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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1968-01-01 · 1 (Enero, 1968) · p. Seite 17

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXX (1968)
Issue
1 (Enero, 1968)
Date
1968-01-01
Page
Seite 17 (sequence 17)
Language
German
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ENERO 1968 BOLETIN INFORMATIVO 17 (Zum 30. Todesiage Prof. Warburgs am 10. Januar). Eine der interessantesten Erscheinungen in der zionistichen Bewegung war zweifellos der Professor fuer Botanik an der Berliner Universitaet Dr. Otto Warburg (geb. 1859), der vor dreissig Jahren, am 10. Januar 1938, im 79. Lebensjahr zu Berlin verstarb. Er war der einzige Zionist aus dem mitteleuropaeischen, deutschsprachigen Kulturkreise, der an die Spitze der Weltorganisation des Zionismus berufen worden war und dieses verantwortungsvolle Amt von 1911- 1920 bekleidet hatte. Durch fast vier Jahrzehnte ist dieser vornehme Gelehrte von ausserordentlicher Bedeutung fuer den praktischen Aufbau im Lande und damit zugleich fuer die kuenftige Staatsgruendung gewesen. Schon auf den beiden ersten Zionistenkon g r e s s e n nach dem Tode Theodor Herzls, 1905 und 1907, hatte es heftige Meinungskaempfe um die Notwendigkeit gegeben, praktische, kolonisatorische Arbeit in Palaestina in die Wege zu leiten. Der 8. Kongress hatte mit dem Siege der “Praktischen Zionisten” geendet, welche nur von praktisch-siedlerischer Taetigkeit ein Entgegenkommen der Kaiserlichen Tuerkei, der damaligen Herrin Palaestinas, erwarteten. Damals war es vor allem auch der erst 34-jaehrige Dr. Chaim Weizmann, der in landwirtschaftlichen F o r tschritten in Erez Israel die staerkste treibende Kraft fuer den Zionswillen desjuedischen Volkes erblickte. Eine “Synthese” zwischen politischem und praktischem Zionismus sei noetig. Doch erst der 10. Kongress zu Basel, 1911, verwirklichte den Plan, das allzusehr auf “Nur Politik” ausgerichtete “System Wolffsohn” des Nachfolgers Herzls, durch die Vereinigung der besten Kraefte des russischen und des deutschen Zionismus abzuloesen. Damals trat Prof. Otto Warburg an die Spitze, und es begann die sogenannte “Berliner Epoche” die bis ueber den Weltkrieg hinaus reichte. Warburg ist, seit er zu Anfang des Jahrhunderts Zionist geworden war, fuer praktische Arbeit im Lande eingetreten. Die geistige Welt der Bewegung und das religioese Moment lagen ihm fern, und die russischen Freunde verstanden nicht ganz leicht diesen “deutschen Naturwissenschaftler”, der niemals in die Synagoge ging und kein Hebraeisch beherrschte. Doch Warburg erkannte frueh, dass das juedische Siedlungswerk in Palaestina organisch reifen muesse. Deshalb nahm er auch nur geringen Anteil an den ideologischen Meinungskaempfen innerhalb der Bewegung, obwohl er seit 1899 schon mit Herzl in brieflichem und muendlichem Gedankenaustausch gestanden hatte. Nun, 1911, war er Praesident des "Engeren Aktionscomites”, wie man die Weltexekutive damals nannte; ihn unterstuetzten drei russische Zionisten, Victor Jacobsohn, Schmarjahu Levin, Nahum Sokolow und ein deutscher Zionist, Arthur Hantke.Nun konnte Warburg in enger Verbindung mit dem grossen Praktiker der Kolonisation Dr. Arthur Ruppin, der bereits 1908 als Leiter des Palaestinaamtes nach Jaffa gegangen war (Tel Aviv entstand erst 1909), die von diesem eingeleitete praktische Arbeit im Lande auf breitere Basis stellen. In der Ideologie des Zionismus sah Warburg stets etwas Unvermeidliches, das er hinnahm, ohne sich viel damit zu beschaeftigen; ihm lag in ersten Linie an der Tat. Judennot und das kolonisatorische Experiment hatten ihn zum Zionismus gebracht, der dann sein Lebensinhalt wurde. Israel kennt seine Bedeutung, weil viele Institutionen im Lande auf seine Initiative zurueckgehen. Und die ganze juedische Welt sollte ihn in dankbarer Erinnerung behalten. Curt Wilk Daunendecken mit importierten Daunen Steppdecken Fabrik "Marcelo" Max Wetzstein 6c Sohn Av. M. Montt 2656 Fono 43379 Neubeziehen und Umarbeitungen Modernste importierte Bezugsstoffe u. Inletts staendig auf Lager. Schlafsaecke fuer Ausfluegler Komme einmal im Monat nach Vina u. nehme Auftraege entgegen. Das erste deutsche Lexikon des Judentums seit 30 Jahren Chefredakteur: John F. Oppenheimer unter Mitarbeit von Emanuel bin Gorion, E. G. Lowenthal, Hanns G. Reissner und zahlreichen Wissenschaftlern. Lexikon des Judentums (Philo-i .exikon) 496 Seiten, über 200 Fotos auf 32 Kunstdrucktafeln, 6000 Stichwörter, Abhandlungen, exakte Daten, Tabellen, Übersichten, Literaturangaben. Großformat. Leinen DM 65,-. 