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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1965-09-01 · 9 (Septiembre, 1965) · p. Seite 11

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVII (1965)
Issue
9 (Septiembre, 1965)
Date
1965-09-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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SEPTIEMBRE 1965 BOLETIN INFORMATIVO II DIE UNVERLIERBARE BOTSCHAFT... DR. SCH. S. CAHANA: Aus dem ‘ " 1 Sagenschatz DIE MUENZE AUF DEM GRABE Gnade und Treue”, erfuellt schichte,- dies war zugleich von Barmherzigkeit. In seider Glaube an den Sieg des nem “Kaufmann von Vene- Rechtes und an die Verwird i g” laesst Shakespeare klichung des Guten auf Er- “Porzia” die schoenen Worden. Mit dieser messianite sprechen: sehen Zukunftshoffnung hat das juedische Volk (der “Und ird’sche Macht Menschheit ein einzigartiges kommt goettlicher am naech- Geschenk gemacht. Alle Sittsten, wenn Gnade bei dem lichkeit aller Kultur und Recht steht”. aller Fortschritt koennen so ein einigendes Band zwi Mit vielerlei Braeuchen heiratete, stand wiederum Rabbi L. T. wurde einem haengt d i e Gewohnheit Rabbi Schlomo David mit ihr Braeutigam angelobt, als zusammen, Muenz-en in Grae- und ihrem Braeutigam unter aber der Hochzeitstag kam her oder auf Graeber zu ledem Baldachin und gab dem traten unvorhergesehene gen, auch mit dem uralten jungen Paare seinen Segen. Hindernisse ein, die Trauung CI11 CJlliKCiluco UM1U ^vv, heidnischen Glauben, dass Die Jahre vergingen, das junkam nicht zustande, und Alle Geschichte berichtet sehen allen Menschen guten der Tote eine Muenze benoe: ge Ehepaar hatte bereite ein spaeter erwies sich dass der davon, dass dem Urteils- Willens knuepfen. Das Gottige, um dem Fuhrmann, bei Toechterchen, als Polen von Verlobte ein schlechter spruch eines Herrschers ofttesreich als sittliche Aufgabe mals ein wenig Gnade, Erdies ist der jiiedische Messias barmen, fehlte,- zuweilen war glaube. Je lebendiger im dann die “Begnadigung” die Judentum der Universalis- Ergaenzung eines Rechtsmus betont wurde, umso Spruches. Doch groesser ist mehr musste aber auch die die Zahl der Urteilssprueche, besondere Aufgabe des juedenen kein Erbarmen beigedischen Volkes unterstrichen geben war. Im juedischen werden, .Israels Sonderda den Griechen hiess er Chadeutschem 'Militaer' besetzt Mensch und fuer diese Ehe ron ,die Ueberquerung des wurde und Juden aus Warungeeignet war, sodass das Flusses bezahlen zu koenschau ueber Triest ins Heili- Verloebnis geloest wurde, nen, der das Land der Lege Land fluech-teten. Im Ei- Auch das IVerloebnis mit benden von dem der Toten senbahnzug traf der alte einem zweiten Kandidaten trennt. In der juedischen Rabbi L. T., der sich und seistiess im letzten Moment Tradition spielt auch die ne Familie retten konnte, auf Hindernisse und als das Armenunterstuetzung eine auch Rabbi Schlomo David, Maedchen zum dritten Male Rolle und oft wurden Muenbat ihn, seine Enkelin zu einem Manne angetraut wer- Gottesgedanken gehen aber sein wurde so in den Dienst ^en au^ ®ra^. gelegt und segnen und zu versprechen, ¿en sollte, entschloss sich Gerechtigkeit und Erbarmen an der Zukunft der Mensch miteinander,- dies ist das heit gestellt, und durch die Wesen des “Gottesreiches”. Zeiten hindurch klingt die Schon in frueher Zeit wurde Botschaft, dass alle Gedie messianische Idee mit schoepfe zur Aufrichtung des den heiligen Tagen der Um- Gottesreiches beizutragen hakehr verbunden, welche die ben, wie es weltumfassend sittliche Verantwortung , ,beder Psalmist ausdrueckt: sonders hervorheben. “Der “Vom Aufgange der Sonne Tag des Gerichts”, Rosch bis ’zu ihrem Niedergange Haschana, ist der Tag der wird der Name des Ewigen Rechenschaft vor Gott, der gepriesen”. Gerichtstag fuer alle Voleldann gleichsam im Namen des Verstorbenen an Arme verteilt. Einen anderen Zusammenhang hatte die italienische Silbermuenze, die jahrelang ins Grabmal des weisen und gerechten Rabbi Schlomo David Cahana (s.l.), des Warschauer Rabbiners, auf