Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXVI (1964)
- Issue
- 6 (Junio, 1964)
- Date
- 1964-06-01
- Page
- Seite 23 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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JUNIO 1964 23 BOLETIN INFORMATIVO DIE FAMILIE MEYERBEER Vor hunifert Jahren, am 2. Mai 1964, starb der beruehmte Komponist Giacomo Meyerbeer. ■Ueber den. Komponisten, den Vertreter der sogenannten “Grossen Oper”, wird von musikkundiger Seite in diesen Wochen seines 100. Todestages viel Kluges, Lebendes und auch Kritisches gesagt werden. An dieser Stelle darf daher etwas vom Leben und Kaempfen des Menschen und seinen familiären Beziehungen erzaehlt werden. Sein eigentlicher Name war Jakob Liebmann Beer, and er kam zu Berlin als Sohn eines Bankiers am 5. September 1791 zur Welt. Die Mutter, Frau Amalie Beer geb. Wulf, aus einer alten Berliner Familie, war nicht nur eine sehr wohltaetige Dame, sondern soll auch ueoer echten Berliner Humor und Witz verfuegt haben. Ihre drei Soehne, die sie anbeteten, pflegten von ihr als “der Koenigin Mutter” zu sprechen. Und ein Zeitgenosse aus dem preussischen Hochadel schrieb einmal, nachdem er einen Abend im Salon dieser Familie verbracht hatte, dass “in diesem mit Kunst und Geist gesaettigten Kreise mehr Verstand und Talent herrschte, als in unserem verhungernden Adel”. Aus diesem Hause, wo eine wunderbare Geselligkeit geuebt wurde, ging nicht nur das Theatergenie des “Beherrschers der Oper” hervor, sondern auch die hohe Begabung des fruehreifen und fruehverstorbenen Dichters Michael Beer, der schon mit 19 Jahren an der Berliner Koeniglichen Buehne Triumphe feierte und, spaeter in Muenchen, der Guenstling Ludwigs I. von Bayern werden sollte. Dieser junge Theaterschriftsteller, uebri g e n s ein damals fuer Juden noch fast ganz neues Betaetigungsfeld, versuchte, das buergerliche Drama seiner banalen AUtaeglichkeib zu entreissen und auf eine hoehere Ebene zu bringen. Der 18-jaehrige Michael schrieb eine “Klytaemnestra”, die am Koeniglichen Schauspielhause zu Berlin aufgefuehrt wurde, und ein “Struensee- Drama” in Erinnerung an den daenischen Emporkoemling, der so tragisch enden sollte.' Einen Gegensatz zu diesem stillen aelteren Bruder Michael, der eine besondere Freude am geistreichen Gespraech hatte, bildete der so beruehmt gewordene Giacomo, der Aeusserliches, Farbe und Prunk, bevorzugte.; Aber auch er, der nachmalige Generalmusikdirektor Friedrich Wilhelms IV. von Preussen, der Dirigent der koeniglichen Hofkonzerte, soll im Privatleben ein liebenswuerdiger und zarter Plauderer von vollendeten Manieren gewesen sein, der sich, auf der Hoehe der Karriere, von den im grellen Licht der Scheinwerfer umherschwirrenden Intrigen und Skandalen fernhielt, die denkbar-groesste Zurückhaltung uebte. Der junge Giacomo hatte frueh Unterricht im Klavierspiel erhalten und war, enttaeuscht von den Misserfolgen seiner ersten Opern, als Pianist taetig gewesen. In Italien begann er, Opern zu schreiben; das Komponieren setzte er dann in Paris fort, wo er seit 1826 lebte, mit “Robert der Teufel”, seiner ersten franzoesisehen Oper, die an der “Grossen Oper" einen rauschenden Erfolg hatte, der zehn Jahre danach von dem noch schoeneren, geradezu triumphalen, Erfolg der “Hugenotten” uebertroffen worden ist. Nach der Inszenierung dieses Werkes zu Berlin wurde er vom Koenige zum Generalmusikdirektor ernannt. Diese Auszeichnung traf in Preussen zum ersten Male einen jüdischen Musiker. Fuenf Jahre wirkte Meyerbeer in Berlin, und waehrend dieser Epoche erschienen seine uebrigen grossen, teilweise spaeter umgearbeiteten, Opern “Der Prophet”, “Die Afrikanerin”, “Der Nordstern”. Bald danach machte ihn schwere Krankheit zeitweise arbeitsunfaehig. Zu Paris starb er am 2. Mai 1864. Sicher ist, dass die Berliner Koenigliche