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Bertelmann-Verlag in Guetersloh nach langer, sorgfaeltiger Vorbereit u n g herausbrachte, stellt eine echte Kulturtat dar, wenngleich, wie dies in solchen Faellen stets zu sein pflegt, dieser oder jener Schoenheits— oder Unterlassungsfehler festzustellen ist, Das Werk bringt auf fast 450 Seiten mit rund 150 Fotos und 32 Kunstdrucktafeln in etwa 6000 Stichwoertern —darunter gibt es eine Anzahl ausfuebrlicher Lexikonartikel— eine grossartige Uebersicht aller Aspekte des Judentums und ist in drei grosse Gesamtgebiete auf ge teilt: “Geschichte des juedischen Volkes von den biblischen Anfaengen bis zur Gegenwart”. “Die Juden als Gruppen oder Einzelpersonen innerhalb der verschiedenen Gemeinschaften national - staatlicher oder kulturell - wirtschaftlicher Art”. “Die juedische Religion” oder “Die Lehren des Judentums”. Der Rahmen des Werkes wurde weitgespannt, so dass alle Themen behandelt werden konnten, die man als juedisch oder als im Zusammenhänge mit juedischer Denkungsart stehend bezeichnen kann. Dass der Staat Israel, die Geschichte seiner Entstehung und Entwicklung, das zionistische Problem und einiges von Ideologie und Bedeutung der zionistischen Bewegung eroertert werden, ist selbstverstaendlich. Dieses Werk, unter der Chefredaktion von John F. Oppenheimer und unter der Mitwirkung vieler anerkannter Wissenschaftler entstanden, besitzt einen Vorlaeufer im “Philo-Lexikon”, das zwischen 1934 und 38 in vier Auflagen mit ueber 30.000 Exemplaren erschienen war und in jener Epoche der Naziherrschaft den in Deutschland noch verbliebenen Juden eine Quelle der Ermunterung und der Beschaeftigung mit juedischen Werten gewesen ist. Wandte man sich damals mit diesem Handbuch, das Menschen, die abseits gestanden hatten, einen neuen Zugang zum Judentum eroeffnete, nur an Juden, so duerfte das neue Lexikon den Bogen weiter gespannt haben. Fuer die deutschsprechenden, vielfach aelteren Juden von heute allein haette das grosse Werk vielleicht nicht unternommen werden muessen. Hier ergibt teich aber die Moeglichkeit, auch nichtjuedischen Deutschsprechenden Wesentliches ueber Juden und Judentum zu vermitteln. Nach menschlicher Voraussicht werden weite Kreise wohlwollender Nichtjuden ihre Kenntnis von juedischen Dingen erweitern bezw. auf eine ganz neue Basis stellen wollen. So bahnen sich hier schoene Zukunftsperspektiven an. Bedauerlich ist aber, um zwei Versehen hervorzugeben, dass unter dem Kapitel “Rabbinerseminare” das seit fuenf Jahren bestehende “Lateinamerikanische Rabbinerseminar” zu Buenos Aires nicht erwaehnt wurde, und dass die “Bar-Ilan-Universitaet zu Ramat Gan” (Israel) als “Rabbinerseminar” bezeichnet wurde, was sie nicht ist; es handelt sich hier um eine allgemeine Hochschule auf strengreligioeser Basis. Curt Wilk 1000 ARABER IN JERUSALEM BESCHAEFTIGT Etwa 1000 arabische Arbeiter und Angestellte arbeiten gegenwaertig in Jerusalem bei juedischen Arbeitgebern. 700 von ihnen haben die Arbeitsstelle ohne Vermittlung des Arbeitsamtes erhalten, da sie sich zu billigen Loehnen anboten. Die meisten der Aroeiter sind in der Bauwirtschaft beschaeftigt, ein geringerer Teil in t,or Industrie und in Dienstleistungen. Waehrend ein einfacher Arbeiter, der auf dem ueblichen Wege zu einer Arbeitsstaette gelangt, einen Minimallohn von IL 16,5 verdient, begneugt sich ein arabischer Arbeiter mit IL 8 bis IL 10. Das Arbeitsamt hat letztens mehr als 40 Verfahren gegen Arbeitgeber eingeleitet, die sich nicht des Arbeitsamtes bedienten, doch wurden nur zwei von ihnen praktisch gerichtlich belangt. Der Jerusalemer Arbeiterrat fordert von der Regierung und vom Arbeitsministerium strengere Massnahmen gegen Arbeitgeber, die Arbeiter ohne amtliche Vermittlung annehmen. RECEPCION DE AVISOS LOS SERENOS 476 OS 23 FONO 87765

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