Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXVIII (1966)
- Issue
- 12 (Diciembre, 1966)
- Date
- 1966-12-01
- Page
- Seite 25 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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IMCIÈMBRÈ 1966 BOLETIN INFORMATIVO 23 Harmonie von Orient und Okzident F1R TI ISRAEL FOLK DUG Sie kamen, sangen und begeisterten auf ihrer Deutschland-Tournee nachhaltig. Da treten vierzehn israelische Volkssaenger und Taenzer zum erstenmal im Ausland auf und es gelingt ihnen, in sehr kurzer Zeit vertraut zu machen mit typisch israelischer Melodik. Innerhalb von drei Jahren hat Zwi Zamir, der von den Karmon Israeli Dan c e r s kommt, ein Ensemble geformt, das volkstuemlichen kultivierten Gesang und Tanz pflegt, in denen orientalische und ökzidentale Bestandteile kunstvoll harmonieren. Unter Begleitung zweier Akkordeonisten, je eines Trommlers und Floetisten bringen die Israelis Taenze jemenitischer, arabischer, chassidischer Herkunft, geben sie sich bald ausgelassen, bald besinnlich, stets temperamentspruehend; und dann sehr lyrisch. Dies in einer Tanzfolge aus Galilaea. Eine sparsame, geschickte Beleuchtung laesst hier die gelben Kleider der Maedchen allmaehlich eintauchen in rotes Licht. Das ist poetische Zartheit von Musik und Bewegung, zeigt Gefuehl fuer das Verhaltene, wie es nach den rasant vorgetragenen Melodien und Taenzen vielleicht nicht vermutet wurde. Die Vielseitigkeit ist Ursache das Erfolges eines nahezu zweistuendigen Programms. Spaetestens bei dem Lied “David Melech Jisrael” vermag sich das Publikum nicht mehr passiv zu verhalten; es klatscht im Takte — laengst ist der Funken uebergesprungen, die abwartende Zurueckhaltung gewichen. Das “Hava Naguila”, das “Hevenu Schalom Alechem” reisst alle Beteiligten vollends mit. Es geschieht, wie so oft bei israelischer Musik, dass Europaeer durch alles Ungewohnte hindurch doch Verwandschaft spueren. Besonderen Beifall erhaelt Arie Nir mit einem Solo. Unbeschreiblich, was er seiner kleinen toenernen Handtrommel virtuos entlockt. Grosse Begeisterung, wenn er “Muss i denn, muss i denn zum Staedtele hinaus” intoniert Weniger geglueckt erschein nnen Darbietungen chassidischer Taenze; hier ueberwiegen offensichtlich israelische Akzente die ostjuedischen. Ein Erlebnis ist die Solosaengerin Kochava Harari. Sie schein zunaechst ausschliesslich das jemenitische Element israelischer Folklore zu vertreten, wenn sie mit ihrer exotisch wirkenden Stimme Lieder im Jemenitisch und Hebraeisch singt. Doch ist man versucht, sie solcherweise zu kennzeichnen, stimmt sie ploetzlich jiddische Weisen an; etwa das “C h i r i b i m, Chiribom”. Das gestalte sich zu einer unueberhoerbaren Demonstration der Vielheit Israels, der Farbigkeit und Eigenart. Shimeon Cochen beweist mit seiner musikalischen Bearbeitung bewundernswertes Geschick. Beispiels weise laesst er Taenzer und Taenzerinnen (einmal in schlichten, dann wieder in begeisternd farbigen Kostuemen) durch Haendeklatschen Zwiesprache mit der Trommel halten; es ist zu ahnen, was aus der Verbindung oestlicher und westlicher musikalischer Elemente an Neuarti gern noch entstehen mag. Joachim Hemmerle LEO - BATCH - PREIS 1966 AN LUDWIG WOERL Am 2. November, dem 10 jaehrigen Todestag von Leo Baeck, wurde der Leo-Baeck- Preis, der vom Zentralrat ipi Andenken an den ehemaligen Berliner Rabbiner und den Direktor der Hochschule fuer die Wissenschaft des Judentums gestiftet ist, verliehen. Der Verwaltungsrat des Zentralrats hat den Preis in diesem Jahr Ludwig Woerl, Muenchen, verliehen, der unter Einsatz seines eigenen Lebens verfolgte Juden vor dem Tode bewahrt hat, und zwar stellvertretend fuer alle, die Gleiches wie er getan haben. Der Verwaltungsrat glaubte, dem Andenken eines Rabbiners, der mit vielen Mitgliedern der juedischen Gemeinschaft in Deutschland den Weg in das Konzentrationslager angetreten hatte, nicht besser dienen zu koennen, als Menschen zu ehren, die anderen in Zeiten der Verfolgung mit unvorstellbarem Mut das Leben gerettet haben. Eine derartige Handlungsweise liegt im Sinne der humanitaeren Botschaft des Judentums, wie sie auch von Leo Baeck verstanden