Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXVII (1965)
- Issue
- 4 (Abril, 1965)
- Date
- 1965-04-01
- Page
- Seite 25 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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ABRIL 1965 BOLETIN INFORMATIVO 25 ZUM ID. TGDESTAGE DES GELEHRTEN: Albert Einsteins zionistisches Bekenntnis Am 18. April wird die gesamte Kulturwelt des zehnten Todestages eines der genialsten Wissenschaftler aller Zeiten gedenken, Prof. Albert Einstein, der zu den groessten Soehnen unseres juedischen Volkes gehoert Etwa drei und einhalb Jahrzehnte war dieser Weltweise auch mit der zionistischen Bewegung aufs innigste verbunden Jugendeindruecke und Lebensumstaende hatten es mit sich gebracht, dass Einsteins Verbindung zum Judentum und den Juden in den juengeren Jahren eine lose gewesen ist Doch dies aenderte sich voellig, nach seiner Zuericher und Prager Epoche, als der Gelehrte, bei Ende des Ersten Weltkrieges, der breitesten Oeffentlichkeit bekannt wurde Damals war von England aus, wo fuehrende Naturwissenschaftler durch ein bedeutungsvolles Experiment von der Richtigkeit der Einsteinschen Theorien ueberzeugt worden waren, eine neue Erkenntnis zur Menschheit gedrungen, die aus dem Chaos zum Neuaufbau der Welt gelangen wollte Einstein, leidenschaftlicher Pazifist, warnte in aller Offenheit vor der Wiederholung eines Krieges. Er. der im Deutschland der “Weimarer Republik“ Moeglichkeiten zur Forschungs und Lehrtaetigkeit erhalten, den man 1921 mit dem Nobelpreis fuer Physik ausgezeichnet hatte, sah sich bald einer antisemitischen Front gegenueber, die von der aeussersten Rechten bis in die Kreise der “Deutschen Volkspartei” reichte. Zwischen 1919 und 1922 liess man den Gelehrten sein Judesein recht unangenehm empfinden, und damals, begann seine Fuehlungnahme mit der zionistischen Bewegung. Der Auftrieb, den diese nach der historischen “Balfourdeklaration” e r h a 1 ten hatte, war klar erkennbar, und nicht zuletzt die Tatsache, dass in Deutschland hervorragende Menschen den zionistischen Kreis fuehrten, wie Felix Rosenblueth (Pinchas Rosen), Kurt Blumenfeld, Arthur Hantke und Otto Warburg, machte Einstein fuer die zionistische Betrachtungsweise der Dinge empfaenglich. In dieser Epoche lernte Einstein den damaligen Presidenten der Zionis t is c hen Weltorganisation, Chaim Weizmann kennen, und es entstand eine Freundschaft, die erst Weizmanns Ableben beendete Der Gedanke der politischen Selbstbefreiung machte tiefen Eindruck auf Einstein; doch darueber. hinaus, waren es die geistigen Moeglichkeiten, die den Akademiker, den Universitaetslehrer, in einen Kontakt mit der im Anfangsstadium ihres Aufbaues befindlichen Hebraeischen Universitaet brachten Der leidenschaftliche Enthusiasmus eines Schmarjahu Levin, den Einstein ebenfalls damals kennenlernte, v e r s t aerkte seinen Eindruck. Indem Einstein die Einladung Weizmanns annahm, ihn auf einer Propagandareise fuer die Universitaetsidee im Sommer 1921 nach USA zu begleiten, stellte sich der Gelehrte erstmalig in den Dienst der nationalen Sache, der er fortan treu ergeben blieb. Bald danach, im April 1922, war Einstein Zeuge des denkwuerdigen langen Gespraeehes, das Kurt Blumenfeld mit Walther Rathenau gehabt hatte, und dessen Sinn gewesen ist, diesen zur freiwilligen Aufgabe des Ministeramtes zu bewegen. Auch Einstein versuchte vergeblich, Rathenau zu ueberzeugen und ihn von der drohenden Selbstaufopferung abzubringen. Es war nur folgerichtig, dass Einstein, angewidert von dem, was sich in den kritischen Tagen nach der Ermordung Rathenaus (Juni 1922) abspielte, eine laengere Auslandsreise antrat, auf der er zu Vorlesungen einige Zeit in Japan blieb, um dann, auf der Heimfahrt im Namen der kuenftigen Universitaet auf dem Scopusberge bei Jerusalem einen Vortrag ueber die Relativitaetstheorie zu halten. In der folgenden ruhigeren Zeit bis 1929 sah man Prof. Einstein manches Mal als Gast zionistischer Meeting und Empfaenge; immer, wenn man ihn darum bat, stand er zur Verfuegung. Einmal sagte er oeffentlich: “Juden, Zionisten, folgt der Fuehrung unseres Praesidenten Weizmann; besseres kann ich Euch nicht anraten’’. Der Gedanke harmonischer Zusammenarbeit von Zionisten und nichtziohistischen Freunden Erez Israels begeisterte ihn, und es wurde ein Befürworter der erweiterten “Jewish Agency“, an deren Gruendungsversammlung im August 1929 in Zuerich er auf der zionistischen Seite teilnahm. Seine damalige wunderbare Rede, in der er sich zu Herzl und seiner Idee bekannte, war vielleicht der Hoehepunkt dieses Wirkens. Zum lezten Male in Deutschland, im Winter 1931/32, nahm er das Wort auf einer Kundgebung des ‘.Hapoel Hazair” fuer das “arbeitende Erez Israel”, und auch dort verrieten seine Worte sein nationaljuedisches Verantwortungsbewusstsein . Albert Einstein glaubte an den “Judenstaat”. Deshalb hatte er in der Kampfzeit von 1946 und 47 die zionsfeindliche Labourregierung gewarnt und sie an ihre feierlichen Versprechungen erinnert. Sem ursprünglicher “Verstandeszionismus“ wurde allmaehlich ein echter “Gefuehlszionismus”. Medinat Jisrael bedeutete ihm Erfuellung und zugleich Aufgabe Am 10. Todestages huldigt unser Volk dem Genius dieses Gelehrten, der an die Rennaissance der alten juedischen Kultur auf dem historischen Heimatboden geglaubt und in der zionistischen Bewegung das Mittel der Sammlung der Zerstreuten eines juedischen Volkes erblickt hatte. Curt Wilk Maletería Sta. Lucía Ltda. Otto Kraus G. Alameda 299 frente Portugal Fono 30956 en homenaje al Aniversario del Estado de Israel ] CIA. LTDA. Instalaciones Sanitarias En homenaje al Aniversario del Estado de Israel Agustinas 814 — Oficina 314 — Teléfono 31435 Jrau J^enny \Jo(^el Oekonomie der S. C. I. B’ne Jisroel Portugal 810 gratuliert anlaesslich des Jaum Haazmauth HACE MAS GRATO SU DESCANSO SILLON 3 POSICIONCS íG«sund/i«ge) TERRAZA Y JARDIN MESAS CAMAS SILLAS SILLONES, ETC. 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