Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXV (1963)
- Issue
- 10 (Octubre, 1963)
- Date
- 1963-10-01
- Page
- Seite 21 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/8553624-8558686-9194543--4021-8558983- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
OCTUBRE 1963 BOLETIN INFORMATIVO 21 UNERWUENSCHTER AUSLAENDER Das “Feuille d’Avis de Eausanne” wusste zu berichten, das's Ministerialrat Dr. Hans Globke, Bonn, sich schon vor Jahren in Chardonne ob Vevey ein Grundstueck erworben habe, auf dem er nunmehr eine Villa baue. Die Nachricht ist bis heute nicht dementiert worden, so dass man mit Sicherheit annehmen darf, der Herr Ministerialrat Dr. Globke habe die Absicht, sich nach seinem Ausscheiden aus dem Amt, das wohl gleichzeitig mit Bundeskanzler- Adenauer erfolgen wird, am Genfersee haeuslich niederzulassen. ES ist daher geboten, jetzt schon kundzutun, dass das Schweizervolk wohl in seiner ueberwiegenden , Me h r h e i t Herrn Globke als unerwuenschten Auslaender betrachtet. Herr Dr. Globke war unter dem Naziregime an prominenter Stelle taetig. Er war Referent fuer Personenstand und StaatSangehoerigkeitsfragen und Koreferent fuer Rasse— und Judenfragen im Reichsministerium des Innern. Man wirft ihm vor, an der Ausarbeitung des Gesetzes “zum Schutze des' deutschen Blutes und der deutschen' Ehre’’ massgeblich mitgewirkt zu haben. Dieser Vorwurf wird von ihm freilich bestritten und mit Sicherheit laesst sich der Beweis wohl nicht mehr erbringen. Es ist immerhin verdaechtig genug, dass kein Geringerer als Reichsinnenminister Frick ihm attestierte, “in ganz hervorragendem Masse’ am Zustandekommen dieses Schand gesetzes beteiligt gewesen zu sein. Voellig unbestritten aber ist die /Tatsache, dass besagter, Herr Ministerialrat Globke, eine sehr massgebliche Rolle gespielt hat bei der Ausarbeitung der das Gesetz ergaenzenden Ausfuehrungsbestimmungen. So hat er selbst zugegeben, dass er die Verordnung ausarbeitete, durch welche alle Juden gezwungen wurden, sich den Vornamen Israel bzw. Sara zuzulegen. So hat die Brandmarkung begonnen, mit dem Judenstern fand sie dann ihre sinnvolle Ergaenzung. Nach einem Telegramm des deutscheii Gesandten Koecher in Bern war es ausgerechnet wieder Herr Dr Globke, der dem Chef der schweizerischen Fremdenpolizei, Dr. Rothmund, den Vorschlag unterbreitete, man wolle PaeSse von im Ausland wohnenden Deutschen mit dem Vermerk “Gueltig fuer die Schweiz” versehen, diesen Vermerk aber den Juden vorenthalten. Das war wiederum der Vorlaeufer des J- Passes. Globke ist ferner der Mitherausgeber des 1936 erschienenen Kommentars zur deutschen Rassengeset zgebung. Ein Bundestagsabgeordneter hat gewiss nicht zu Unrecht diesen Kommentar als “mit Paragrafen veruebte Aechtung mit Paragrafen veruebten Mord” bezeichnet. Herr Dr. Globke hat freilich behauptet, er habe an diesem Kommentar mitgewirkt, um ihn mildern zii koennen. Aber es bleibt eine Preisfrage, herauszufinden, was an diesem Kommentar, der ja schliesslich ein wesentlicher Beitrag, die juristische Grundlage zur Endloesung der Judenfrage war, milde sein soll. Globke macht geltend, er habe damals im Reichsinnenministerium auf Wunsch der katholischen Kirche ausgeharrt, gewissermassen als Horchposten. Es sei ihm dadurch gelungen, Rettungsaktionen auszuloesen. Ja. Bundeskanzler Adenauer, dessen ganz besonderer Gunst Herr Dr. Globke sich erfreut, erklaert immer wieder, dieser sei ueberhaupt nicht belastet. Aber das ist weder die erste noch die glaubwürdigst.? Behauptung des starrkoep figen alten Herrn, die nicht stimmt. Wenn die "Allgemeine Wochenzeitung der Juden in Deutschland” schreibt, Globke habe durch seinen Kommentar zu den Rassengesetzen den Juden nicht geholfen, sondern dadurch geschadet, dass dieser Kommentar die Judengesetze erst zu der scharfen Waffe machten, als die sie sich dann erwiesen, dann ist das gewiss richtig. Es , haette wirklich des grossen Schauprozesses in der DDR nicht bedurft, um der Welt die —bescheiden ausgedrueck — zwielichtige Persoenlichkeit Globkes zu zeigen. Der Prozess war ja auch weniger an die Adresse Globkes, als an diejenige Adenauers gerichtet. Aber man darf sich, in diesem Punkte gewiss dem Kommentar der “Frankfurter Rundschau” anschliessen die bemerkte:!