Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXVIII (1966)
- Issue
- 10 (Octubre, 1966)
- Date
- 1966-10-01
- Page
- Seite 21 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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OCTUBRE 1966 BOLETIN INFORMATIVO 21 GEDANKEN ZWISCHEN ZWEI -K- UND DREI Hias meinst Du, wie die Welt aussaehe wenn sie anders waere? (Und Jeder wuenscht sie anders, als sie ist). Wenn sie weniger lebendig, weniger gaere, Glaubst Du, dass Du dann zufriedener bist? An dieser runden Kugel fand man immer etwas verkehrt, Ich glaub’ das war schon so bei praehistorischen Tieren, Und seit sich die Menschheit auf ihr wie toll vermehrt, Gibt’s stets und staendig etwas zu reklamieren. Dem Einen ist’s zu kalt, dem Anderen viel zu heiss, Hier will man Ruhe, dort fordert man Krieg, Man streitet und Jeder glaubt, dass er alles besser weiss, Und meistens erringt der groesste Schreier den Sieg. Voelker kamen und Voelker gingen. Woher? Wohin? Im Treiben Verschwanden Idole ins voellige Nichts, Es stuerzten Throne und Kronen, gegruendet zum ewige Bleiben, Vor Gottes Auge bar jeden Gewichts. Gestirne erloschen, Kulturen verschwanden und wurden Vergessen 35um Schaden der Menschheit vielleicht, Vom Materialismus ward der sausende Erdball besessen Statt hoeherer Ethik hat man nur den Mond erreicht. Nach Gottes Bildnis wurden wir guetig erschaffen, Wo blieb des Menschen erhabenes Ziel? Er denkt nur in Zahlen, in Materie-gebundenem Raffen, Von des Ewigen herrlichem Beispiel blieb uns nicht viel. Gebete erreichen des Hoechsten, des Schoepfers Ohren Zu selten fuer allgemeines Erflehen, Sind wir denn wirklich so sehr zum Eigennutz geboren, Dass wir des Naechsten, des Bruders Noete nicht sehen? Wir sind unzufrieden mit Vielem und stoehnen und klagen, Beschweren uns hier und beschweren uns dort, So ueberaus selten hoert man Gutes, Frohes sagen, Belastendes Dunkel spuelt Helle und Freude fort. Merkst Du denn nicht, wie die Saefte treiben? Spuerst Du es nicht, wie die Erde lebt? Kannst Du denn dabei truebsinnig bleiben, Wenn sie in neuen Pulsen erbebt? Gehe dem Wunder mit Frohsinn entgegen, Diesem herrlich-wiederkehrenden Wachsen, Erlebe bewusst die Gnade, den Segen, Mit Blueten und Knospen solltest Du lachen. , Weisst Du eigentlich, was es heisst Wenn Du an Leib und Seele gesund? Dass Du die Guete zu schaetzen weisst, Nie schweige in Dankbarkeit Dein Mund. Wach auf du blindes Menschengebilde, Schau um Dich, die Weit ist so voll, Der schoensten und frohesten Bluetengefilde, Wofuer man Gott taeglich danken soll. Lass Dich nicht fangen im kleinlichen Wirren, Halt Auge und Herze Dir offen, Im strengsten und kaeltesten Winterklirren Bleibt gnaedig Dir eines: Zu hoffen. K.g Prof. Harry Torczyner (Tur Sinai) Zum 80. Geburtstag Am 13. November vollendet der sehr bedeutende fruehere Hebraist und Semitist der Hebraeischen Universitaet zu Jerusalem, Prof. Dr. Harry Torczyner, mit dem hebraisierten Namen Tur Sinai, das 80. 'Lebensjahr. Aus Lemberg stammend, kam Torczyner schon in sehr jungen Jahren, 1910, erstmalig nach Erez Israel, um fuer einige Zeit Unterrichtsstunden an dem von ihm mitbegruendeten Hebraeischen Gymnasium in Tel Aviv zu uebernehmen. Spaeter wurde er Dozent an der Wiener Universitaet und Leiter des dortigen hebraeischen Paedagogiums. Von dort berief ihn die “Lehranstalt fuer die Wissenschaft des Judentums” zu Berlin, die liberale Rabbinerhochschule, um das Lehramt fuer Hebraeisch und Bibelexegese zu uebernehmen; 1919 erhielt er von der Preussischen Staatsregierung den Professortitel. Bis zum Jahre 1933 ist er, mit kurzen Unterbrechungen, in Berlin taetig gewesen, und in d’ese Epoche fallen auch seine wichtigen Publikationen ueber “die Entstehung des semitischen Sprachtypus” und “Hiob”. Doch seine grossartigste Leistung duerfte die neue Bibelübersetzung sein. Um das Jahr 1907 hatte der gelehrte Berliner Rabbiner Prof. Siegmund Maybaum den damaligen Vorstand der Gemeinde auf die Notwendigkeit der Schaffung einer neuen Bibeluebersetzung hingewiesen, welche wissenschaftlich und sprachlich der Zeit entspraeche. Doch erst nach dem Weltkriege wurde das Werk in Angriff genommen und 1937 zum Abschluss