Oper zu Berlin unter der musikalischen Leitung Meyerbeers eine Bluetezeit erlebte, dass er, aufgenommen in die Tafelrunde des kuenstlerisch-interessierten Koenigs, sich hier wohlfuehlte und echt-menschliche Beziehungen zur geistigen Elite dieser Zeit und dieser Btadt fand. (Diel Humboldts, Tieck, Schelling u. a,). Der Meister hatte ein vornehmes Auftreten und uebte eine Wohltaetigkeit, die vom Herzen kam. So widmete er sein mit der Verleihung des Ordens “Pour le mérite” verbundenes SondeTgehalt von 4000 Talem im Jahr fuer die Dauer dem Koeniglichen Orchester. Noch in den letzten Pariser Lebensjahren bedachte er notleidende deutsche Tonkuenstler, und viele Institutionen wohltaetiger Natur empfingen von ihm Legate. Und man weiss, dass er Richard Wagner, den er doch anfangs sehr beeinflusst hatte, um spaeterhin von ihm bekaempft zu werden, in dessen schlimmster Zeit, auf der Flucht aus Dresden, dann in Paris grosszuegige Hilfe angedeihen lies3. Meyerbeers Gattin war ebenso wie des Komponisten Mutter eine Frau, deren Geselligkeit besonders in den Berliner Zeiten ein schoenes Heim zu schaffen verstand, und diese Begabung kam dann auch in der Tochter Comelie Meyerbeer zur wunderbarsten Entfaltung. Und schliesslich muss noch der dritte der Brueder erwaehnt werden, Wilhelm Beer, der sich den vaeterlichen Wohlstand zu1 Nutze machte, seinen naturwissenschaftlichen Neigungen lebte und sich eine private Sternwarte einrichten liess. Auch er genoss das Wohlwollen des bayrischen Koenigs Ludwig I. Die Tatsache, dass sich die Sehoepfungen Giacomo Meyerbeers auf den Buehnen seit mehr als hundert Jahren hielten, wird von allen Fachkundigen mit ihrer Musikaiitaet und Theaterwirksamkeit erklaert, obwohl ihnen soviel Aeusserliches anhaftet. Dagegen wird Wagners beruehmtes Pamphlet “Das Judentum in der Musik” (1850), welches alle musikalischen Maengel mit dem Judentum des Komponisten in Zusammehang brachte, nicht mehr ernst genommen. Spaeter hat Wagner zugegeben, dass er Meyerbeer einen grossen Teil des eigenen Ruhmes verdanke. Curt Wilk Anzeigen Annahme fuer das Boletín Informativo Nueva York 52 o£. 412 Tel. 87765 VDN 9-1 ü. 5-7 Fábrica Heba Ltda Teatmos 744 — Tei. 63026 Maletería City* Monutas 827 — Tei. 398258 Maletería Master- Estado 377-Tei. 36984 Koffer - Reiseartihel <• Handsehuhe Dantentaschen - Spartartihel (Fussball-Baskeiball-Volleyball-Teimisarlikel); | i A € H NI i IR Y CD A. LTDA. j Casilla 9357 — Santiago; — V DAS GLAUBENSBEKENNTNIS DER OPTIMISTEN Versprich Dir selbst, So stark zu sein, dass nichts-lDeinen Seelenfrieden stoeren kann, Ueber ¡Gesundheit, IGlueck und Wohlstand zu jedem zu sprechen, dem Du begegnest, Alle Deine (Freunde fuehlen zu lassen, dass sie wertvoll sind, Die Sonnenseite von allem zu sehen, um Deinen Optimismus wahrzumachen, Nur an das (Beste zu denken, nur fuer das Beste zu arbeiten und nur das Beste zu erwarten, So (begeistert ueber den Erfolg der anderen zu sein, wie ¡Du .ueber Deine eigenen Erfolge hist, Die Fehler der Vergangenheit zu vergessen und auf die groesseren Vollendungen der Zukunft ihinzuarbeiten. Eine froehliehe Gemuetsstimmung zu allen ¡Zeiten zu zeigen und jedem Lebewesen, das Du triffst, zuzulaeeheln. So viel Zeit der Selbst-Verbesserung ¡zu widmen, dass Du keine Zeit hast, andere zu kritisieren, Zn stark fuer Furcht und zu glueeklieh, um Dich um Dich gu aergern, Zu stark fuer Furch und zu glueeklieh, um Dich zu (beunruhigen.! Aus dem Englischen uebersetzt und eingesandt von Herrn Juan Jacusiel Klelderbuegel $ 150, Staubwedel, Ausklopfer fuer | Teppiche, Haarbesen fuer die Kueche, Fensterleder, Waeschetrockner, Schleifstein fuer Scheren, Messer, Rasierklingen, etc. O. MASSA Monjitas 685 Gemeindemitglieder 10% Rabatt cfnuetor 0 UN PRODUCTO DE M Mt MOAS EXIJALOS EN LAS MEJORES TONDAS DEL RAMO LAS DALIAS 3249<MactM)-FONO 499407