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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1964-06-01 · 6 (Junio, 1964) · p. Seite 21

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVI (1964)
Issue
6 (Junio, 1964)
Date
1964-06-01
Page
Seite 21 (sequence 21)
Language
German
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JUNIO 1964 BOLETIN INFORMATIVO 21 ABKOMMEN EWG ISRAEL ZENTRUM FUER SPORT UND (Jerusalem , HM). — In Erüssel wurde' das erste Uebereinkommen zwischen Israel und der Europaeischen Wirschaftsgemeinschaft u nterzeichnet. Es bezieht sich auf Ermaessigungen der Zölle von über 20 israelischen Exportprodukten, etwa 25% der zollpflichtigen israelischen Ausfuhr an die EWG- Laender. Auf einer Pressekonferenz in Jerusalem erklaerte Finanz-, Handels- und Industrieminister Pinchas Sapir, das lang angestrebte Uebereinkommen koenne weder als Sieg noch als Niederlage gewertet werden. Israels Bemühungen, mit der EWG einen modus vivendi zu erzielen, begannen am 26. November 1962. Zwischen diesem Datum und dem Abbruch der Verhandlungen am 10. Dezember 1962 forderte Israel ein Gesamt-Abkommen, konnte jedoch mit diesem Ansuchen nicht durchdringen. Im zweiten. Stadium der Verhandlungen, im Juni 1963, unterbreitete die EWG einen für uns; nicht akzeptablen Vorschlag, auf den eine politische und öffentliche Aufklaerungsaktion Israels folgte, die zum jetzigen Uebereinkommen geführt hat. Nach Ablehnung der EWG- Vorschlaege wurde Israel ersucht, Gegenvorschlaege zu unterbreiten. Wir forderten Zollermaessigungen für 37 Ausfuhrartikel; über 20 sind im Uebereinkommen enthalten. Sapir erklaerte, dass der einleitende Paragraph von grösster Wichtigkeit sei und einem ausdrücklichen Wunsche Israels Folge leistet. Es heisst darin, dass das Abkommen als ein Anfang für weitere Arrangements zu betrachten sei. Die Partner des Abkommens sind entschlossen, die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Israel und den EWG-Laendern zu konsolidieren und auszubauen — unter Berücksichtigung der Wichtigkeit, die (gegenseitigen Handelsbeziehungen har monisch und stufenweise zu erweitern. Sapir erklaerte, Israel habe durch diesen Vertrag mehr erreicht als man uns 1963 anbot. Ein Teil der Ausfuhrartikel erhaelt Zollermaessigungen von bis zu 40%, wie z. (B. Grapefruit- Saft. Die Senkung für Avocado und für Bromide betraegt 35%; für Glas, Kalziumphosphat, Nylonstrümp fe, Badeanzüge, Kinderbekleidung, Herrenanzüge, Damenkleider, Asbestrohre, Lederwaren, Aluminiumrohre und -leisten und Aluminium selbst sowie Zitrouskonzentrate (betraegt die Ermaessigung 20%. Andere Artikel gemessen einen zehnprozentigen Zollerlass. Weitere Erleichterungen werden für die Ausfuhr gewisser Exportwaren in vereinzelte EWG-Laender gewaehrt, wie z. B. für Apfelsinen und Asbestfaeden nach Frankreich und Gemüse und Zitrussaefte nach Deutschland. Sieben israelische Produkte werden von Einfuhrbegrenzungen befreit, u. a. Bromsaeure seitens Italiens und Grapefruit - Kompotte seitens Frankreichs. Leider sind aus dem Abkommen einige für Israel lebenswichtige Exportartikel ausgeschlossen, wie Sperrholzplatten, Autoreifen und synthetische iGarne._ Israel verpflichtete sich seinerseits, die Bemühungen der EWG-Laender, ihre eigenen Industriewaren nach Israel auszuführen, möglichst zu berücksichtigen und deren Einfuhr zu erleichten. Bezüglich Zitrusfrüchten, eines unserer wichtigsten Exporte, wurde beschlossen, die Frage vorlaeufig offenzulassen. Insofern die EWG in Zukunft mit