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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1966-05-01 · 5 (Mayo, 1966) · p. Seite 25

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVIII (1966)
Issue
5 (Mayo, 1966)
Date
1966-05-01
Page
Seite 25 (sequence 25)
Language
German
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MAYO 1966 BOLETIN INFORMATIVO 25 BUCHSPENDE FUER Am 4. Mai uebergab der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Chile, S. E. Herr Gottfried v. Nostiz, im Rahmen einer Feierstunde unserem Altersheim in Namen der BRD eine Spende von 113 Buechern. Der Botschafter, der in Begleitung des Kultur-Attaches der Botschaft, Herrn Legationsrat Dr. Wasserberg erschien, wurde vom Praesidenten des Altersheims, Herrn Adolf Ebstein und von Herrn Dr. Hans Reich, Praesident der SCI “B’ne Jisroel” empfangen die beide Herren in den Speisesaal geleiteten, wo sich die Heiminsassen bereits versammelt hatten. Nachdem die anwesenden Vorstandsmitglieder von Cisroco und Altersheim den Besuchern vorgestellt worden waren, begann die Feier mit einer Begruessungsansprache von Herrn Ebstein, an die sich eine Rede S. E. des Botschafters anschloss deren Wortlaut wir nachstehend veroeffentlichen: WIR HEISSEN EUCH HOFFEN. . . Es bewegt mich, dass ich ich heute unter Ihnen sein kann. Es bewegt mich, dass wir miteinander deutsch sprechen koennen. Und es erfuellt mich mit Dank, dass ich als Deutscher Botschafter Ihnen diese Buecher ueberreichen darf, die Ihnen Entspannung, Bereich e r ung und hoffentlich auch ein wenig Freude 'bringen sollen in das Einerlei und die Einsamkeit Ihrer Tage. Buecher sind geistige Nahrung. Sie stillen den Hunger oft mehr als Brot oder Fleisch, Buecher sind wie Freunde, die still und selbstlos neben einem stehen, beratend, troestend, ermutigend. Buecher fuellen Luekken, die das Leben gerissen hat. Und welche Luecken gilt es bei Ihnen, liebe Heiminsasseii, zu fuellen. Ich gehoere nicht zu denjenigen, fuer die die Vergangenheit nur noch Hi- Ansprache von Herrn Adolf Ebstein. EINE SYNAGOGE, EINE DAS ALTERSHEIM storie ist. Ich weiss um das Furchtbare, dass Menschen gleicher Zunge, gleicher Kultur Ihnen angetan haben, Menschen, die Sie bis dahin als Brueder und Schwestern betrachtet hatten. Ich weiss um die Groesse der Verluste, die Sie beklagen, um den Schmerz um Ihre Lieben, die Sie beweinen — gestern, heute und bis zum juengsten Tag. Ich fuehle mit Ihnen. Ich habe selbst meine liebsten Freunde am Galgen von Ploetzensee verloren. Das gibt mir die Kraft, heute vor Sie hinzutreten. Geschenke an Sie wie diese Buecher koennen nur Gesten sein, kleine Zeichen des Verstehens, Hinweise, dass man Sie doch nicht vergessen hat in Ihrer alten Heimat - aehnlich wie es damals in jenen boesen unmenschlichen Zeiten ja Gott Lob doch immer wieder Menschen gab, die Menschen bleiben wollten, und denen das Gewissen schlug, auch wenn sie meist nur wenig helfen konnten. Fassen Sie also das Geschenk dieser Buecher so auf wie es gemeint ist: als einen bescheidenen Beitrag, der Ihre Wunden allmaehlich und vorsichtig schliessen soll, und waermen Sie sich an dem Geist der Hoffnung, der aus den Buechern spricht. “Wir heissen Euch hoffen”, das ist eines der versoehnlichsten Worte, die jemals ein deutscher Dichter gesprochen hat. Es gilt auch heute. Lassen Sie mich mit ihm schliessen, und Jhssen Sie m’Ch Ihnen no^nmals danken fuer dieses Beisammensein — im Zeichen unserer gemeinsamen Kultur und im Zeichen ehrlich gemeinter 'Versoehnung. GEMEINSAMES BEISAMMENSEIN An eine kurze, bewegte Dankrede des aeltesten Insassen des Heimes, Herrn Adolf Seidemann, schloss sich eine gemeinsame Kaffeetafel an, der eine Besichtigung des Heimes folgte, womit der Besuch S. E., des Botschafters der BRD endete. BEERDIGUNGSSTAETTE, EINE WOHLFAHRTSORGANISATION. Es ist uns eine ganz besondere Freude und Ehre, Sie, Herr Botschafter, hier in unseren Raeumen begruessen zu duerfen. Wir danken Ihnen dafuer, dass Sie zu uns gekommen sind und fuer das so wundervolle Geschenk, das Sie uns in Form von 113 Buechern zukommen Hessen, die eine ueberaus wertvolle Bereicherung unserer Bibliothek bedeuten. Wie wir bereits feststellen konnten, handelt es sich um besonders fuer unsere Insassen interessante Buecher, die zu lesen ihnen Freude und Befriedigung bereiten werden. Wir sind nicht in der Lage, unseren Alten eine so kostbare Literatur zukommen zu lassen, da uns die materiellen Mittel hierzu fehlen. Besonders Buecher wie von dem verstorbenen Praesidenten Heuss sowie Leo Baeck, Gisevius, Thomas— und Heinrich Mann und die mod e r n e n Schriftsteller deutscher Sprache werden unsere Freunde hier in hohem Masse interessieren, nachdem die