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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1963-01-01 · 1 (Enero, 1963) · p. Seite 25

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXV (1963)
Issue
1 (Enero, 1963)
Date
1963-01-01
Page
Seite 25 (sequence 25)
Language
German
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ENERO 1963 BOLETIN INFORMATIVO 25 Bedingungen fuer Besiedlung und Verteidigung PRESSEKONFERENZ VON CORONEL AARON HARSINAI Wer die in unserem Blatt! erschienenen Artikel von Herbert Freeden verfolgt hat,! dem wird aufgefallen sein, dass in letzter Zeit immer mehr von der Entsteinung der Gebirgshaenge in Israel, von der Anlage neuer Strassen, dem Entstehen von Doerfern in den Grenzgebk- , ten usw. die Rede war, und dass dabei viele ,uns bisher nicht gelaeufige Namen wie “Korasim”, “Adullam”, Gilboa” immer wieder von neuem auftauchten.. Nachdem alle diese Aufsaetze unsere Neugierde geweckt hatten, war es umso faszinierender, nun einmal aus berufenem Munde etwas ueber diese neue Taetigkeit des K. K. L. zu hoeren, eine Taetigkeit, die weit ueber das hinausgeht, was der “J u edische Nationalfonds” bisher als seinen Aufgabenkreis ansah. Coronel Aaron Harsinai Coronel Harsinai, der in einem Sonderauftrag des K.K.L. Südamerika bereis1* ist mit dieser Materie ' auf das beste vertraut und konnte uns bei seine Pressekonferenz ueber viele Zusammenhaenee Aufschluss geb°n, die uns bisher unklar geblieben waren. Die Wichtigkeit dieses neuen Arbeitsgebietes, welches oft gemeinsam von K.K.L. und der Armee bearbeitet wird, —fuehrte der Redner aus— liegt nicht nur darin neues Land der juedischen Arbeit zugaenglich zu machen, sondern dient, in mindestens dem gleichen Masse, den Erfordernissen der ¡Sicherheit. “Es hat sich erwiesen, dass ein mit juedischen Siedlungen eng besetztes Gebiet die beste Verteidigung gegen Ueber raschungsangriffe und Infiltrationen darstellt, ganz besonders, wenn wir berücksichtigen. dass die Grenzen der Medinah fast vollstaendig, entweder in der Wueste oder im steinigen Bergland verlaufen, wo eine Kontrolle der Grenz uebe rgaenge schwer moeglich ist. Ganz besonders gilt dies fuer den Galil. wo noch rund eine Million Dun am —groesstenteils im Gebirge— der Erschliessung harren”. Auf die Fragen eines der anwesenden Pressevertreter naeher eingehend, erlaeuterte Coronel Harsinai, dass ein derartiges Unterfangen natu r g e m a ess mit grossen Schwierigkeiten zu kaemnfen hat. “Erst muessen einmal die elementaren Bedingungen zur Besiedlung geschaffen werden, ehe ah eine solche gedacht werden kann”. Er erklaerte, dess “der K.K.L. daher z. Beispiel ''uch Strassenbauten unternimmt, um so Verbindungswege fuer die sonst isolierten Grenzsiedlungen herzustellen, die alsdann entweder von Jalutzim oder von Mitgliedern der N a c hal (paramilitaerische Einheiten) besetzt wuerden, die sich im Laufe der ersten ein bis zwei Jahre damit be-! fassen, den Boden zu entstei- | nen und ihn so fuer den An- I bau vorzubereiten. Erst w’enn die Gegebenheiten fuer wirtschaftlich rentable Ansiedlung gegeben sei, werden diese Gebiete direkt von der Sochnuth uebernommen, die dann die Errichtung von 1 a n d w irtschaftlichen Siedlungen definitiven Charakters weitertreibt”. Die V orbereitungsarbeit