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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1967-11-01 · 11 (Noviembre, 1967) · p. Seite 19

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXIX (1967)
Issue
11 (Noviembre, 1967)
Date
1967-11-01
Page
Seite 19 (sequence 19)
Language
German
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NOVIEMBRE 1967 BOLETIN INFORMATIVO 19 W. I. z. o. 20 JAHRE A.T.I. Wenn wir auf das jetzt zu Ende gehende Arbeitsjahr zurueckschauen, koennen wir es eines unserer erfolgreichsten nennen. Dementsprechend konnte unsere Praesidentin Lene Back bei der letzten Plenarsitzung der Federation Wizo ein Lob fuer uns alle entgegen nehmen, und wir selbst stellen mit Freunde fest, dass endlich die schon lang begonnene Erneuerung der Gruppen und ihrer Selbstaendigkeit in ein erfreuliches Stadium eingetreten ist. Jede Gruppe der 9 bestehenden, von der aeltesten bis zur juengsten, ist bemueht, sich durch viel Initiative und Arbeitsfreude hervorzutun, und das bringt das entsprechende Resultat fuer Israel. Unserem “Wizo Shop’’ unter Leitung von Elena Weiss und Lotte Katz und ihren langjaehrigen “montaeglichen” Mitarbeiterinnen ganz besondere Anerkennung an dieser Stelle im Namen des ganzen Centro. Ihrer aller Arbeit hat einen grossen Anteil an unserem Erfolg, und ihre Handfertigkeit und Phantasie werden immer von allen bewundert. Anlaesslich eines Tees, den man ihnen an einem Montagnachmittag spendete, drueckte unsere Praesidentin unser aller Dank aus. Bei der jaehrliehen Kermesse der Federation Wizo am 12. November nimmt unser Cenro aktiven Anteil. Nicht allein mit Spielgruppen, sondern auf spezielle Anregung der “Anne Frank’’ wird auch die Wahl einer Puppen-Koenigin mit Verkauf von Votos veranstaltet. Dem geht ein Desfile * der schoenstén Puppen eines jeden Kindes voraus, das sich durch das ganze Estadio Israelita bewegt. Eine schoene, neue Idee, die hoffentlich den gebuehrenden Anklang findet. Der traditionelle Abschiedsnachmittag fuer alle Gruppen findet in diesem Jahr wieder im Est. Israelita statt, und zwar am Dienstag den 12. Dezember, um 4 Uhr mit Once und kleinem Programm. So haben unsere Chaveroth einmal Gelegenheit, sich ohne die ueblichen Sorgen um die gemeinsame Arbeit zu treffen (abgesehen von dem bevorstehenden “Día de Veraneo”) und das Jahr kann so mit einer heiteren Note zu Ende gehen. Programm fuer den Monat Dezember Abschiedsnachmittage: Fuer alle Gruppen gemeinsam Dienstag 12.12., im Estadio Israelita Hanna Meisel 19.12., Av. Portugal 810. Vera Weizmann 4.12., nach telef. Benachrichtigung Henrietta Szold im Hause von Lene Back. Datum nach telef. Benachrichtigung Ahavah 5.12., Vortrag: Ilse Bab: Meine neuesten Eindruecke aus Israel. Golda Meir 8.1. 1968 Kalonioth 18.12., Despedida al aire libre, en casa con piscina Anna Frank Sábado 25.11., Asado de Despedida con maridos. Casa Dorrit Langsam. Fono 282173. Emunah P’iesta de Año Nuevo. Sede según aviso. Raquel Shazar, Según aviso. Stefan Laskowitz Joyero Ahumada 254 — Local 30 — Fono 69464 Grosse Auswahl in Nationalen, auch Perser Teppichen finden Sie immer bei Teolilo Schneider Av. Bustamante 6 — direkt am Plaza Italia — Fono 495243 Auch fachmaennische Reparaturen und Reinigungen. Recepción de AVISOS del BOLETIN INFORMATIVO Los Serenos 476-04. 