Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXV (1963)
- Issue
- 5 (Mayo, 1963)
- Date
- 1963-05-01
- Page
- Seite 21 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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21 MAYO 1963 BOLETIN INFOR M'A'T I V O (j&ntufudacC BESUCH ARTHUR DUBOWSKY Unser frueherer Vorbeter “ad honorem“ machte uns einen Besuch in Viña del Mar. Er erzäehlte uns von seinem Tun und Treiben in Denver, Colorado (USA) und benutzte seine Ferien, die alten Freunde und Bekannten wieder zu sehen. Waehrend des sehr gut besuchten Freitagabend—Gottesdienstes, wo er selbst amtierte, sprach unser Gemeinderabbiner, an den Thoraabschnitt “Wajikra” anknuepfend, ueber den tiefen Sinn des Opfers. Fuerwahr, Arthur Dubowsky verstand den Sinn des Opfers voll und ganz, als er in schwerer Zeit den Willen und die Stunden aufbrachte, um mittellosen Emigranten zu einem Gottesdienst zu verhelfen. Diese vornehme Verbundenheit mit seiner frueheren Gemeinde hat er jetzt aufs Neue bewiesen, indem er seine_Ferien hier mit uns verbrachte, das Bekannte dem Unbekannten Vorzug und nicht wie viele andere Touristen exotische Laender bereisen wollte. Unsere Gemeinde ueberreichte ihm einen bronzenen Huaso, auf einem Marmorsockel, zum Andenken an all die schoenen Stunden in Chile. MAX AUFRICHTIG S. A. Im 93. Lebensjahr verliess uns fuer immer unser aeltestes Gemeindemitglied, Herr Max Aufrichtig s\ A. Drei Generationen verkoerperte er in seiner Person, vom Leiterwagen zur Mondrakete; er lebte von der alten Welt der frueheren “Kavaliere”, hinein in die jetzige Welt der zornigen jungen Maenner. Er starb ganz kurz vor Pessach, dem Fest der Ueberschj_eitung, wo er ueber die grosse Bruecke schritt, vom Diesseits ins Jenseits. Viele gaben ihm das letzte Geleit, viele Sagten ihm “adieu”, ihm, der einst ihnen herzlich willkommen sagte, als sie vor fast 24 Jahren im gastlichen Chile landeten. Sein Leben war Zuversicht und Zufriedenheit mit sich selbst und den Seinen. Sein Leben war gut gelebt, so wie es im Morgengebet steht: “Gib unserem Herzen die Faehigkeit zu verstehen, zu erkennen, zu hoeren, zu lernen, zu lehren, zu bewaehren und zu bewahren, die Worte der Lehre Deiner Weisung, der Liebe”. Max Aufrichtig s. A. hat sein Leben gelebt, optimistisch und guten Mutes. Er freute sich, wenn es seinen Kinder und uns allen gut ging. Er diente auf seine Art dem lieben Gott, doch niemals um des Lohnes willen. GEMEINDESEDER Zwei Sederabende, der erste in deutscher und der zweite in spanischer Sprache, an denen insgesamt 140 Menschen teilnahmen, wiyrden unter der bewaehrten Leitung unseres Herr Rabbiners abgehalten. Wieviele “Aussenstehende” kamen wieder und dachten zurueck ans Elternhaus, an Grossvater und Grossmutter, an die Zeiten in der alten Heimat, wo das Primat der Religion und ihrer Gebote die juedische Familie festigte und durchdrang! ' Wir dachten auch der schrecklichen Zeit des Wuergers und wir erhoben uns, als das traurige Omerzaehlen begann, gedenkend der Tage des Widerstandes der stolzen Kaempfer im Warschauer Ghetto. Wir leerten unsere Becher mit guten Wuenschen fuer Medinath Israel, dort, wo so viele, die einst Sklaven waren, zu freien Menschen wurden. Dann zeigte uns das schoene Lied