einem der ihr angeschlossenen zitrus-produzierenden Laendern ein Abkommen schliessen sollte, von dem sich Israel benachteiligt fühlen könnte, wird die Frage vor einen gemischten Ausschuss gebracht werden. Dieser Ausschuss wird auch Israels Ansuchen |überprüfen, dem sogenannten “Europaeischen Produkt” Zollermaessigungen zu g,ewaehren. (Das “Europaeische Produkt” sind Waren, die aus von EWG-Laendern eingeführten Rohmaterialien in Israel hergestellt werden.) Bezüglich der Eier-Ausfuhr ist ebenfalls noch keine Lösung in Sicht, obwohl Sapir dieser Frage weniger Bedeutung beimisst als den anderen Beschraenkungen. Die EWG hat sich bereit erklaert, auch die Eier-Ausfuhr Israels in Zukunft zu erörtern. Ausserdem erklaerte die EWG, dass sie im Zusammenhang mit dem Kennedy-Plan für weltweite Zollermaessigungen kein Veto bezüglich der von Israel ausgefuehrten Artikel, die im Abkommen enthalten sind, einlegen werde. Jedes Land hat naemlich das Recht, Berufung gegen vorgeschlagene Zollermaessigungen im Rahmen des Kennedy-Plans einzulegen. So ein Schritt würde sich für Israel unter Umstaenden ßchaedlich auswirken. Der Vertrag hat drei Jahre Gültigkeit und (wird am Ende dieser Zeitspanne automatisch um ein weiteres Jahr verlaengert. Der Gemischte Ausschuss soll, dem Plane nach, einmal jaehrlich zusammentreten. Jede der beiden Parteien kann jedoch auch ausserordentliche Sitzungen beantragen. Israel ist, — nach Persien, — das erste Land ausserhalb der EWG, das zu einem Uebereinkommen gelangte. Eine Reihe wichtiger Staaten bemuehen sich jetzt, dem israelischen Beispiel zu folgen. Dieser Praezedenz - Aspekt war eine der1 Ursachen, dass sich Idie Verhandlungen solange hinzogen. Das Uebereinkommen wurde am 6. Mai paraphiert. Der Ministerrat der EWG nat das Abkommen am 8. Mai formell ratifiziert. ) (“Canfit”) BETEILIGUNG AUSLAENDISCHER ST AHLF ABRIKANTEN Die Gesellschaft Ryersoh, eine Tochtergesellschaft von Inland Steel, einer d e r groessten amerikanischen Metall - Fabrikationsfirmen, und die Gesellschaft van Leer in Holland, eine der groessten Firmen zur Herstellung von Behaeltern aus Stahl, Fibre und Plastik, sind als Teilhaber in das Stahlkombinat der Familie Becker eingetreten und haben 26% ihrer Aktien erworben. Die neue Gesellschaft wird den Namen Pecker Steel tragen. Zu dem Kombinat gehoeren folgende Gesellschaften: Sulfak, Pladoth Hasharon, Profical und Konfak. Die Unternehmen in Kfar Saba und Haifa sollen wesentlich erweitert und neue Betriebe zur Produktion und Verarbeitung von Stahl sollen in Haifa und Beer Schewa errichtet werden. Das eingezahlte Kapital der neuen Gesellschaft betraegt etwa fuenf Millionen IL, und zunaechst sollen 1,5 Millionen neu investiert werden. Der Umsatz des Kombinats betraegt gegenwaertig 12 Millionen IL . und wird sich nach der Durchfuehrung der ersten Phase der Erweiterung auf etwa 25 Millionen IL vergroessern. Das Kombinat beschaeftig gegenwaertig etwa 200 Arbeitskraefte /und soll auf etwa 350 vergrossert werden. Dia neuen Aktionaere werden ihre Fachkenntnisse ohne Begrenzungen dem neuen Unternehmen zur Verlegung stellen. (“Canfit”) (ONTROLES AUTOMATICOS PARA ENTREGA INMEDIATA E IMPORTACION DIRECTA LECHNER Y CIA. LTDA. Nueva York 52 - Of. 418 - Tel. 87765 TOURISTIK v Jenseits des Jarkon wird mit einem Kostenaufwand von vier Millionen Dollar ein Zentrum für Touristik und Sport errichtet, dessen Anlagen bereits zum naechstjaehrigen Unabhaengigkeitstag eröffnet werden sollen. Das Zentrum soll in zwei Etappen errichtet