Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXVI (1964)
- Issue
- 2 (Febrero, 1964)
- Date
- 1964-02-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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FEBRERO 1964 BOLETIN INFORMATIVO 9 GAtllAEA WIRD NEU ENTDECKT Von HERBERT FREEDEN (JERUSALEM) "SCHALOM" NACH HAIFA Am Wegrand steht ein weisses Auto des Beobachterkorps der Vereinten Nationen. Ein kanadischer Offizier springt heraus und die kleine Gruppe, die unter seiner Fuehrung eine Karte studiert und dann eine halbfertige Strasse abschreitet, besteht, aus zwei Iraeli und zwei L i b a h esen. Oben an der Grenze zwischen Israel und Libanon gibt es nicht die zuenderjde Spannung, die am s y r i s chen Grenzabschnitt keine Zusammenarbeit zulaesst. Hier ist es noch moeglich, sich mit Hilfe der Vereinten N a t i o nje n ueber Grenz Unstimmigkeiten zu verstaendigen. Als man auf israelischer Seite eine neue Strasse zu bauen anfing, die die Bergsiedlung Adamit mit dem noerdlichen Teil Galilaeas verbindet— eine Strasse, die wie eine Demarkationslinie entlang der, Grenze laeuft—, gab es zwar einige Zweifel, aber innerhalb von ein paar Tagen wurden sie geloest, und der Bau der Strasse konnte fortgesetzt werden. Diese Strasse ist nur ein Teil des Netzes, das jetzt in Galilaea neu ausgelegt wird, um ein grosszuegiges Projekt durchzufuehren. Seit der Schaffung des Staates Israel sind ueberall im Lande neue Staedte und Doerfer aufgeschossen, Suempfe und Einoeden haben Feldern und Waeldern Platz gemacht. Nur Zentral-Galilaea von Nazareth hinaus bis an die Libanesische Grenze, hat den Dornroeschenschlaf der Jahrhunderte nicht abgeschuelttelt Noch heute faehrt man dort auf schmalen, (holperigen Wegen an oeden und verkarsteten Bergen vorbei, durch Ebenen, deren einziger “Bodenertrag” Fels und Steine sind, und nur hier und da trifft man einen kleinen Olivenhain und ein aermeliches Dorf, das dahinvegetiert. Ein Gebiet von ueber 100.000 Ha liegt ,fast gaenzlich brach, und ein kleines Land wie Israel kann es sich nicht leisten, ein solches pontentielles Reservoir von Farmland ungenuetzt zu lassen. Die israelische Regierung hat deshalb in einer ihrer letzten Sitzungen beschlossen diesen Teil des Landes innerhalb weniger Jahre zu erschlossen. Das Projekt schien so wichtig, dass Ministerpraesident Levi Eschkol diese Ankündigung nicht seinem Landwirtschaftsminister ueberliess, sondern es in eigener Person bekannt machte und fuer dessen Verwirklichung die noetigen Faktoren mobilisierte. Der Plan sieht die Errichtung von 35-40 doerfliehen und staedtischen Siedlungen vor, und ist auf 15 Jahren berechnet. Zwei neue Staedte, mit je 20.000 Einwohnern, sind als Zentren fuer Industrie und Verwaltung gedacht. Bei einer von ihnen existieren bisher kaum mehr als der Name — Karmiel und die ersten Zufahrtsstrassen. MESSEN BEGUENSTIGEN EXPORT Das Aussenhandelsdefizit belief sich waehrend der ersten zehn Monate des Jahres 1963 auf 254 Millionen Dollar, um 46 Millionen Dollar weniger als waehrend der gleichen Zeitspanne des Vorjahres. Dies ist aus Berechnungen des Zentralen Statistischen Amtes der Regierung ersichtlich. Das verringerte D e f i zit geht auf eine Steigerung des Exports von 57 Millionen Dollar, oder 25%, zurück. Gleichzeitig stieg d. Nettoimport um 10 Mill. Dollar, oder 2%, an. Der prozentuelle Anteil des Exports an. der Deckung des Imports stieg von 43% in den ersten zehn Monaten des Jahres 1962 auf! 53% in der gleichen Zeitspanne des laufenden Jahres. Im Oktober 1963 belief sich das