Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXVII (1965)
- Issue
- 7 (Julio, 1965)
- Date
- 1965-07-01
- Page
- Seite 25 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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JULIO 1965 BOLETIN INFORMATIVO 25 IM SCHATTEN DER TITANEN IDE TOD© EIL MUNIDO (ZUM 100. GEBURTSTAGE DER KAEMPFERIN ULY BRAUN) BEN GURION HABLA AL JUDAISMO NORTEAMERICANO Die Geschichte der deutschen Sozialdemokratie und vielleicht auch diejenige der “Z ,w e iten Internationale” bliebe unvollstaendig, wenn man ihr das Leben und Werk der Kaempferin fuer den Sozialismus und die moderne Frauenbewegu n g naehme, Lily Braun, deren 100. Geburtstag am 2. Juli begangen wurde. Diese sehr bedeutende Frau, auch als Schriftstellerin von grosser Bg'abung bekanntgeworden, erzaehlte ihr Leben und dasjenige ihrer Vorfahren in zwei hervorragenden Buechern, die noch heute eine Quelle des Wissens und der Belehrung bilden, mit k u e nstlerischer Vollendung geschrieben. Es sind dies “Im Schatten der Titanen” (1908) und “Memoiren einer Sozialistin;” (1909-11), Dieses letztgenannte ge w° ehrt zugleich einen tiefen Einblick in das Ringen der deutschen Sozialdemokratie in der Zeit zwischen 1890 und 1908 etwa, als die Partei und die Bewegung in scharfem Kampf gegen das herrschende Regime und die damalige Gesellschaftsordnung standen. Wer war diese Frau, die Volksversammlungen hinriss, aber eine “Intellektuelle” blieb, die niemals ganz das Vertrauen der hoechsten Stellen der Partei erringen konnte, fuer die sie sich aufgeopfert hatte? Lily Braun ist als Tochter des preussischen Generals Hans von Kretschman zu Halberstadt am 2. Juli 1865 zur Welt gekommen. Die haeufige Versetzung des Vaters von einer Garnisonsstadt in die andere bedingte eine etwas unstete Jugend, die naturgemaess von altpreussisehen, streng-konserv a t iven, protestantischen, Grundsaetzen behuetet war. Es gibt da nicht viel zu berichten, wenn man von den harmlosen Tanzvergnuegungen der huebschen Offizierstochter mit den charmanten Leutnants der jeweiligen Garnison absieht, bis zu Sem Augenblick, da Lily, 25jaehrig, eine ueberrasdhende Entdeckung macht: Die Sichtung und Bearbeitung des Nachlasses von Lilys —ihr besonders zugetaner— Grossmutter, Jenny von Gusteds, der Enkelin uebertragen, offenbart ' das Geheimnisvolle, dass diese Frau bei Lebzeiten umgab, enthuellt das Besondere und Schicksalhafte dieser Gestalt und ihrer Herkunft. Die Grossmutter Lily’s war die “natuerlidhe Tochter” von Napoleons Bruder Jerome, des Koenigs von Westfalen. Mit einem gewissen Ahnenstolz durfte'sich also Jenny als aus Bonapartes Stamm hervorgegangen betrachten. Und ein zweites enthuellt sichder Enkelin: die Aufzeichnungen der Grossmutter bringen viel Authentisches ueber am Weimarer Hof verbrachte Jugendjahre in jener Epoche,, da Goethe schon alt war, doch seine Augen m i t Wohlgefallen auch auf die angenehme Erscheinung der jungen Jenny richtete, die mit ihrem Maedchennamen von Pappenheim hiess. Nun sah die Enkelin, die behuetete Offizierstochter, ihre Aufgabe darin, das vorhandene Material literarisch auszuwerten. Jahre spaeter, 1908, war der grosse biographische Roman, das Leben der Grossmutter nacherzaehft, vollendet unter dem Titel “Im Schatten der Titanen” und er wurde ein grosser literarischer Erfolg. Die Verfasserin bekennt sich hier izu einer' Art “Ge.isteskindschaft” zur Grossmutter, die ihr, in leucntenaem u-lanz erscheint. Die Titanen, Goethe und Napoleon sind es, welche (Lüy’s (Phantasie befluegeln und dieses Buch entstehen Hessen, das Wahrheit mit Dichtung vereinigt und der ueber alles geliebten Grossmutter ein schoenes Denk mal setzte. Keine Frage, dass Lily Braun das Beste ihres Wesens und Seins dieser toleranten und menschenfreundlichen, von Konventionen sich loesenden Frau verdankte. Um jene Zeit schon, als sie den Nachlass der Grossmutter sichtete, hatte sich Lily von Kretschman der buergerlichen Frauenbewegung angeschlossen, was an sich nichts Ungewoehnliches war. Doch bald erschienen Aufsaetze ueber soziale Reformen, Mutterschaftsschutz, Kinderarbeit, etc., und, was