“Wieviele Propagandaaktionen aus Ostberlin haetten gar nicht unternommen werden können oder waeren ins Leere gestossen, wenn in den Spitzenpositionen der politischen Beamtenschaft ausnahmslos Leute mit makelloser Vergan genheit sitzen wuerden”. Aber man weiss’ ja, wieviele ehemalige Nazis in der Bundesverwaltung an fuehrender Stelle taetig sind. Wie koennte es anders sein, wo ja doch ihr oberster Personalchef kein anderer ist 1 als eben Herr Dr. Globke. Welche Rolle immer dieser Mann in Dritten Reiche gespielt haben mag, er ist schwer belastet. Jede Zusammenarbeit mit einem Regime der Bluthunde belastet. Es sind deren allzu viele, die nachtraeglich beha u p t e n, gusgeharrt zu haben, um helfen zu koennen. Es gibt deren allzu viele, die auf einen Alibi-Juden hinweisen, der als Feigenblatt fuer begangene Untaten dienen soll. Wir koennen nicht ins Innere des Herrn Ministerialrates blicken. Wir goennen ihm denn auch einen geruhsamen Lebensabend. Er muss, was seine Vergangenheit anbelangt, selber mit ihr fertig werden. Aber wir wuenschen keinesfalls, dass er sich als Dauergast in unserem Lande niederlaes’st. Er moege sich in Deutschland einen Ruhesitz erwerben, es gibt dort schoene Landstriche. Wir wuenschen den Mann, der massgeblich an der deutschen Rassengesetzgebung beteiligt war der fuer die grauenvollen Judenverfolgungen mitverantwortlich ist, nicht bei uns zu haben. Herr Globke moege be denken, falls er solchen Bedenken zugaenglich ist, dass es mitgeholfen hat, dass viele deutsche Juden das rettende Ufer der Schweiz nicht erreichen konnten, dass daher heute unsere juedischen Mitbuerger, und nicht nur sie, sie aber in erster Linie, seine Anwesenheit in der Schweiz als Provokation empfinden muessten. Sollte Herr Dr. Globke fuer dieses Argument kein Verstaendnis haben, dann bleibt zu hoffen, dass es ihm die Eidgenoessische Fremdenpolizei durch Verweigerung der Aufenthaitsbewilligung be i - bringt. (“Argus”, Zuerich) CDU-Abgeordnete reisen nach Aegypten: “Preis fuer volle Beziehungen zu Israel zu hoch” Der Vorsitzende des kulturpolitischen Ausschusses des Bundestages, der Giessener CDU-Abgeordnete Dr. Berthold Martin, ist bei seiner Reise durch mehrere arabische Laender in seiner Auffassung bestaerkt worden, dass die Aufnahme voller diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und Israel von den arabischen Laendern mit der Anerkennung der Sowjetzone, wenn nicht mit dem sofortigen Abbruch der Beziehungen zu Bonn beantwortet werde. Darüber hinaus bestehe die Gefahr, dass sich diesem Vorgehen auch mehrere .Staaten In Asien anschliessen. Für die Normalisierung der Beziehungen zu Israel, die an sich mehr als korrekt seien, koenne ein solcher Preis, der die nicht wieder gutzumachende Befestigung der deutschen Teilung beinhalte, nicht gezahlt werden, sagte Dr. Martin in einem dpa-Gespraecn in Giessen. Martin verwies , daraul, dass bei der Frage voller diplomatischer Beziehungen zu Israel auch die Folgerungen daraus für Israel selbst im einzelnen überlegt werden müssten. ,Die Praesenz der Bundesrepublik Im Nahen Osten Hege im wohlverstandenen Interesse des Westens und Israels. Sie koenne aber nur erhalten und ausgebaut werden, wenn das gegenwaertig bestehende labile Gleichgewicht im Nahen Osten nicht durch die Aufnahme voller diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und Israel gestoert werde. Dr. Martin stellte fest, dass seine Aeusserungen zur Frage voller diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und Israel ln Aegypten seine persoenliche Meinung und, wie er glaube, die Meinung zahlreicher seiner Parteifreunde gewessen sei. Er habe ln keiner Stellungnahme ln Aegypten für den Bundestag insgesamt sprechen wollen. Der CDU—Abgeordnete Ernst Majonica ist der Ansicht, dass