gebracht. Die Arbeit war an eine Reihe einzelner Fachkundiger uebertragen worden, von denen naturgemaess ein jeder den Stoff in anderer Weise behandelte. Es bedurfte daher einer Gesamtredaktion, die Prof. Torczyner uebertragen und von ihm, nach der Uebersiedlung nach Erez Israel, dort zu Ende gebracht wurde. Dies war eine gigantische Leistung nicht nur, weil inzwischen die bibelwissenschaftliche Forsc h u n g nicht stehengeblieben war, sondern, weil man auch in Ipinen gewissen ¡Wettbewerb mit der in Arbeit befindlichen Buber-Rosenzweigschen Bibelübersetzung zu treten hatte. Harry Torczyner begnuegte sich nun nicht damit, die wissenschaftliche Exaktheit zu ueberwachen und die Einheitlichkeit zu garantieren, sondern er leistete von Grund auf neue Arbeit. Sich streng an den masoretischen Bibeltext haltend, gab er sogar, den jegliche Uebersetzung erschwerenden, haeufigen Personenwechsel sowie den Uebergang von Einzahl zu Mehrzahl sorgfaeltig wieder. Neue Erkenntnisse, zwischen 1933 und 1936 im Lande der Bibel selbst gewonnen, trugen dazu bei, Fragenkomplex und Wortsinn der Bibel und deren deutsche Widergabe einer Loesung zuzufuehren, welche der Groesse der Aufgabe wuerdig war. Wann immer Archaeologen wichtige Spraehfunde machten in Israel oder in Verbindung mit dem Heiligen Lande, zogen sie Prof. Torczyner zur Beratung hinzu. So hatte er an der Erforschung der beruebmten “Lachisch-Briefe” aus der Zeit der Zerstoerung des Zweiten Tempels, die auf gefunden worden waren und von grosser historischer Bedeutung wurden, hervorragenden Anteil. Schliesslich bleibt noch innerhalb des Gesamtschaffens dieses Gelehrten das im Jahre 1927 erschienene deutsch - hebraeische Woerterbuch zu erwaehnen. Schon waehrend seiner Taetigkeit in Deutschland hochgeschaetzt, duerfte Prof. Torczyner erst in Israel die vollen Moeglichkeiten des Wirkens fuer die hebraeische Sprache und die Bibelwissenschaft ausgeschoepft haben. Seine zahlreichen Schueler und Freunde in aller Welt wuenschen dem grossen Lehrer und Forscher noch viele Jahre gluecklichen Lebens und Studiums, auch, nachdem er vor einigen Jahren sein offizielles Lehramt niedergelegt hat. Curt Wilk Am 28. August fand in der Synagoge ‘«Bet El” in Buenos Aires in Anwesenheit eines zahlreichen Publikums sowie in Gegenwart der meisten Rabbiner des zentral-europaeischen und des sephardischen Sektors die feierliche Einfuehrung des neuen zweiten Rabbiners dieser Gemeinde, Jeffrey A. Wohlberg, statt. Harmonium und Chorgesang begleiteten den liturgischen Teil der Feier, in deren Verlauf Rabb. Hanns Harf die eigentliche Festrede hielt. Der neue Rabbiner sprach anschliessend ueber die Bedeutung seiner Aufgabe in dieser unserer Zeit. Unter den Mitwirkenden an der Feierstunde befand sich auch Obçrrabb. Dr. Fritz Winter, Montevideo. Die Leiter des Rabbinerseminars, Rabb. Marshall T. Meyer und Rabb. Edery sprachen den traditionellen Segen ueber den jungen Amtskollegen und seine Gemeinde aus. Rabbiner Wohlberg ist 25 Jahre alt und in New York geboren, wo er das “Juedisch-Theologische Seminar” absolviert hat. In Philadelfia hatte er an der dortigen Universitaet schon im Alter von 22 Jahren in Psychologie graduiert. Auch seine junge Gattin ist diplomierte Lehrerin fuer Hebraeisch. LEXIKON DES JUDENTUMS Seit dem Erscheinen des Philo — Lexikon in Berlin im Jahre 1934, fehlte ein deutschsprachiges Nachschlagewerk ueber juedische Fragen. Dieser Mangel wird in in kurzer Zeit, Anfang 1967 durch das “Lexikon des Judentums” behoben werden, das unter der Leitung der seinerzeitigen Herausgeber des Philo - Lexikon, John F. Oppenheimer und Emanuel Bin Gorion, editiert wird. In diesem etwa 6.000 Stichwortartikel umfassenden Werk behandeln 27 juedische Wissenschaftler in allgemeinverstaendlicher Sprache alle Aspekte des Judentums: Geschichte, Religion, Brauchtum, bedeutende Persoenlichkeiten usw. Das Lexikon wird dem Leser ausserdem einen graphischen Eindruck juedischer Geschichte und Wesens durch etwa 150 Bilder vermitteln. SILLON CAPSI 3 POSICIONES GESUNDLIEGE teuaza t jabdih R E L A X HACE MAS GRATO MESAS ALUMET SU DESCANSO CAMAS LIVIANO FABRICADO POR SILLAS PLEGABLE _ SILLONES, NYLON WINDSOR PtXQVS