vom “Laemmchen” nochmals, wie Israels Feinde, einer nach dem anderen, ihren Untergang finden. So tranken wir unsere vier Becher, und jeder Becher symbolisierte ejne Stufe auf der Leiter der Freiheit, immer hoeher, immer" freier und jeder Schluck wurde zu einem Brindis der Freiheit, der inneren und der aeusseren, an jenem schoenen Abend des Freiheitsfestes, wo wir uns stets aufs Neue gelobten, freie Maenner und Frauen zu sein ur.d zu bleiben und niemals wieder Sklaven zu werden. ERICH KAUFMANN LEO WEGLEIN - 65 JAHRE Ich glaube dass es kaum einen Vorstand gab, solange die alte “Habonim” bestand, wo nicht Leo Weglein als Praesident oder wenigstens als Vize-Praesident figurierte. Er nahm es sich vor, in schwerer Zeit, so Gott ihm und seiner Familie Rettung gewaehre, das Geluebde, fuer Juden und Judentum zu arbeiten. Und er hat sein Versprechen gehalten, denn sein Wort war und ist stets bindend, ganz gleich ob es sich um himmlische oder irdische Dinge handelt. So gedieh an fremdem Strand wie drueben in der alten Heimat eine Gemeinde mit all ihren Aufgaben im Kultus, der Erziehung, der eigenen Gerichtsbarkeit, dem Ehrentribunal. Es sind nicht mehr alle da, die ihn treu begleiteten, aber sein und ihr Werk wuchs und wenn wir heute eine starke Gemeinde sind, bald eine schoene grosse Synagoge besitzen werden, Schule, (Fried-; hof und vieles mehr unsgr j nennen, den Predigten unseres Gemeinderabbiners lauschen und uns an den alten Nigunin dank unseres Vorbeters erfreuen koennen, stolz auf unsere Kinder *und Enkel sehen, wenn sie die alte Frage "MA NISCHTANO” an uns stellen, weil sie es bei ihrem Lehrer lernten, dann muessen wir wissen das all dies nie moeglich gewesen waere, wenn nicht juedische Maenner wie Leo Weglein sozusagen den Grundstein gelegt haetten, durch den Zusammensc hluss unserer Maenner und Frauen zu einer neuen Gemeinde, zur pflege des juedischen Gemeinschaftssinnes. ERICH KAUFMANN MCI MOLNAR Restaurant y Salón de Té Europaeische Kueche. Aufmerksame Bedienung. Zimmer zu vermieten mit o ’ ohne Pensión. VIÑA DEL MAR Av. Libertad 325 Tel. 882634 VISA DEL HAB Vermiete fuer Tage oder Wochen schoene Zimmer mit) Fruehstueck Gasheizung Lieselotte Ephrosi 5 Norte 614 - Tel. 85219 Vermiete Zimmer, l oder 2 Personen, \ kurze oder lange Temporada, j 12 Pensión, Zentralheizung j Warmwasser : RITA HEIM Viña del Mar Generalversammlung Cisroco - Altersheim Die Generalversammlung erfolgte bei sehr geringer Publikumsbeteiligung. Daher wollen wir unseren Freunden auf diesem Wege Kenntnis von der im vergangenen Jahr geleisteten Arbeit geben und zeigen, dass unsere Mitglieder auf die Arbeit von Cisroco und Altersheim mit Stolz und Befriedigung blicken koennen. Der Vorsitzende, Herr Bruno Lichtenstein, erteilte den Geschaeftsbericht. Beide Organisationen haben etwa je 650 Mitglieder, Es ist unser Bestreben, diese Zahl auf mindestens 1.000 zu bringen. Cisroco hat im vergangenen Jahr, um einer dringenden Notwendigkeit Rechnung zu tragen, Jahrzeitstaffeln herausgegeben, die an Hinterbliebene aus saemtlichen Gemeinden Santiagos versandt werden. Wir koennen schon heute sagen, dass diese Einrichtung grossen Anklang gefunden hat. Im Geschaeftsjahr wurden monatlich durchschnittlich 60 verschiedene Faelle (110 Personen) unterstuetzt, davon 35 Krankheitsfaelle. Anschliessend erstattete Herr Federico Leiser den Kassenbericht, der auf der Einnahmenseite E 21.193,43 und unter Ausgaben E9 21129,51 ausweist. "Wir erhalten durch die Gemeinde namhafte Betraege, ebenso von der Magbit wie auch direkt von ihr und durch Spenden an der Thora. Sonst waeren wir nicht in der Lage gewesen, unsere Arbeit aufrechtzuerhalten. Fuer das laufende Geschaeftsjahr rechnen wir nach vorsichtiger Schaetzung mit einer Unterbilanz fuer Cisroco und Altersheim von E<? 10.000, unter Beruecksichtigung, dass die Lebenskosten enorm gestiegen sind. Wir bitten daher Alle die noch nicht Mitglieder des Cisroco und Altersheim sind, diesen Organisationen beizutreten”. Um die voraussichtliche Unterbilanz einigermassen auszugleichen, beantragte Herr Leiser den monatlichen Mindestbeitrag fuer Cisroco von E<? 1,50-auf E 2,50 und fuer das' Altersheim von E 1.— auf E 1,50, zu erhoehen. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. Alsdann wurde dem Vorstand durch die Generalversammlung Entlastung erteilt. Den Bericht ueber das Altersheim erstattete Herr Adolf Ebstein; Das Altersheim hat z. Zt. 54 Insassen. Fuer diese, Pflegerinnen und Personal werden taeglich 94 Mittag— und Abendbrote verabfolgt, wobei zu bemerken ist, dass auch Hilfsbeduerftige ausserhalb des Heimes von uns verpflegt werden. Es sind drei Schwestern angestellt, um die Krankfen zu betreuen; unsere Vertrauensaerztin ist fast taeglich im Heim, sodass die aerztliche Betreuung vorbildlich ist. “Es ist unsere vornehmste Aufgabe, allen Insassen, ohne RueckSicht auf ihre materiellen Verhaeltnisse, einen ruhigen und behaglichen Lebensabend zu schaffen. Unser Heim ist nicht ein Altersheim, sondern ein Sanatorium, dass alles versucht, unseren Alten einen gesunden und schoenen Lebensabend zu gestalten. Die Nachfrage nach Zimmern ist so gross, dass der Vorstand beschlossen hat, einen Erweiterungsbau vorzunehmen. Die behoerdliche Genehmigung steht noch aus; wir bitten aber schon heute unsere Freunde, wenn es dazu kommt, uns mit gutem Herzen und mit offener Hand zu unterstuetzen”. In der darauffolgenden Wahl des Direktoriums wurden gewaehlt: Praesident : Vize-Praesident: Schriftfuehrer: stellv. Schriftfuehrer: Schatzmeister: stellv. Schatzmeister: Beisitzer Herr Bruno Lichtenstein ” Adolfo Ebstein ” Fernando Friedmann ” Kurt Hofman ” Federico Leiser ” Enrique Hirsch ” Heimann Abramczyk ” Rodolfo Bachner ” Enrique Lilienfeld ” Simön Schindler " Guenter Waldmann In das Comité des Altersheims wurden gewaehlt: Herr Simón Schindler Herr Adolfo Ebstein Herr Guenter Waldmann ” Enrique Hirsch Achtung: Alle Gottesdienste finden jetzt in Viña del Mar,; Marina 94, Dep. 73 Gemeindehaus, calle Alvarez 490, statt. i HOTEL ALHAMBRA Casilla 34 - Llo Lleo - Tel. 32310 Besitzerin: LOTTE GOTTSCHALK Zimmer mit eigenem Bad, fliessendes heisses und kaltes Wasser, Zentralheizung. Erstklassige europaeische Kueche ESPERANZA Ex Esmeralda abierto todo el año QUILPUE Subercaseaux 1978 Fono: 332 — R Bus: al final Peyronet Vifia del Mar Vermiet« fuer Tage o. Wochen, schoene Zimmer m. eigenem Bad oder 2 Zimmer mit 1 Bad, Fruehstueck. Garten, Tel. 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