die Beziehung zur Familie sehr trueben musste, war Lily eine “Geschwisterehe” mit dem schwer leidenden Professor Dr. von Gisycki, dem Leiter der “Gesellschaft fuer ethische Kultur” eingegangen. Nach dem Ableben dieses Gelehrten heiratete sie Heinrich Braun einen Sozialisten, den sie kennengelernt und liebgewonnen hatte. War nun schon die Beschaeftigung mit der “Frauenfrage” nicht ganz im Sinne der Familientradition, so bedeutete die nun folgende Taetigkeit zu Gunsten der sozialistischen Arbeiterschaft den voeUigen Bruch mit dem Elternhaus. Das Ehepaar Heinrich und Lily Braun, das sich in der Arbeit fuer das Proletariat sehr gut ergaenzte —er, der grosse Theoretiker der Partei, sie die leidenschaftliche Rednerin— Von der Zeit von 1898 bis 1906 standen etwa beide in der vordersten Reihe der sozialistischen Kaempfer. “Die Memoiren einer Sozialistin”, das zweibaendige Werk, als es erschien, verbesserte auch die materielle Lage der Eheleute, die eine unguenstige gewesen war, da Dr. Heinrich Braun’s Zeitschrift “Die Neue Gesellschaft”, die mit kurzer Unterbrechung von 1883 bis 1907 bestanden hatte, zusammengebrochen war. iDeser Mann, der auch viele Jahre hindurch das “Archiv fuer soziale Gesetzgebung und Statistik” geleitet hatte, war ein wirklicher Idealist, der die grosse Oeffentlichkeit scheute und in stiller Zurueckgezogenheit zu arbeiten pflegte. Das Buch seiner Gattin schildert auch die verzweifelte Abwehr der “Revisionisten” innerh a 1 b der Sozialdemokratie, zu denen Heinrich und Lily Braun gehoerten, gegen Mehrheitsbeschluesse sowie die Diktatur des Parteivorstands (mit dem alten August Bebel an der Spitze), unter der vor allem die Akademiker zu leiden hatten wie Lily Braun zumal, wenn sie noch an buergerlichen Zeitungen mitarbeiteten. Dis “Memoiren einer Sozialistin” sind noch heute eine Fundgrube des Wissens ueber die politischen Auseinandersetzungen von einst, das Verhaeitnis der Arbeiterschaft zum Kaiser, der Dynastie, der Vorherrschaft von Adel. Junkertum und Militaerkaste und ueber die Wahlkaempfe der zwei Jahrzehnte, die mit dem Jahre 1914 abschliessen. Der Ausbruch des ersten Weltkrieges sah Lily Braun und ihren Gatten an der Seite der Mehrheitssozialdemokratie, die glaubte, den Obrigkeitsstaat Wilhelm Ii verteidigen zu muessen. Lily, die Anti-Militaristin. starb waehrend des Krieges, am 9. August 1916, als sie ihren einzigen Sohn an der Front wusste. Ueber ihn, Otto Braun, den Halbjuden (der Vater Jude, die Mutter Protestantin, doch beide bezeichneten sich als “Dissidenten”) muss noch ein Wort gesagt werden: Der mit 20 Jahren im Felde gebliebene hatte Aufzeichnungen hinterlas s e n. die unter dem Titel “Schriften eines Fruehvollendeten" erschienen sind. Dieses Buch zeigt die erstaunliche Reife eines sehr jungen Menschen von dem einer seiner Professoren an der Berliner Universitaet meinte, dass Otto Braun Anzeichen einer Genialitaet gehabt habe, wie sie die Literaturhistoriker nur noch vom jungen Goethe der Leipziger Studien iahre zu erzaehlen wissen. Und niemand wird je sagen koennen, was dieses junge Genie vielleicht hae 11 e erreichen koennen. Dr. Heinrich Braun, einige Jahre nach Lily’s Tode, heiratete Julie Vogelstein die bekannte Schriftstellerin, ueber die vor zwei Jahren anlaesslich ihres 80. Geburtstages viel Gutes und laengst nicht genug gesagt worden ist. Diese bedeutende Frau, die in New York lebt, ist die Schwester des verewigten Breslauer Rabbiners Dr. Hermann Vogeisfcein. Ihr verdanken wir die grossartige Gesamtausgabe der Schriften von Lily Braun, die 1924 in fuenf Baenden erschienen und fast durchweg noch heute sehr lesenswert sind. Und es ist das unvergaengiiche V erdienst von Julie Braun-Vogelstein, mit jener Herausgabe zugleich ein Bild von Lily Braun neu gezeichnet zu haben. Die Hundertjahrfeier des Geburtstages der sozialistischen Kaempferin und grossen Schriftstellerin darf vielleicht dazu anreger vor allem die hier kurz skizzierten beiden grossen Romane wiederum zu lesen und sich von ihnen seelisch bereichern zu lassen. CURT WILK Langjaehriger Personal Chef u. Verirauensperson SUCHT aehnliche Stellung Perfekt in spanisch und deutsch. Angebote unter: K. S. Casilla 2559 Tel-Aviv. (JTA)—El ex Primer Ministro de Israel, David Ben Gurión, al hacer uso de la palabra, ante la convención trienal de la Bene Berith, expresó que creía en la supervivencia del judaismo norteamericano. Advirtió a los delegados, empero, que la supervivencia dependía de un énfasis más fuerte en el estudio del hebreo. También instó a dar mayor apoyo a la emigración de judíos norteamericanos a Israel. Dijo que no tenía la intención de solicitar a “to- Jerusalén (JTA).