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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1964-04-01 · 4 (Abril, 1964) · p. Seite 9

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVI (1964)
Issue
4 (Abril, 1964)
Date
1964-04-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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ABRIL 1964 9 BOLETIN INFORMATIVO DIE STELLUNG DES DIASPORA - JUDENTUMS Haboker: Das Telegramm, welches dem Ministerpraesidenten von sieben Führern der repraesentativsten jüdischamerikanischen Organisationen zugesandt wurde bedeutet einen Wendepunkt in den Beziehungen zwischen uns und der Judenheit Amerikas Mit der Schaffung des Staates behaupteten die Führer dieser Judenheit. und auch ein Teil der Zionisten, dass die Juden und die Zionisten der USA kein Recht besaessen, sich einzumischen und auf das innere Regime und den Lebensstil des Staates Israel einen Einfluss auszuüben. Wir als Zionisten waren anderer Meinung: Zionismus bedeutet eine Identifizierung mit dem Staate Israel, ein Interesse an allem, was in diesem Staate geschieht und eine Stellungnahme zu seinen Problemen und der Lösung dieser Probleme. Die Juden der Golah haben nicht das Recht, an den Wahlen der Knesseth teilzunehmen und haben kein Entscheidungsrecht, aber sie haben das Recht, ihre Meinung zum Ausdruck zu bringen, und bestimmt hinsichtlich der geistigen, historischen und traditionellen Gestaltung des Judenstaates.; Wir begrüssen daher die Initiative, welche die Führer der jüdischen Organisationen ergriffen haben, die die grosse Mehrheit des amerikanischen Judentums' repraesentleren. Wir müssen uns nicht mit allem identifizieren, was in diesem Telegramm gesagt FORTSCHRITT Die Ergebnisse der letzten Minlsterrats-Tagung der Europaeischen Wirtschaftsgemeinschaft wurden in den Leitartikeln mehrerer Zeitungen gewürdigt. Dawar glaubt, dass die Ergebnisse der Tagung Anlass zur Annahme geben, dass ein gewisser Fortschritt festzustellen ist. In naechster Zukunft duerfte es möglich sein, die dritte Runde der Verhandlungen mit der EWG zu eroeffnen Besonders zu vermerken ist die Aenderung der italienischen ' Haltung, denn der neue italienische Vorschlag geht davon aus, dass unsere Zitrusfrüchte in Zukunft nicht benachteiligt werden sollen. Dawar weist darauf hin, Israel habe von Anfang an keine Vorzugsbehandlung gewünscht, sondern es wollte nur Benachteiligung und Zurücksetzung unserer Waren vermeiden. Wenn auch der Italienische Vorschlag hinsichtlich der Beratung in einer Kommision noch nicht klar ist, so besteht kein Zweifel daran, dass Italien unter dem Einfluss der anderen EWG-Staaten und auch auf Grund der israelischen Vorstellungen seine bisherige starre Haltung aufgegeben hat. Ungeklaert ist die Frage des' “europaeischen Produkts’’. Als die israelischen Unterhaendler dieses Problem vortrugen, fanden sie bei den EWG-Vertretern Interesse für ihre Argumente. Wenn bis heute keine Eiwird, insbesondere hinsieht lieh der Trennung von Staat und Religion Aber der Staat Israel muss darauf hören, was von allen Teilen und Strömungen im Judentum gesagt wird. Dawar schreibt zum gleichen Thema: Wir bestreiten den Vertretern des orthodoxen Judentums in der Diaspora nicht das Recht, auch ihrerseits ihre Meinung zum Ausdruck zu bringen. Tatsaechlich haben sie das unzaehlige Male getan, und Israel hat ihre Meinung weitgehend berücksichtigt. Tatsache ist aber auch, dass diese Kreise sich mit einer Meinungsaeusserung und mit Ratschlaegen nicht begnügen Sie organisieren sich in Aus Schüssen fuer die einzelnen Ziele, um bestimmte Gesetze in Israel einzuführen, sie organisieren Demonstrationen vor den israelischen Vertretungen in New York, Sie drohen öffentlich mit einem Boykott der ZIM-Schiffe und der El-AL-Flugzeuge. Das alles hat der Innenminister nicht als Intervention bezeichnet, aber der Einspruch gegen Versuche, einen schweren Druck auszuüben, bezeichnet