahme, dass, wer ein Telefon haben will, jeden Preis zu zahlen bereit ist. Doch die Liste der Telefonbegehrenden ging derart schnell zurück, dass die Behoerden sich nun entschlossen, wieder zu dem alten Preis zurückzukehren. Man rechnet übrigens damit, dass es in zwoelf Jahren, also im Jahre 1980, etwa eine Million Telefonanlagen in Israel geben wird. Heute haben wir über 200.000 direkte Telefonlinien mit etwa 315.00Ö Telefonapparaten. Auf je hundert Einwohner des Landes, so besagen die Statistiker, entfallen 14,3 Telefonapparate. Diplomatische Beziehungen zwischen Ungarn und Israel bestehen seit dem Sechstagekrieg zwar nicht mehr — doch die Apfelsinen aus Israel finden auch weiter ihren Weg nach Ungarn. 40.000 Kisten Zitrusfrüchte wurde kürzlich dorthin verschifft, ohne jedoch den Stempel „Israel Produkt” zu tragen. calefacción Merced 488 Tel. 394244 (CjAMING Providencia e*q. Carlos Anlúnes Tel. 254345 Fábrica. Santa Rosa 5590 Tel. 682326