23 Catedral altura 1250 - Tel. 87765 Horas de Glicinas 9-15 y 14 -18 Ein genaues Datum ist nicht mehr feststellbar, wir wissen nur, es war im Jahre 1947, als Martin Michel, Leo Winter und Bernhard Katz Einladungen an die ihnen bekannten juedischen Handwerker verschickten, mit der Aufforderung, zwecks Gruendung eines juedischen Handwerker-Vereins zusammen zu kommen. Man traf sich zunaechst im Lokal der frueheren ORT- Schule in der Irarrázaval. Da die Kaelte des Raeumes dem Schmieden unserer kuehnen Plaene unbekoemmlich war, zog man bald in die gemuetlichen Raeume des Club Húngaro an der Plaza Italia um. Hier begann der Verein Form und Leben anzunehmen. Ein provisorischer Vorstand unter Leitung von Martin Michel wurde gewaehlt und die Statuten entworfen. Die Bezeichnung A.T.I. wurde gepraegt als Abkuerzung unseres offiziellen Namens: Asociación Israelita de Técnicos, Industriales y Agricultores (damals hatten wir noch einen). Gegen Ende des Jahres hatte die A.T.I. ca. 50 Mitglieder und zu den Versammlungen erschienen sie hundertprozentig. Alle waren juenger, alle hatten Plaene und alle Ideale. Im Jahre 1948 begann der Vorstand mit der Ausarbeitung der Statuten. Am 13. November jenes Jahres fand der erste A.T.I. Ball statt, der ein voller Erfolg war und im Laufe der Jahre zu einer Tradition geworden ist. Dank der durch diesen Ball erreichten Publizitaet erhoehte sich die Zahl der Mitglieder in kurzer Zeit auf das Dreifache. Das erste Protokoll ueber A.T.I. Versammlungen berichtet ueber eine Sitzung vom 16. November 1949 im Club Húngaro, in welcher als erster Punkt die Vorbereitungen zum 2. A.T.I.-Ball debattiert wurden, der am 8. Dezember stattfinden sollte. Anschliessend wurde ueber Arbeiterfragen, Bezahlun gen des Urlaubs und aehnliches Daunendecken mil imporiierten Daunen Steppdecken Fabrik "Marcelo" Max Wetzstein 4c Sohn Av. M. Montt 2656 Fono 43379 Neubeziehen und Umarbeitungen Modernste importierte Bezugsstoffe u. Inletts staendig auf Lager. Schlafsaecke fuer Ausfluegler Komme einmal im Monat nach Vina u. nehme Auftraege entgegen. diskutiert. Unterzeichnet ist dieses Protokoll von Herbert Ehrenhaus, Schriftfuehrer, djem ersten der A.T.L, der heute in Miami, USA, lebt. Das folgende Protokoll vom 14.12.1949 berichtet vom finanziellen Erfolg des 2. A.T.I. -Balles, sage und schreibe 20.000 pesos. Anschliessend sprach unser Contador Werner Schnitzler ueber neue Steuergesetze, ein Thema, das ebenfalls zur Tradition geworden ist. Am 15.2.1950 versammelte man sich erstmalig, laut Protokoll, “in den Raeumen des Herrn Auerbach, Portugal 807, gegenueber dem Gemeindehausbau’’. Unter anderem wurde fuer den kommenden Monat bereits ein weiterer Vortrag von Herrn Schnitzler ueber neue Steuern angesetzt. In der nun folgenden Zeit wurde die Ausarbeitung der Statuten beendet und die Sterbekasse gegruendet. Spiritus rector dabei war m erster Linie Vizepraesident Leo Winter, dessen kategorische Beweisfuehrung “bei uns in Duesseldorf” nicht nur seine enormen Erfahrungen beim juedischen Handwerkerverband dieser Stadt in die Wagschale warf, sondern zu einem gefluegelten Wort wurde, das noch heute in der A.T.I. Gueltigkeit hat. Der Abschluss der eigentlichen Gruendungs - Periode war die General - Versammlung vom 24.5.1951, auf der diese Statuten definitiv angenommen wurden, in Anwesenheit von Notar Luis Alvarez Azöcar und Rechtsanwaeltin Frau Sofia Mayanz. Beide waren erschienen, um die Formahtaeten fuer die “Personería jurídica” zu erledigen. 