jedoch wird —wie schon gesagt— vielfach gemeinsam von K. K. L. und der Armee geleistet und zwar in der Form, dass der K. K. L. der Armee die Boeden, die Materialien usw. zur Verfuegung stellt, die dann ihrerseits von Militaer-Grenzsiedlern bearbeitet werden. Die Arbeit dieser Siedler wird vom K. K. L. der Armee bezahlt, die dem K. K. L. ein Minimum von Arbeitstagen (35) pro Jahr zur Verfuegung stellt. Um den Anwesenden die Situation naeher zu erlaeutern, gab Coronel Harsinai ein Beispiel: “Im Adullam- Gebiet, das praktisch bis vor vier Jahren ein ungedecktes Vorfeld des juedischen Staates war und somit eine dauernde Bedrohung darstellte, sind, nachdem der K. K. L. die noetigen Vorarbeiten wie Entsteinung und S t rassenbau unternommen hat, 8 Siedlungen entstanden, die sich heute auf dem besten Weg zur wirtschaftlichen Unabhaengigkeit befinden. Seit dieser Zeit ist die Zone —wo frueher nur all zu oft Grenzzwischenfaede vorkamen— ruhig und sicher geworden”. In diesem Zusammenhang erwaehnte unser Besucher eine interessante Tatsache: “Es ist bekannt, dass die Grenzen oft ungenuegend markiert sind. So geschah cs, dass bei der Besetzung eines solchen Gebietes juedische MAURICIO LEVI R. Santo Demi ago 594 —«• Fono 36387 Erst dossier© Maascmferîïepmg Ansiedler auf einen Beduinenstamm trafen, der dort seine Herden weiden Hess, in voelliger Unkenntnis, dass er sich in Israel befand. Derselbe Stamm wurde im Lauf der letzten Jahre sesshaft gemacht, der K. K. L. errichtete fuer die Araber eine geschlossene Ansiedlung mit Steinhaeusern, Schule, usw”. Eine derartige Kolonisation erfordert naturgemaess ungeheure Mittel. Man kalkuliert —um die notwendigsten Ausgaben zu decken — mit einer durchschnittlichen Investition von US$ 100.— bis 150.— pro Dunam, ohne dabei die Zuschuesse in Betracht zu ziehen, die in den ersten Jahren notwendig sind, ehe diese Siedlungen sich selbst erhalten koennen. Die Durchfuehrung derartiger Plaene haengt demgemaess von der Mitarbeit des Weltjudentums ab und so haben verschiedene Kollektivitaeten “Patenschaften” uebernommen, das heisst, sie finanzieren die Urbarmachung eines bestimmten Gebietes, mit dem sie auch spaeter dann in enger Verbindung bleiben werden, D e r a r tige Patenschaften wurden z. B. vom englischen Juden tum uebernommen, von der Kollektivitaet Miamis und hier auf unserem Kontinent, haben Perú, Uruguay und Brasilien die Patenschaften ueber das Entwicklungsgebiet von Gilboa angetreten. In diesem Zusammenhang und in Beantwortung verschiedener Fragen aus dem Zuhoererkreis erlaeuterte Coronel Harsinai, dass die Urbarmachung nur eine Frage des Etats und der zur Verfuegung stehenden Menschen sei. Mit genuegenden Geldmitteln koennten z. B. ohne Schwierigkeiten im Galil rund 20.000 Familien neu angesiedelt, also ungefaehr 100.000 Menschen die Mocglichkeit einer Existenz auf eigenem Boden gegeben werden. Und dies nur im Galil, ganz zu schweigen von der grossen Landreserve im Negew, die, sobald einmal das Wasser zu fllessen beginnt, zur Verfuegung stehen wird. Das Projekt, welches Coronel Harsinai im Moment am meisten beschaeftigt und zu dessen Verwirklichung das chilenische Judentum einen Beitrag leisten soll, ist die Urbarmachung der Zone von Chorschim, in der Naehe der jordanischen Grenze. Die