—El Doc tor Yaacov Herzog, Director General Adjunto de la Cancillería de Israel, ha aceptado el cargo de Gran Rabino de la Comunidad Británica. El Dr. Herzog dijo a la delegación que le ofreció e> cargo que estaba sumamente emocionado y que sólo había aceptado el puesto después de largas consideraciones. Espera tener —expresó—, la cooperación de todos ¡os sectores del judaismo británico. Dijo también que no se dejará dominar por ningún grupo ni institución, sino que será guiado por “mi conciencia religiosa y los preceptos del judaismo”. Agregó que le costaba mucho ANTISEMITAS Toronto (JTA).—John Beattie, líder del partido nazi canadiense fue “ablandado" a golpes por integrantes de una multitud, que asistía a un acto nazi, antes de que cien policías de refuerzo pudieron arribar al sitio del disturbio y rescatar a Beattie. El nazi de 23 años fue acusado, junto con otros ocho compañeros, de causar disturbios. El tumulto comenzó en Alien Gardens, un pequeño parque en Toronto, donde unas tres mil personas, muchas de ellas judíos y antinazis, se presentaron pese a los ruegos de las autoridades Jerusalén (JTA).—El Embajador Catriel Katz, qua ha ocupado el cargo de Cónsul General en Nueva York du~ COSECHA Jerusalén (JTA).—La cosecha de trigo israelí satisfará este año la mitad de las necesidades del país, según reveló el Ministerio de Agricultura. Agregó que la producción algodonera israelí podrá satisfacer todas las dos los judíos norteamericanos” a que abandonaran a los EE. UU. para venir a radicarse en Israel, pero que pedía a los 1.300 delegados que enviaran a sus hijos para cursar sus estudios secundarios e universitarios en el país. Algunos de ellos —dijo— quedarán aquí”. Expresó también que venir cada cinco o seis años para visitar a Israel no era suficiente para asegurar una unión significativa entre los diferentes Yishuvim. ausentarse de Israel. El Dr. Herzog ha estado muy activo en los últimos años en la diplomacia, pero, según manifestó, consideraba como “providencial” su retorno al ejercicio del rabinato. El Primer Ministro de Israel. Levi Eshkol, con quien el Dr. Herzog había conferenciado antes de aceptar el cargo, expresó que comprendía perfectamente bien los motivos que le indujeron a tomar sobre sus hombros tan pesada tarea. Nacido en Dublin, Irlanda, el Dr Herzog ha sido Embajador de Israel en Canadá, Ministro en Polonia y Director de la División EE. UU. de la Cancillería de Israel. Se hará cargo de su nuevo puesto en octubre. CANADIENSES judías de evitar el acto el que “amenazaba a la paz y al buen orden de la comunidad”. Cuando Bsattie fue divisado en la multitud, distribuyendo volantes, unos quince minutos antes de la hora anunciada para el comienzc del acto, fue inmediatamente atacado por gente de xa. multitud, quienes lo atajaron mientras trataba de huir del parque. Un segundo nazi logró escapar. Finalmente la policía logró llevarlo a lugar seguro en un coche patrullero, luego que había sufrido varios cortes y magulladuras en la cabeza. rante tres años, ha sido nombrado Embajador en Moscú .según anunció en Ministerio de RR. EE. RECORD necesidades internas y de exportación. Israel ya está suministrando más de la mitad de las compras europeas de pomelos. La cuarta parce de la producción agrícola de 1964 fue exportada. San Antonio 65 Eigene Fabrikation in feiner Unterwaesche Morgenroecke-Blusen fuer Damen und junge Maedchen Kittel fuer Haus und Buefro Tel. 381900 GRAN RABINO DE INGLATERRA EMBAJADOR ISRAELI EN MOSCO