deutschen Buecher schon infolge der Sprache bevorzugt werden. Ich moechte unseren Praesidenten des Cisroco Herrn Lichtenstein, entschuldigen. Er feiert in den naechsten Tagen seinen 70. Geburtstag, und um sich aller Ehrungen zu entziehen, befindet er sich zur Zeit ausserhalb Santiagos. , Es wird fuer Sie, sehr geehrter Herr Botschafter interessant sein, zu hoeren, wie die aus Deutschland vor 26-27 Jahren infolge der nationalsozialistischen Gesetzgebung ausgewanderten Juden sich ein solches Heim schaffen konnten, auf das wir besonders stolz sind. Wir sind hier bei unserer Ankunft von einem Comité, das aus schon frueher ausgewanderten deutschen Juden bestand, empfangen worden, das uns den Aufenthalt und die Eingliederung in das Wirtschaftsleben Chiles wesentlich erleichterte. Das Comité erhielt zu jener Zeit materielle Unterstuetzung von den grossen juedischen Wohlfahrtsorganisationen der Vereinigten Staaten von Nordamerika. Juden, wenn ihnen der Aufenthalt in einem Lande gestattet war, haben immer sofort eine Gemeinde gegruendet, deren erste Aufgabe darin bestand, eine Betstube oder eine Synagoge einzurichten, zweitens eine Beerdigungsstaette und drittens eine Wohlfahrtsorganisation zu schaffen. So war es auch hier und bald nach der Gruendung der Gemeinde wurde deren Wohlfahrtsamt, heute Comité Israeiita de Socorros “Cisroco” une einige Jahre spaeter anlaesslich des Geburtstages des Praesidenten von cisroco das Altersheim gegruendet, der uns durch eine namhafte Spende zu diesem Werk verhalf. Erst waren die Raeume gemietet, spaeter konnten wir das Haus kaeuflich erwerben und so ausbauen, wie es heute, ist. Sie sehen hier, sehr geehrter Herr Botschafter, zum groessten Teil Juden aus dem deutschen und mitteleuropaeischen Kulturkreis, die alle ein Heim bei uns gefunden haben. Es ist wie am Anfang auch heute noch unsere besondere Aufgabe, allen alten und nicht arbeitsfaehigen Juden eine Staette zu schaffen, in der sie sich wohlfuehlen, die ihrer kulturellen Vergangenheit entspricht und welche traditionell gefuehrt wird. Wir haben 60 Insassen und alle haben Einzelzimmer. Wir verabreichen einschliesslich fuer das Pflegepersonal und sonstige Angestellten und Arbeiter sowie Hilfsbeduerftige die ausserhalb des Hauses wohnen, taeglich, mehr als 100 Mittagessen und Abendessen. Wir sind stolz darauf ein solches Heim wie dieses allein unterhalten zu koennen, nachdem wir von den ausländischen Hilfsorganisationen keine Beihilfe mehr erhalten, da diese mit der Judennot in anderen Teilen der Welt ausreichend beschaeftigt sind. Ich spreche Ihnen nochmals, sehr geehrter Herr Botschafter, unseren herzlichsten Dank dafuer aus, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben, und ich werde mir erlauben. Ihnen gemeinsam mit meinen Freunden dieses Haus zu zeigen. Ich schliesse mit unserem, Ihnen ja bekannten Gruss Schalom. Generalversammlung des Cisroco . .Die diesjaehrige Generalversammlung von Cisroco fand leider unter geringer Beteiligung statt. Es ist bedauerlich, dass die Arbeit, die im Cisroco geleistet wird, nur einem so kleinen Teil des Publikums dadurch zugaeng lieh gemacht wird, und wir wuenschten, dass der Kreis derer die von unserer Arbeit, die in der stille geleistet wird Kenntnis nehmen wuerde, ein weit groesserer waere. Cisroco hat im Jahre 1965 monatlich durchschnittlich 52 Faelle mit 77 Personen unlerstuetzt. Allein fuer Krankheisfuersorge wurde ein Betrag von E9 32.684,ausgegeben; fuer Altersfuersorge E<? 18.558, und fuer alleinste- S.UC. INDUSTRIA AUTDMDTRIZ Distribuidores Autorizados CHEVROLET - OPEL Estación de Servicio Santa Rosa 537 — Santiago Venta de Repuestos Legitimes hende Frauen und Kinder E? 12.394. Die ab 1. Januar 1966 erfolgte Erhoehung der Mitgliedsbe'itraege fuer das laufende Jahr auf E9 6.50 fuer Cisroco und E? 3.50 fuer Altersheim wurde von der Generalversammlung nachtraeglich bestaetigt. Das Altersheim hat z.Zt. 60 Insassen und wird vorbildlich gefuehrt. Infolge der herrschenden Teuerung sind Cisroco und Altersheim darauf angewiesen, Spenden zu erhalten, da Zuwendungen, die frueher von Auslandsorganisationen erfolgten, nicht mehr gezahlt werden. Wir bitten daher alle unsere Freunde, bei festlichen Gelegenheiten unserer Organisationen zu gedenken. PRODUCTOS DE Cotchoma. SOMMIERES REVESTIDOS DE MANIO, VARIOS MODELOS CAMAROTES METALICOS SUPER SOLI DOS.- VARIADOS Y ATRACTIVOS COLORES. O T T I? »¥9 ûàm. ■Y Y Ac- -v SOFA CAMA .CONVERTIBLE EN DOS CAMAS O EN UNA DOBLE -fe—T—■CA¬ MODELO ’’SlMBO” EXCLUSIVIDAD DE COLCHONES RECORD. EXIJALOS EN LAS MEJORES TIENDAS. VISITE LA EXPOSICION PERMANENTE EN LAS I DALIAS 3237-F«N0 499437 i MEDIDAS ESPECIALES.

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