dem Jerusalemer Sanhedriadass er wenn sie herange- Rabbi ü. T. vorher das Grab wachsen sein wuerde, auch seines Warschauer Rabbis ihre Trauung vornehmen aufzusuchen und dort zu werde. Mit Traenen der beten. Waehrend er das Ge- Ruehrung gab -Rabbi L. T. bet verrichtete bemerkte er dem Rabbi Schlomo David pioetzlicheine in das Grabeine Muenze als Symbolische mal eingebettete Muenze und erkannte das italienische silberstueck, -das er Jahre zuvor dem Rabbi Schlomo David fuer dessen Teilnahme ker. Auch die anderen werden geprueft und gerichtet; auch sie muessen durch Gerechtigkeit und Naechstenli-e- DAS VERWIRKLICHTE GOTTESREICH Anzahlung fuer seine versprochene Teilnahme an der Trauungszeremonie. , . Als Rabbi Schlomo David, Friedhof eingebettet lag. Aus mein Vater, fuehlte, dass qn der Hochzeit seiner Enke- Erfurcht wagte niemand, die sich seine letzte Stunde naeün gegeben hatte Erschuet- Muenze an sich zu nehmen, herte, gab er mir die italietertVilte er zu mir ich be- bis der Tag dafuer kam. nische Muenze, die er nie als gab mich an das Grab mei- In Warschau hatte Rabbi sein Eigentum, sondern stets nes Vaters nahm die Muen- Schlomo David Cahana die nnr n1s “Anzahlung” auf eize un^ ¿b sie dem Rabbi der Se , ,nocl1, nicht erfuellte zurueck. Nun fand die Ehe traditionellen Zeremonie Funktion betrachtet hatte, Schliessung des Maedchens eingesegnet und als Rabbi und beauftragte \ mich, sie . ohne jede Stoerung statt und L- T. etwa zwanzig Jah-re auf sein Grab zu legen. Jahdie Ehe des junge Paares ernachher seine Tochter verre vergingen, die Enkelin des wies sichals gluecklich. DREI GEHEIMNISSE DES ALTEN JAWNE , , _ In d.en “Malchujoth”, den be den Beweiserbringen, “Koenigsgebeten” im Mussaf dass sie ihren Platz , auf Erdes Neujahrsfestes, wird -ein w<*aiuonenen den verdienen. Das juedische erhabenes Bild des “Gottesr Volk besass stets die Gewissreiches auf Erden” entworheit vom eigenen Wert. Das fen, der Idee von der. goett- Bewusstsein, die messianiliehen Weither! rtec h a ft, sehe Menschheitsreligion zu durch die aller Wahn, alle besitzen, gewaehrte die see- Scheinherrlichkeit und aller lische Freiheit, allem, was stolz auf irdischen Besitz geschichtliche Bedeutung sich im Nichts aufloesen: T hatte, diese auch offen zuim alten Jawne steht am Lehrhauses es bezeugen” nunesstr-eit der Menschen eizugestehen. Man begriff, dass “Er stuerzet stolzen Rei- Meeresstrand ein Brotfrucht- Da wankten die Waende und zumischen denn ‘“er Himauch andere religioese Geches Macht, das uebermuebäum mit breiter Krone, von drohten einzustuerzen. Das mel gehoe’rt Gott und die meinschaften w-elfcgeschichtig als die Herrin wacht; der dem die Sage geht, dass sich konnten die Gelehrten nicht Erde hat er den Menschen thehe Aufgaben zu erfuellen Voelker Glanz, der Erdenreiseine Wurzeln nicht im Bo mehr stillschweigend hinnehgegeben...” Dem konnte der haetten,- weil man Vorurteilsche Pracht, verwirret i Er den unter ihm, sondern im men und sie riefen die Waan- Himmel nicht widersprechen los und unbefangen war und Er allein ist Koenig”. pimUp^hPfinOpn rinrf-^P^11 de an-: “Wenn sich Gelehrte Zwar kam die Lehre aus dem Upb^tinnf man HU»0 Wnr^n uni Auslegung streiten, Himmel und ihre Wurzeln -So kristallisiert sich aus 1pfi1eskn?alt??i Bm meT ohne welch€s Recht habt ihr, euch sind im Himmel, aber , der den vielfachen Festgedaneines ui alten Baumes ohne einzumischen?”. Da erstarrstamm -und die Krone der ken dieser letzte und .tiefste den dazugehoerigen Stamm ten die Waende in der schie- Lehre befinden sich auf der heraus: Alle Ordnung der aus der Erde emporragen se fen Lage, in der sie waren. Erde und sind von den Wur- Welt ist nicht um ihrer hen. Die sage bringt diese sie richteten sich nicht wiezeln unabh-aengig. S-o blieb selbst iwillen da, sondern um wurzeln mit dem Baume am ¿er auf, aus Achtung vor auch der Brotfruchtbaum des Menschen willen. Doch Meeresuter m zusammen Rabbi Elieser, aber sie stuerzam . Meeresstrande stehen Das prophetische Wort, nicht um dessen persoenliidang. ten auch