Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXV (1963)
- Issue
- 11 (Noviembre, 1963)
- Date
- 1963-11-01
- Page
- Seite 23 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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NOVIEMBRE 1963 23 BOLETIN INFORMATIVO A COMUNIDAD ISRAELITA DE VALPARAISO HOSCHANAH—RABBAH—LERNEN: IN DAS mm ZEITALTER DES SPANISCHEN JUDENTUMS Unter der Leitung unseres Rabbiners organisierten die Departaments fuer Kultus und Kultur das traditionelle Lernen. Schon Henri Basnage de Beuaval (17. Jahrhundert) berichtet von einem Grab suedlich Valencias mit der Inschrift: “Hier ruht Adon Iram, Gesandter des Koenigs ßalomon’’. Ohne Zweifel kamen juedische Seeleute, gemeinsam mit ihren semitischen Vettern, den Phoeniziern, durch Koenig ,Salomons Handelsflotte nach der Iberischen Halbinsel Unter Nebukadne- (fir, .dem Babylonierkoenig, soll die dortige juedische Bevoelkerung noch mehr angewachsen sein. Mit den Roemern erreichten jene Gestade freiheitshungrige juedische Soldaten. Und s'o kam es, dass wir im 3. Jahrhundert unserer Zeitrechnung bereits gute juedische Buerger auf dieser Halbinsel vorfanden, in jener Zeit, wo die verschiedenen europaei sehen Nationalitaeten gerade im Entstehen waren. Die Juden lebten in Frieden mit den Westgoten zusammen, bis diese sich im Jahre 612 der katholischen Kirche a nschlos'sen und damit eine neue Leidenszeit der Juden begann, bis die Araber ueber Gibraltar im Jahre 711 ins Land kamen und mit ihnen die fast 300 jaehrige Bluetezeit des juedischen Lebens ihren Anfang nahm. Unter den Kalifen Toledos bluehte Handel und Wandel, Wissenschaft und Dichtkunst, in friedlichem Zusammenleben der gesamten Bevölkerung. Die religioes’e Freiheit brachte das Judentum zu groesster Bluete. Die grossen Rabbiner dieser Zeit waren gleichzeitig Aerzte, Astrologen und Richter. Sehr oft waren sie auch hohe staatliche Funktionaere. So auch HASDAI IBN SCHAPRUT. Er war Aussenminister. Es war bekannt dass er jedem Gesandten, der ihm seine Beglaubigungsschreiben ueberreichte, nach der Lage der Juden in seinem Lande frug. So erfuhr er, dass irgendwo an der Wolga ein juedis'cher Staat bestaende, unter Joseph I, dem Koenig der Chasaren. Und er schrieb an diesen Koenig, dass er Wuerden und Ehren aufgeben wolle, Haus und Familie verlassen wuerde, um ueber Berge und durch Taeler zu wandern, bis zum fernen Ziele, dort, wo ein juedischer Staat bestaende, der ein Ende setzen wuerde dem traurigen. Dasein eines Volkes ohne Heimat, wie sie alle anderen Voelker haetten. Als die ersehnte Antwort eintrpf, die ihn zum Aussenminister des Chasarenreiches ernannte, war er bereits gestorben. Dann erzaehlte man uns von SALOMON IBN GAB.l- ROL. Er war ein Waisenkind, in Málaga geboren und sein Leben war von Armut und steter Wanderschaft gezeichnet. Er war Arzt, Dichter und Philosoph. Er verfasste das Werk: “DER LEBENSQUELL” wo er seine neuplatonische Lehre entwickelt und die christlichen Theologen entscheidend beeinflusst, als dieses Werk in lateinischer Uebersetzung als “FONS VI¬ TAE’’ bekannt, wurde, wenn auch unter falschem Namen eines gewissen Avicebron. Erst durch die Entdeckung