die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Israel “nicht im Interesse Deutschlands” laege. "Ausserdem glauben wir, dass solche Massnahmen unsere Beziehungen mit den Laendern des Nahen Ostens ungünstig beeinflussen wuerden”, sagte er vor seinem Abflug aus Kairo nach einem mehrtaegigen Besuch Aegyptens zusammen mit einer Bundestagsdelegation. Thema der Gespraeche mit den aegyptischen Vertretern waren nach Majonicas Angaben die Moeglichkeiten einer erweiterten Zusammenarbeit zwischen der VAR und der Bundesrepublik. (“CONDOR”) AVIOIS DE KLM SEMI PROVISTOS IERIS DE RADI "FAMACO” M. R. Fábrica de Materiales de Construcción BENJAMIN EIJGEL SPITZ Av. OSSA 1237 - FONO 472352 FABRICA BE BALDOSAS MARMOL RECONSTITUIDO TEJAS - PASTELONES LADRILLOS TUBOS PARA ALCANTARILLADO Distribuidor: Refractarios Loia-Green S. A. UHREN REPARATUREN Garanlie —• Economie SALO SPIEGEL Pasaje Agustín Edwards 1078 RELOJES JOYAS Teléfono 87925 ErstkL earopaeiaeher Herrenschneider! übernimmt Mansar beit and ¡ Aenderungen. Bei Aviso hole j Arbeit ah. i SIKLAI Nene Adresse: Meroed 767 Local 3 (frente Teatro Sao Paolo) El cuerpo de ingenieros de KLM y del Departamento de Aviación Civil Holandés dieron recientemente en el Aeropuerto de Amsterdam, su visto bueno al funcionamiento perfecto del último equipo de Secondary Surveillance Radar (SSR) instalado en la flota de Jets DC-8 de KLM, y con lo cual se aumenta ciento de veces la maniobrabilidad, tanto del avión como de la torre de control, del aeropuerto internacional holandés. El nuevo sistema, es en realidad un perfeccionamiento del radar convencional, y ya fue probado eficientemente durante la guerra. Como es conocido, el radar convencional está basado en el reflejo de señales que son emitidas desde tierra y que chochan con la superficie del avión Cuando se emplea el SSR, sin embargo, el avión es provisto también con un equipo transmisor y recibidor, el cual es activado por las señales que recibe desde tierra. Las señales que devuelve entonces el avión son naturalmente mucho más potentes que el simple eco que transmite el radar convencional. En el área de control de tráfico del aeropuerto de Amsterdam la calidad de recepción de las señales SSR es constante, no está afectada por factores extraños, como colinas, altos edificios, formaciones de nubes, etc. Por medio de radar convencional se puede determinar la altitud del avión que aparece en la pantalla, pero no siempre con exactitud. A este respecto el SSR tiene mucho más eficiencia. Un nuevo mejoramiento técnico, ya en práctica, permitirá al avión enviar una segunda señal codificada de acuerdo a la marcación del altímetro por medio del SSR, con la consecuencia que la altitud del avión será conocida permanentemente en tierra y cualquier cambio será inmediatamente observado. La posibilidad de un código de señales que pudiera enviar el avión ofrece grandes beneficios. Por este sistema podrá ser identifie ado inmediatamente el avión. Actualmente hay 64 códigos de señales en el SSR, pero se considera que pronto se podrán emplear 4.096 combinaciones que permitirán conocer y dirigir exactamente a los aviones en los aeropuertos. Oon la última prueba realizada en el .aeropuerto de Amsterdam, KLM tiene equipada ya su flota de DC-8 Jets, con radar SSR. Naturalmente que este sistema sólo puede utilizarse en aquellos aeropuertos que cuentan con la antena de SSR en tierra, como es actualmente el caso del aeropuerto de Amsterdam. Este sistema es obligatorio en Estados Unidos, no así en otros países. Además de obtener una apreciable economía de tiempo y eficiencia, el nuevo sistema SSR, da mayor expedición de operación al aeropuerto, los que como el efe Amsterdam, en Holanda, se ven día a día más recargados de tránsito. La modernización en este sentido, sin embargo, es constante en el aeropuerto holandés, y los pasajeros que vuelan directamente o van de paso, podrán fácilmente apreciar estas permanentes mejoras brindadas por la compa¬ ñía aérea comercial más antigua del_ mundo, la mundialmente conocida KLM. 11