Aussenhandelsdefizit aul 31 Mill. Dollar, um 4 Mill. Dollar weniger als waehrend jedes einzelnen der vier vorangehenden Monaten. Diese Verringerung des Defizits ist vor allem einer Steigerung der Ausfuhr geschliffener Diamanten zu verdanken. Der Bruttowert des Exports stieg von 233 Mill. Dollar in diesen zehn Monaten des Jahres 1962 auf 294 Mill. Dollar in der gleichen Zeitspanne des laufenden Jahres an. Zwischen Mai und August 1963 sank der monatliche Export im Vergleich zum Vorjahre, doch ab September war wieder eine Steigerung zu vermerken. 64% des Exports ging nach Europa — um 2% mehr als im Vorjahre. Der Umfang des Exports! in die EWG- Laender stieg von 61 Mill. Dollar auf 88 Mill. Dollar und prozentuell, im Hinblick auf den gesamten Export, voiv 26% im Jahre 1962 auf 30%. Exporte in die EFTA' Laender stiegen von 63 Mill. Dollar auf 81 Mill. Dollar, oder von 27% des Gesamtexports auf 28%. Die Hauptabnehmer waren England (41 Mill. Dollar), die USA (39 Mill. Dollar), die Bundesreoublick Deutschland (35 Mill. Dollar). Der Export in di deutsche Bundesrepublik ist um 9 Mill. Dollar, oder fast 25% angestiegen. (“Canfit”) FUER VORMITTAGE SUCHE DAME mit Buerokenntnissen fuer Vertrauensposten; Bewerbungen mit Referenzen an “G. 33“ Clasificador 567 Die zweite Stadt Ma-Aloth hat bereits 3.000 Einwohner, aber, Dutzende von Problemen. Der Ort besteht naemlich schon seit ein paar Jahren und konnte sich nicht entwickeln. Man versprach zwar neuen Investoren Steuernachlass, wenn sie dort Fabriken errichten wuerden; Interessenten kamen und inspizierten den Platz, aber niemand wagte diesen isolierten Ort zu waehlen. Als sich dann schliesslich ein Mutiger fand und eine Plastik-Fabrik aufmachte, gab es nicht genug geschulte Arbeiter und er musste sie wieder schliessen. Die Einwohner sind groesst e n t eils Einwanderer aus Nordafrika, und die Armut und Arbeitslosigkeit in Ma- Aloth uebertraf die der Slums in Jaffa. Was der Stadt bisher gefehlt) hat, war ein landwirtschaftliches Hinterland, und das wird jetzt geschaffen werden. Die beiden Staedte sollen industriell die Produkte verarbeiten, die in Galilaea angebaut werden: Tabak, Obst, Wein und Gemuese. Auch Pelztierzucht gehoert in das neue Programm. Der Gesamtplan ist in drei Stadien geteilt, von denen das erste bereits in vollem Gange ist: als Beginn werden je drei Siedlungsblocks mit je drei bis vier Doerfern errichtet, was drei Jahre in Anspruch nehmen duerfte. Bis dahin muessen 200 km Strassen gelegt und 100.000 Ha Land von Stein gesaeubert werden. Wenn man bedenkt, dass es Landstreifen gibt, in denen jeder Hektar von un~ gefaehr 700 Kubikmeter Fels bedeckt ist —13 Tonnen Stein per Hektar— kann man sich die Schwierigkeit der Aufgabe vorstellen. Aber unter der Steinschicht gibt es guten Boden, der, wie Tests bereits festgestellt haben, bis zu einer Tiefe von 11/2 Meter reicht. Natuerlich eignet sich nicht das ganze Gelaende fuer Landwirtschaft; aber auch Terrain, das den Test nicht bestanden hat, wird eine nuetzlichere Rolle spielen als bisher — es wird zum Waldland, auf dem Millionen von Baeumen neu gepflanzt werden. Allein die Kosten des bis zum Jahre 1967 waehrenden Stadiums belaufen sich auf 28 Millionen Dollar. Innerhalb dieser Zeit hofft man 12.000 - 15.000 neue Menschen ansiedeln zu koennen. Aber das Projekt kommt nicht nur den neuen (Siedlern zugete; der arabischen Bevoelkerung Galilaeas wird damit die Moeglichkeit gegeben, ihren Lebensstandard zu heben und sich in das Wirtf.chafts- und Kulturleben des Staates voll einzufuegen. Neue