er als Intervention. Das ist eine willkürliche Haltung, die nicht die Haltung der Regierung und nicht die Haltung der Mehrheit im Lande ist. Die Mehrheit der Oeffentlichkeit im Lande hat die Stimme der Vertreter der Mehrheit des amerikanischen Judentums, eine Stimme Ides Protestes gegen religiösen Fanatismus, gern gehört, eine Stimme, welche eindeutig klarstellt, IN BRUESSEL nigung in dieser Frage erreicht ist, so liegt dies weniger an grundsaetzlicher Gegnerseihaft als an technischen (Schwierigkeiten. Dawar ist der Ueberzeugung, dass die intensiven Aufklaerungsaktionen, zu denen auch die Reise Golda Meir gehörte, ihre ersten Wirkungen zeigen. - Auch Haaretz glaubt, dass eine leichte Wandlung zum Besseren zu verzeichnen ist. Die Staaten der EWG sind anscheinend bereit, von weiterer Benachteiligung der israelischen Zitrusfrüchte abzusehen und über die bestehende Benachteiligung nicht hinauszugehen, deren Nutzniesser die EWG-Staaten sind. Ausserdem will man uns Zollermaessigungen für eine Reihe von Erzeugnissen anbieten Vorlaeufig handelt es sich um eine Prinzipielle Bereitschaft zum Entgegenkommen, und die EWG hat noch keine konkreten Vor* sohlaege ausgearbeitet. Wir haben anscheinend nicht mit Zollerleichterungen für unsere Orangen zu rechnen. Andererseits hat Italien seinen Widerstand gegen irgendeine Form der Regelung dieser Frage aufgegeben. Die EWG erklaerte sich bereit, die Interessen Israels zu berücksichtigen, wenn weitere Staaten der EWG beitreten oder sich assoziieren sollten oder wenn die EWG Vertraege mit Laendern abschliesst, die Zitrusfrüchte exportieren. (Fortsetzung Seite 13) das nicht diese Minderheit im Namen des Judentums spricht, sondern im Gegensatz zu seinem Geiste. Hazofeh: Eine Gruppe von Reformrabbinern und Ehrenfunktionaeren jüdischer Institutionen in den Vereinigten Staaten hat ein Telegramm an Ministerpraesident Eschkol gesandt, in welchem sie ihrer Ansicht über die Religion und ihre Stellung im Staate Israel Ausdruck geben Sie gaben zu verstehen, dass die Mehrheit der Juden dafuer eintrete. Staat und Religion voneinander zu trennen Wir sprechen * dieser Gruppe keineswegs das Recht ab, sich in die Angelegenheiten des Staates zu mischen, da wir dieses Recht jedem Teile des jüdischen Volkes zugestehen. Aber wir können nicht anerkennen, dass sie sich als die Sprecher der Mehrheit der amerikanischen Judenheit bezeichnen. Sie repraesentieren gewisse Kreise, keineswegs aber die Millionen Juden1 der USA. Man muss zwischen der Religion bei anderen Völkern, und der Religion beim jüdischen Volke und im jüdischen Staate unterscheiden. Diese Gruppe hat orthodoxe Kreise in Israel und den USA beschuldigt, Druck auszuüben, um zu erreichen, das demokratische Massnahmen getroffen werden und die religiöse Freiheit unterdrückt sein könnte. Sie sprechen aber nicht von der Mission. Die religiöse Judenheit will so weit wie nur möglich Einfluss auf die Gesetzgebung und auf dag, Erziehungswesen haben, um die Juden beim Judentum zu halten. Wer. sich gegen “religiösen ¡Zwang’’ wendet, verfaelscht die Wirklichkeit Die Einheit des jüdischen Volkes, in all ihren Gruppen und Kreisen sollte unbedingt gewaehrt bleiben.! i Lamerchaw: Der Appell der Vertreter der amerikanischen Judenheit gegen den religiösen Zwang in Israel war am Platze, denn alle Anzeichen deuten auf eine staendige und anhaltende Verschaerfung dieser Erscheinung hin. Die Zeitung stellt fest, dass die extremen orthodoxen Kreise in Israel, in ihrem Kampf um Vorrecht für die Religion im Staat, sich amerikanischer orthodoxer Gruppen bedienen und sich mit deren Unterstützung nicht nur um religiöse Belange, sondern auch oft um wirtschaftliche Fragen kümmern, wie z. B. die Lage auf dem Schiffahrtswesen, wo sie scharfe Warnungen mit Repressalien erlassen können, für den Fall, dass man sich nicht ihren Forderungen unterwirft. Die Zeitung weist auf die Gefahren hin, die sich aus (einer Verschaerfung