6 Jahre spaeter war dann auch wirklich alles unter Dach und Fach: Vor 10 Jahren, also 1957 erhielt die A.T.I. die “Personería jurídica”. Am 27. Mai 1962 wurde Bernhard Katz zum Presidenten der A.T.I. gewaehlt und ist es bis zum heutigen Tage geblieben. Er hat erkannt, dass die Voraussetzungen, unter denen der Verein 1947 gegruendet wurde, nicht mehr ganz zutreffen. Aus vielen Handwerkern sind heute prosperierende Unternehmer geworden, die kaum noch dazu kommen, Werkzeuge oder Maschinen anzufassen. Dementsprechend hat er die Leitung der A.T.I. neu orientiert. Bei Versammlungen stehen immer interessante Persoenlichkeiten als Referenten zur Verfüegung, oder auch Kulturfilme, die uns von den Botschaften Israeli, der USA und der BRD ins Haus geschickt werden. Und da wir gerade das Haus erwaehnen, moechten wir dank bar feststellen, dass die A.T.I. im Gemeindehaus der S.C.I. B’ne Jisroel immer einen Raum und ein Heim hat, in welchem sie ihre Versammlungen abhalten kann. Fuer den gemuetlichen und kollegialen Charakter dieser Veranstaltungen ist die A.T.I anderen Organisationen ein Vorbild. Und so wuenscheti wir Bernhard Katz und seinen Kollegen alles Gut# fuer die Zukunft und hoffen, dats wir in weiteren 20 Jahren dann berichten koenen, wie es weiter ging. H. Herz II. Sommerschule in Viña dei Mar: JUDENTUM IM 20. JAHRHUNDERT Wer seine Sommerferien jetzt plant, sollte daran danken, in Februar des kommenden Jahres nach Viña del Mar zu fahren. Die besondere Attraktion für jüdische Kurgaeste wird die Sommerschule für Erwachsenenbildung sein, die zum ersten Mal im vergangenen Februar durchgeführt wurde und für jeden unvergesslich gebleben ist, der an ihr teilnahm. Ach in diesem Jahr zeichnen die Jüdische Gemeinde in Valparaiso durch ihr "Permanentes Institut für jüdische Studien”, B’ne B’rith von Chile gemeinsam mit WIZO und CUJ für die Organisation verantwortlich. Das Thema der Sommerschule ist “Judentum in 20. Jahrhundert“. Die Seminare finden abends con 21.30 bis 23 Uhr statt, so dass sie jedem erlauben, waehrend des Tages die verdiente Erholung am Strand zu finden. Einige Kurse (jeder Kurs besteht aus drei Abenden) seien hier angeführt: Für diejenigen, die Belehrung in Grundfragen des Judentums suchen, sind die Kurse “Das jüdische Gesetz im Alltagsleben“ “Das Talmmud-Traktat Perek hashalom“ gedacht. Geschichtlich interessierte Hoerer finden “Demographie des jüdischen Volkes in der Gegenwart“ und “Die Bedeutung Israels in der jüdischen Gegenwart“. Liebhaoern der Literatur bietet sien “Isaac Bashevis Singer und sein Werk in der jüdiscnen Seele“. Aktuell# Fragen von besonderem Interesse behandelt das Seminar “Das jüdische Leben und seine Organisationen in Chile“. Intensive Arbeistkreise, grosse Veranst altungei, Kabbala th Schabbath und eme "peña folklórica” gehoeren zum weiteren Programm der Sommerschule. Eine neue Einrichtung ist ein umfangreiches Programm, jüdischen Hochschulstudenten zu ermoeglichen, an der Sommerschule teilzunehmen. Stude n t i n n e n wird die Moeglichkeit geboten werden, bei jüdischen Familien unentgeltlich einquartiert zu werden, waehrend für die Studenten gemeinsame Schlafraeume eingerichtet werden. Interessenten tun gut daran, sich umgehend wegen weiterer Daten an die Leitung der Sommerschule (Señor Director de la Escuela de Verano, Casilla 1231, Valparaíso) zu wenden. Die Sommerschule finden vom 2. bis zum 16. Februar statt. Die jüdische Presse wird laufend über dieses Ereignis berichten, dass zweifellos ein Hoehepunkt im kulturellen Leben der chilenischen Juden darstellt.

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