nicht ein, aus Ach- und ueberlebte die Zeit ob- “dass von Zion die Lehre ches Glueck allein handelt Linst brach im Lenrh-aus tung vor den anderen Gewohl seine Wurzeln beim ausginge und das Wort des es sich, sondern um die Mehvon Jawne eine scharte Meilehrten. -Lehrhaus geblieben sind. Ewigen von. Jerusalem” berung der Gueter der Welt, nungsverscniedenheit zwi- Rabbi Elieser - gab nicht An Regentagen kann man hielt die Bedeutung des Zu- Der Mensch wirke mit am KaDD1^ Elieser^ Ben nach und rief den Himmel auch sehen, wie das Wasser unbefangen war konnte man umso offener die eigene messianische Sendung hervorheben. GOTTESHERRSCHAFT UND MESSIANISCHE HOFFNUNG kunftsideals. -Man war sich Aufbau des Gottesreiches dessen bewusst, eine Lehre auf Erden, indem er sich zu besitzen, der eine kuenfr aus der Mechanisierung, die Hurkanos und seinen Kameraden um die Auslegung eines Absatzes in den Reinials Zeugen an, dass er recht die Gosse in der Strase nehabe. Da ertoente eine Stirnben dem alten Lehrhaus me zur Bestaetigung der vermeidet und daneben tJW wgou/ijcii, UC1 CXA1C iVUUAllf aUlO UC1 lViCLiiaiiixuvi- U4V rtiiBn'efrooäfiißVi QlVO AiA;“ ¿UI Uctt? Ullg tlcl V CI IIICIU'C u Uhu uaiioucu tige Zeit volle Anerkennung ihn .bedroht, erhebe und das Auslegung des Rabbi Elieser. fliesst. Dies ist die Rinne, in so suchte er Hilfe und Unzollen wuerde. Ganz Israel Weltkoerügtum Gottes foergalt als der “Knecht Gottes”, dere. Und es ist der;ewige, der “die Suenden der Vielen grosse, juedischie Gedanke', traegt”; man war von der Gedass Gottesfriede in der Welt wissheit erfuellt, dass der Tag herrschen muesse, und dass nahen werde, da alle Voelker, nicht die Macht das Endziel die Juden bedrueckt hatten, aller gemeinschaftlichen Beerkennen muessten: “Unsere Strebungen sein duerfe, son- Krankheit hat der Jude gedern ausschliesslich die Getragen, unser Elend auf sich rechtigkeit. Dazu rufen Rosch geladen”. Dies waere di“ Haschana und Jom Hakippurp„ht hahp Stunde der Verwirklichung rim Jahr um Jahr auf, indem u des Gotte,sreiches, des Koesie die unverlierbare Botnigtums Gottes auf Erden, schaft des Judentums von Im Glauben an die Mensch der Gottesherrschaft in die heit und an das Gute im Welt hinaustragen und an Menschen fand der Jude die die gesamte Menschheit ap~ Rechtfertigung seiner Gepellieren. Die anderen Gelehrten aber der auf Geheiss des Rabbi gaben nicht nach- und ent- Elieser das Wasser ruecker mit seiner Meinung als einziger allen anderen gegen gegneten: “Im Himmel moewaerts geflossen ist. Auch in dass er im itecnie sei, unu die stimme des Himmels den Ruinenresten des Lehrentscheiden. Wir .koennen hauses ist die Neigung der Gefehrtenkrelses^^e^Himdieser _ stimme nicht folgen”. Waende noch heute erkennmel und Erde. Da stand beim De la Fabrica al Consumidor "ANDINA'' SAN DIEGO 231 — EXPOSICION 750 AHUMADA 66 — FCO NOGUERA 32 (Providencia con P. de Valdivia) Lehrhaus ein Brotfruchtbaum. Ihn rief Rabbi Elieser an; “Wenn ich mit meiner so wird dieser Baum es bezeugen”. Sofort bewegte sich der Baum und begab sich bis zum Meeresstrande. Die Gelehrten aber achteten dieses Wunder nicht und blieben bei ihrer Meinung. Wieder erhob Rabbi Elieser die Augen und sah eine Wasserrinne vor sich. Auch diese rief er an: “Wenn ich mit meiner Auslegung rechf habe, so wird dieses Rinnsal es bezeugen, “Sofort bewegte sich das Wasser in der Rinne rueckwaerts und floss in entgegengesetzter Richtung. Auch dieses Wunders achteten die Gelehrten nicht und blieben bei ihrer Meinung. Da erhob sich Rabbi Elieser und rief die Waende des Lehrhauses an: Wenn ichmit meiner Auslegung recht habe, so werden die Waende des Die Weisen verboten dem Himmel sich in den Meibar. (“Jediot Chadaschot”) OPTICA Despacho d e anteojos, artículos ópticos y fotográficos, revelado de películas. FEDERICO Y MAX FEIGE Monjitas 831 - Fono 31460 FOTO ANZEIGEN ANNAHME für das jetzt: BOLETIN INFORMATIVO Los Serenos 476 Of. 22-23 (Catedral Hóhe 1250 — Tel. 87765) 097147 1717

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