Arbeiten zur Entsteinung haben bereits begonnen und auch ein Kibbutz des gleichen Namens ist errichtet worden. Um diesem aber Lebensfaehigkeit zu geben und ihn gleichzeitig so zu erweitern, dass er eine wirkliche Siedlung und nicht nur ein Vorposten ist, wird es unumgaenglich notwendig sein, mindestens 1.500 Dunam zusaetzlich zu entsteinen, und fuer den Anbau vorzubereiten. Der K. K. L. hofft, dass der chilenische Jischuw das Patronat ueber diese Arbeiten uebernehmen und so eine noch engere und direktere Verbindung als bisher zwischen unserem Land und Medinath Israel hergestellt werden wird. i DER AUFRUF ZUR THORA Einer der Hoehepunkte des juedischen Gottesdienstes ist die Vorlesung aus der Thora. Der juedische Gottesdienst ist nicht nur Gebet und Meditation, er ist auch Belehrung. Aus diesem Grunde darf die Thora-Vorlesung nicht zu einer Zeremonie werden, die ihres eigentlichen Zweckes, der Belehrung, entkleidet wird und von der Gemeinde mit Unaufmerksamkeit, vom Finee’nen mit Respektlosigkeit aufgenommen wird. Unser Rabbiner hat dabe* ei^e Ka^e hersteilen lassen, die in Zukunft mit der “Aba”. d"m Aufruf verteilt wird. Sie traegt in ihrem zentralen Teil den folgenden Text: VEREHRTER GLAUBENSGENOSSE: Wenn Sie zur Thora schreiten, denken Sie daran, dass sie das Heiligste unseres geistigen Erbes renraesenHert. Aus diesem Grunde h^ben die Rabb'ner der Vergangenheit folgende Regeln aufgestellt, die auch Sie beachten sollten: 1) Gehen Sie nur mit Tallit zur Thora. 2) Treten Sie von der rechten Seite zur Thora. 3) Ergreifen Sie beide Holzgriffe fLeben'baiun) der Thora, wenn. Sie die Berachgt sagen, und sagen Sie diese mit lauter Stimme. 4) Wenn Sie vor und nach der Vorlesung die Thora kuessen, bedenken Sie, dass Sie das Pergament nicht anfassen sollten. 5) Waehrend der Vorlesung halten Sie nur den rechten Handgriff mit d°r rechten Hand fest. 6) Aus Respekt sollten Sie die Vorlesung gerad» s*°hend anhoeren, ohne sich am Pult oder etwa auf die Thora zu lehnen. 7) Nach der Vorlesung ergreifen Sie wieder b'l-’e Po’~- griffe und sagen die letzten Berachot mit lauter Stimme, damit die Gemeinde Ihnen antworten kann. 8) Nach den Berachot bleiben Sie an dei Seite stehen, bis der Ihnen folgende Aufgerufene seinerseits die Schluss— Berachot gesagt hat. 9) Wenn Sie auf Ihren Platz zurueckgehen. verlassen Sie die Thora nach der linken Seite und sollten darauf achten, dass der Rueckweg zu Ihrem Platz etwas laenger ist als der Hinweg zur Thora war. 10) Wenn Sie zur Hagbaa gerufen werden, sollten Sie die Thora so hochheben, dass drei nebeneinanderstehende Schriftsparten sichtbar werden, die Sic dann der ganzen Gemeinde zeigen. 11) Wenn Sie zur Gelila auf gerufen werden, achten Sie darauf, dass der rechte Holzgriff (Bereschis) ueber dem linken steht, wenn Sie die Thora zusammenrollen. Legen Sie den Samtrock und die Silbergeraete mit Sorgfalt und ordentlich an. Diese Regeln werden in einer der kommenden Predigten erklaert werden. In Valparaiso werden wir so versuchen, die alten Braeuche wieder zu ihrer Bedeutung zu bringen. AÑOS ¿úneos de muebles finos para entrega inmediata y fabricación de muebles según diseños. Instalaciones \ Comerciales I Gnú. Velásquez 1280- Fonos 95872 - 98575

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