der Auseinandersetzungen in religiösen Fragen ergeben koennten, und glaubt, dass auch in religiösen Kreisen diese Gefahren nunmehr schon erkannt j werden. Im Namen der Einheit des Volkes sei unter allen Umstaenden ein offener Konflikt zwischen den Freidenkenden und den religioesen Gruppen zu vermeiden. ' AUS DER ISRAELISCHEN PRESSE 'I BELGIENS KOENIG IN ISRAEL Dawar: Koenig Baudouin u. Königin Fabiola sind hier gern gesehene Gaeste, selbst wenn ihr Besuch bei uns, wie in zahlreichen anderen Etappen ihrer jetzigen Reise keinen offiziellen Charakter traegt. Das Königspaar kam zu einer Wallfahrt zu den heiligen Staetten nach Israel und konnte sich wie alle anderen Pilger von d. Tatsache überzeugen, dass der Zugang zu allen heiligen staetten hier im Lande absolut frei ist. Vorher hatten die hohen Gaeste aufch die heiligen Staetten in Jordanien besucht und auch zu diesen freien Zugang gehabt. Dagegen jedoch war König Hussein nicht bereit dem belgischen Königspaar das' Recht zu geben, direkt die Grenze nach Israel am Mandelbaumtor zu überschreiten. Dies zeugt erneut dafuer, das Jordanien in den interarabischen Auseinandersetzungen sich durch besonders scharfe Haltung gegenueber Israel auszeichnen will, eine Tendenz der jordanischen Politik die erneut gestaerkt wurde, seitdem die Beziehungen zwischen Jordanien und Aegypten sich verbessert haben. Zugleich sei es zu begrüssen, das die Gaeste waehrend ihres zweitaegigen Besuchs hier auch die Gelegenheit haben etwas von dem neuen Israel zu sehen, und .sich mit •den Führern des Staates zu treffen und zu unterhalten. Es sei sicher, dass dieser Besuch, dazu beitragen wird die ausgezeichneten Beziehungen und die Freundschaft die schon zwischen Belgien und Israel besteht, noch zu vertiefen, } Hazofeh: Die Einwohner Israels empfingen den König Baudouin I. von Belgien und seine Gattin, die Königin Fabiola, die zu einem Besuch im Lande eingetroffen sind. Die hohen Gaeste führen diesen Besuch auf rein privater Basis durch, sie kommen als Pilger in dieses Land, das auch das Heilige Land der Christenheit ist, und werden von Lod aus nach Jerusalem reisen. Wir empfangen Gaeste, die Monarchen eines mit uns befreundeten L a n d es sind. Belgien hat oftmals bewiesen, das sein Volk freundschaftliche Gefühle fuer Israel hegt. Waere nicht die Einstellung der jordanischen Behoerden gewesen, haette der König über das Mandelbaumtor nach Israel kommen können, und d. Erinnerungsstaetten für die europaeische Judenheit besuchen Schliesslich verstehen die Belgier die zweimal in einer Generation eine Invasion der Deutschen erlebt haben, die Leiden unseres Volkes sehr gut. Jerusalem Post: Das bei gische Königshaus hat lange Zeit hindurch seine Freundschaft dem Zionismus und Israel gegenueber zum Ausdruck gebracht. Die Ankunft des Königspaares in Israel stellt ein weiteres Glied in der Kette dieser Freundschaft dar, obwohl dieser Besuch ausdrücklichst den Charakter einer Pilgerfahrt erhielt. 1933 haben die Grosseltern des jetzigen Königs, Albert und Elisabeth, dieses Land bereits besucht. Daraus entwickelte sich eine Freundschaft mit Prof. Weizmann und diese Freundschaft wurde auch, nachdem König Albert tragisch ums Leben gekommen war, von Königin Elisabeth weitergeführt. Seit Gründung des Staates Israel wurde diese Freundschaft des Königshauses zu Israel und dem Zionismus noch durch die Freundschaftsbande ergaenzt, die das belgische Volk und seine Regierung dem jüdischen Staate entgegenbrachten. I Junge (iaense aus dem sind lieferbar ab 20. Maerz Auch Enten und Huehner und immer unsere bekannten f Spezialitaeten: Poekel — und Raeucherzungen Poekel — und Rauchfleisch Gustav Fleischmann Pedregal 250 — Tel. Of. 398187 — Tel. Pr. 33527 San Antonio 65 Eigene Fabrikation in feiner Unterwaesche Morgenroecke-Bluseu fuer Damen und junge Maedchen Kittel fuer Haus und Budro Tel. 381900 B2B

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