werden, aber schon ¡nach Abschluss der ersten Bauphase im Fruehjahr 1965 i werden die Investoren dem Publikum ein grosses Schwimmbad olympischen Ausmasses, 53 Wohnbungalows für Touristen und ein grosses Hallenbad zur Verfügung stellen. Plaetze für Fussball, Tennis und Golf, sowie ein Tumsaael sind ebenfalls vorgesehen. Ein Parkplatz fuer 600 Autos wird eingericht werden. In der zweiten Bauphase wird ein modernes Hotel, mit 100 Zimmern hinzukommen, das mit allen Bequemlichkeiten internationaler Luxus h o t e 1 s ausgestattet sein wird. Das neue Zentrum wird auf Boden errichtet, die zum "Programm Lamed” der Tel Aviver Stadtverwaltung gehören. Es wird taeglich 5000 Besucher aufnehmen ¡können. Nur Mitglieder sollen Zutritt haben, wobei darauf geachtet werden soll, dass die Beitraege nicht zu hoch sind, um das Zentrum für möglichst weite Schichten zugaenglich zu machen. (“Canfit”) ERWEITERT, "MOTOROLA" ISRAEL-NIEDERLASSUNG Die grösste Electronic-Fabrik der Welt, “Motorola Inc.”, deren Zentrale in den USA ist, hat ¡beschlossen, das bestehende Werk in der Naehe von Tel-Aviv zu erweitern und die 35 Angestellten auf 70, darunter 15 Ingenieure, zu ¡verdoppeln. Das Werk beschaeftigt in Amerika und anderen Laendern 22.000 Arbeiter und hat einen Jahresumsatz von 100 Millionen Dollar, wovon im letzten Jahr für Forschungszwecke allein 22 Millionen Dollar verausgabt wurden. Zwei Direktoren der Firma A. L. Reese und C. P. Baswel gaben bei Ministerpraesident L. Eschkol eine schriftliche Erklaerung ab, in der es heisst dass sich die Firma ausschliesslich von wirtschaftlichen Erwaegungen ¡leiten und keine rassischen, politischen oder religiösen (Vorurteile gelten laesst. Das israelische Unternehmen wurde gemeinsam mit hiesigen Investoren, an deren Spitze M. Bessin (steht, errichtet. Die Motorola-Direktoren hatten auch eine Besprechung mit Finanzminister P. Sapir, bei der die Frage der auf die eingeführten Bestandteile entfallenden Zölle zur Sprache kam, sowie Probleme der Wellenlaengen- Verteilung für die hergestellten Funkgeraete. Eine Gruppe israelischer Ingenieure der Tel-Aviver Zweigniederlassung beg i b t sich idemnaechst zu Ausbildungszwecken in die USA. (“Canfit”). ABSCHNITT DER LEITUNG KINERET- NEGEV PRAKTISCH BEENDET Der erste Abschnitt der Lande swasserleitung vom Kineret zum Negev naehert sich seiner Vollendung. Bereits seit einiger Zeit werden erste Versuche durch geführt und eine beschraenkte Quantitaet Wasser strömt durch die Leitung. Diese Versuche ermöglichen die Reinigung de Rohre und das Ausprobieren der Hochdruckrohre, d. Verkleidung der Kanaele, der Syphons und der verschiedenen damit verbundenen Installationen. Diese Versuche laengs der Leitung werden einige Wochen in Anspruch nehmen. Wenn diese Versuche befriedigend verlaufen und es sich in ihrem Verfolge ergibt, das keine Ausbesserungen erforderlich sind, oder ernstere Aenderungen vorgenommen werden müssen, oder umfassendere Endarbeiten, wird die Leitung im Laufe des Sommers voll in Betrieb genommen werden. (“Canfit”) NEUE SEESCHULE Bei Aschdod wird, einem aller Kategorien auszubil- Beschluss der Behoerden den. nach eine Seeschule errich tet werden. Angesichts des In der neuen Seeschule starken Mengels an Schiffs werden 400-500 Schueler auspersonal besteht die drin gebildet werden koennen. gende Notwendigkeit, eine grosse Zahl von Seeleuten (“Canfit”) ( ANZEIGEN ANNAHME für das BOLETIN INFORMATIVO Nueva York 52 - Of. 412 - Tel. 87765

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