Strassen werden ihre Doerfer aus dem Dornroesc h e n schlaf wecken, neue B e w a esserungsanlagen die Erzeugnisse ihres Bodens vervielfachen und neue Staedte ihnen einen besseren Markt fuer ihre Produkte bieten. Von Nazareth bis hinauf zur libanesischen Grenze ist Galilaea, das Juden und Christen gleicherweise teuer ist, neu entdeckt worden. Das neue Passagierschiff “Schalom” wird am 2. Maerz auf seiner Jungfernfahrt von Southampton ausfahren und am 12. Maerz zum ersten Mal in Haifa eintreffen. Die “Theodor Herzl” wird vorerst viermal Im Jahr die Strecke Haifa—Europa—Südamerika befahren. Bei einer Zahl von 500 Passagieren pro Fahrt .also 4.000 im Jahr, sei die Route als rentabel zu betrachten. Wenn spaeter die “Schalom” in Dienst tritt, würde diese Route sechsmal im Jahre befahren werden. Auf der neuen Route werden sowohl;01im als auch Touristen aus Südamerika befoerdert werden. Im umgekehrter Richtung kann man, da auch Lissabon/Portugal angelaufen wird, mit europaeischen Touristen und spanischen Auswanderern rechnen. Das Schiff wird Rio de Janeiro und Santos in Brasilien, Montevideo in Uruguay und Buenos Aires in Argentinien anlaufen. Ein Problem wird es sein, Mannschaftsmitglieder mit jiddischen und spanischen Sprachkenntnissen z u finden, und ein entsprechendes Unterhaltungsprogramm z u organisieren. Bezüglich der “Schalom” wurde noch mitgeteilt, dass sie zwei Küchen haben wird, eine koschere und eine “internationale”. Sie würde zwei Fahrten nach Marseille und zurück machen und dann zu Pessach eine Mittelmeer- Rundfahrt mit nur koscherer Küche unternehmen, da zu diesem Fest nicht Gesaeurtes an Bord sein darf. Am 17. April wird sie ihre Jungfernfahrt nach den USA antreten. (“Canfit”) NEUE PLAENE DER PETROLEUMRAFFINERIE Eine neue Anlage für Schmieroele wird in der Erdoel-Raffinerie in Haifa 20.000 To. Schmieröl jaehriich plus 5000 To. Wachs erzeugen. Es handelt sich uih eine Investition von 4 Mifl. Dollar, nachdem ein alter Vorschlag (14 Mill. Dollar Investition in 1957/8) seinerzeit als zu teuer zurueckgestellt wurde. Ausserdem wird bis August eine Anlage zur Herstellung von hochgradigem Benzin (Oktan 99) unter Investition von 3 Mil. Dollar iertiggestellt. Ersparnisse waren durch Bezug eines Grossteils der noetigen Ausrüstung im Lande moeglich. Wie der Generaldirektor des Handels— und Industrieministerium M. Zur der Presse mitteilte, konnte die Raffinerie seit ihrer Uebernahme durch die Israelregierung am 1.1.1959 ihre Leistung um 100 Prozent erhoehen. 1964 wird die Vorkriegsleistung von 3 Mill. To (1948) erreicht und bis 1966 wird die Raffinerie 4,7 Mill. To. diverser Produkte hersteilen. Damit wird der Landesbedarf gedeckt und der Export und “unsichtbare Export” (Treibstoff für Schiffe und Flugzeuge) ermoeglicht. Zu den grossen vorgesehenen Investitionen gehoert die Erwerbung eines Riesentankers von 60.000 To. in Japan gemeinsam mit ZIM für ca. IL 18 Mill. Von den Gesamtinvestitionen in Hoehe von IL 108 Mill. werden nur IL 16 Mill. vom Entwicklungsbudget kommen. Der Rest wird von Teilhabern (z.B. Brennstoffgesellschaften, Auslandsinvestoren etc.) sowie Idurch Anleihen der Export-Import- Bank in USA und Japan momibilisiert. (“Canfit”) r PIROMETROS - TERMOMETROS para Industrias y Laboratorios LECB I CIA. LTDA. ENTREGA INMEDIATA Nueva York 52, Of. 418 TeL 87765 — Para ampliar actividades NECESITAMOS VENDEDOR con conocimientos de electricidad . a base de comisión. Posibilidades de participación para persona idónea. REPRESENTACIONES TECNICAS Clasificador 567 - Santiago