wurde. Der Zentralrat will hierdurch gerade in diesen Tagen die Oefentlichkeit darauf aufmerksam machen, daes der beispielhafte Heldenmut in diesen Akten des Widerstandes gegen die Unmenschlichkeit viel zu wenig gewuerdigt wird und Regelungen erforderlich sind, wie sie bisher nur in Berlin getroffen wurden. Der Preis, der mit 3000, — DM dotiert ist, wurde in den vergangenen neun Jahren ohne Ruecksicht auf Bekenntnis und Nationalitaet verliehen. Im Jahre 1965 erhielt der juedische Ministerialrat Ernst Blum, Saarbrücken, fuer das Wirken eines Blinden fuer die Blinden den Preis. Im Jahre 1964 wurde der Preis dem Studienrat Konrad Schilling, Ausstellungsleiter der MONUMENTA JUDAICA “2000 Jahre Geschichte und Kultur der Juden am Rhein”, zugebiliigt. ( JPD). VAAD HAJINUJ INSCRIPCION DE NUEVOS ALUMNOS Se recibirán hasta el 31 de Diciembre próximo, inscripciones de nuevos alumnos provenientes de otros colegios en J. P. Alessandri 1242, en días y horas hábiles. REQUISITOS: 1) Certificado de notas. 2) Certificado de conducta. 3) Participación obligatoria en cursos intensivos de hebreo, que comenzarán el 5 de enero próximo. Zur israelisch-Jordanischen Situation STIMMEN DER WELTPRESSE THE DAILY TELEGRAPH (London) Von arabischer Seite provoziert Zu den blutigen Gefechten zwischen Israelis und Jordaniern schreibt das britische Blatt: Hier ist eine hoechst bedrohliche Situation gegeben, die zweifellos von arabischer Seite provoziert wurde und der die Vereinten Nationen alle Aufmerksamkeit widmen sollten. Wenn sich die Vereinten Nationen nicht dem Vorwurf aussetzen wollen, die gleiche Voreingenommenheit zu ueben, wie sie von der afro-asiatischen Mehrheit in der Vollversammlung so bereitwillig bei anderen verdammt wird, muss sie hier Gerechtigkeit ueben. 'DIE WELT' (Hamburg) Alarmsignal E. U. F. — Der juengste israelisch jordanische Grenzzwischenfall ist nicht mehr als einer der “hormalen” Zusammenstoesse zu bezeichnen, die an den Grenzen des juedischen Staates nicht abreissen. Dieser durch eine Reihe jordanischer Uebergriffe ausgeloeste israelische “commando raid” ist ein Alarmsignal. Es ist geeignet, den Weltsicherheitsrat aus seiner Lethargie zu reissen. Die dortigen Debatten ueber die israelisch-syrischen Zwischenfaelle hatten eben erst zum wiederholten Male gezeigt, dass Israel darauf angewiesen ist, sich selber zu helfen. Immer weicht der Sicherheitsrat einer klaren Entscheidung aus; rafft er sich aber zu einer milden Verurteilung eines arabischen Staates auf, verhindert die Sowjetunion einen Beschluss durch ihr Veto wie erst am 14. Oktober wieder im Falle ISyrien. Andererseits waere nicht auszudenken, was im Nahen Osten geschaehe, gaebe es dort nicht die Friedenstruppe der Vereinten Nationen. Auch diesmal wieder trug sie dazu bei, die Kampfhandlungen auf wenige Stunden zu beschraenken. Wie gespannt die Lage jedoch ist, zeigt auch die von Israel beschlossene Verlaegetung des aktiven Militaerdienstes um ein halbes Jahr auf 30 Monate. Sie ist nicht, wie man verschiedenenorts meint, durch innerwirtschaftliche Gruende (30.000 Arbeitslose) zu erklaeren. Israel muss die Faust zeigen, will es sich ln seiner aeusserst prekaeren Lage behaupten. Naehme es die arabischen Uebergriffe hin, wuerden die Araber, voran die nun von China unterstuetzte Palaestina - Armee Schukairis, darin nur eine Ermutigung zu weitraeumigeren Aktionen sehen. . Das juengst zwischen Kairo und Dam askus abgeschlossene Verteidigungsabkommen legt zwar den Syrern eher Nassers Zuegel an, , als dass es sie zur Aggression ermutigt. Aber wenn es an einer Ecke brennt, pflegen die Flammen schnell um sich zu greifen. So ist die beste Garantie gegen einen groesseren Konflikt im Nahen Osten noch immer in der erwiesenen Schlagfertigkeit der israelischen Armee zu sehen, die allein den arabischen Nachbarstaaten Respekt einfloesst. Recepción de AVISOS del ROLETIN INFORMATIVO Los Serenos 476-Of. 23 Catedral altura 1250-Tel. 87765 Horas de Oficina 9-13 y 14-18 Magnifico modelo poro boñoí de so/; playa y jardín, Cubierta de tona, HACE MAS GRATO SU DESCANSO Vi*****0' I ’SÄ**» i : ■ FABRICADO POR WINDSOR FIAQ09 CAMAS, MESAS, SILLONES, ETC: al Pool del Estadio 8