eines hebraeischen Auszugs uind seiner Identifizierung mit der Fons' Vitae konnte das Werk wieder Gablrol zugeschrieben werden. Dann wurde kurz BACIUA BEN JOSEPH PAKUDA erwaehnt. Er war Richter in einer juedischen Gemeinde lm muslemischen Spanien. Sein Werk, DIE HERZENS¬ PFLICHTEN, gehoeren i n der hebraeischen Uebersetzung, zu den am meisten gelesenen juedischen Erbauungsschriften. Er will den Menschen auf den Weg des inneren Dienstes fuehren, der ihn zu Gott erhebt und . ohne den die mechanische ' Ausuebung der Gebote sinnlos ist. Hoehepunkt aller Froemmigkeit war fuer ihn ein Leben, in dem die Gueter dieser Welt unwesentlich sind und wesentlich nur bleibt die Ausrichtung auf Gott und seine kommende Welt. Der groesste nachbiblische Dichter hebraelscher Sprache duerfte wohl JEHUDA HA- LEVI sein. Er wurde in Toledo geboren und war von Beruf Arzc. Er liebte dieScnocnheitca der Natur und des Lebens. Doch mit vorschreitendem Alter, wurden auch seine Verse traurig. Er fuehlte die Tragik seines Volkes und gab der ewigen Sehnsucht nach Zion durch seine ZIONSLIEDER Ausäruek Er schrieb: “Mein Herz ist im Osten und ich selbst bin im Westen, wie kann ich mich erfreuen, wenn Zion in Ketten Edoms (Kreuzfahrer) liegt und ich an die Ketten Arabiens geschmiedet bin?” Nach dem Tode seiner Frau begann er seine grosse Reise gen Zion. Nach einem 2— jaehrigen Zwischenaufenthalt in Alexandrien, soll er endlich das heilige Land erreicht haben, doch ein arabischer Reitersmann soll ihn mit seinem Pferde zu Tode getrampelt haben. Zu dieser Zeit lebte auch ABRAHAM IBN ESRA, ein anderer beruehmter Barde, doch im Leben hatte er kein Glueck. Er schrieb, dass wenn er Sargenes verkaufen wuerde, bestimmt keiner mehr sterben brauchte und süilte er Kerzen vertreiben, bestimmt es niemals dunkeln wuerde. Man erzaehlt, dass Jehuda Haievi einSQ ueuer eaiem sehr schwierigen Gedichte einschlief, da ihm durchaus das richtige Wort nicht einfallen wollte. Als er wieder erwachte, war es vollendet. “Das kann nur ein Engel oder IBN ESRA getan haben” soll er ausgerufen haben. So sollen sich beide Dichter kennen gelernt haben. Ibn Esra ging auch als BIBEL¬ KRITIKER in die Geschichte ein. Er hatte zeitlebens Angst, als Ketzer verschrieen zu werden. Rabbiner Friedlaender versprach den Anwesenden, in Baelde einen Zyklus ueber MairaonideS zu organisieren, denn in gedraengter Form, wie waehrend des Hoschanah-Rabbah-Lernens, koennte er nicht von einem Manne sprechen, von dem unsere Geschichte sagt: “Von Mose bis Mose stand keiner auf wie Mose”. Abschliessend Sagte er, dass wir den Stolz der Juden aus SEFARAD (Spanien), ihren Willen zur Freiheit und ihre Liebe zu Zion als Erben in Ibero-Amerika antreten sollen. E. KAUFMANN Otro Local da Gemffdo Mteyer en Calle Moneda Discos - Radio - Televisión y toda la línea artefactos para el Hogar CREDITOS DISTRIBUIDORA MONEDA Moneda 881 — Teléf. 381775 mi .mi vida ha cambiado! Su *nea me fascina y as tan oonfortabla y eapaoloso. Caben S personas ■ - al replegar el asiento posterior quede una capacidad asombrosa en donde oolocar mis compras. iEs de gran pique! Fáo» de manejar y fioR de esiaoionar y también 270393