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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1962-06-01 · 6 (Junio, 1962) · p. Seite 25

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXIV (1962)
Issue
6 (Junio, 1962)
Date
1962-06-01
Page
Seite 25 (sequence 25)
Language
German
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Junio 1962 BOLETIN INFORMATIVO 25 W díedteu# ■ WtffdtdtfuecSan&i i W. I. z. o. CENTRO HENRIETTA SZOLD Im Nachtrag zu unserem Bericht ueber die in unserem Zentrum stattgefundenen Neuwahlen teilen wir mit, dass als. Leiterin der Gruppe H. Szold, Frau R. Rubens und als. Leiterin der Gruppe V. Weizmann, Frau A. Manes, gewaehlt wurden. FEDERACION WIZO Dienstag, den 23. Mai, wurde mit einem grossen Tee der 17. Kongress der Federación Wizo eroeffnet. Am Mittwoch, den 24. Mai nahm der Kongress sein.n Fortgang. Am Nachmittag wurde ein reizender Israelfilm “40 Jahre Wizo” vorgefuehrt. Die als Abschluss des Kongresses vorgenommenen Neuwahlen des "Vorstande hatten folgendes Resultat: Praesidentin, Frau Perla Arón. Vize-Praesidentinnen, Frau Sara Faivovich und Frau Renee Cogan. IN MEMORIAM DR. S. LANDAU Das Centro Henrietta Szold hat beschlossen, sich an der von der S.C.I. “B’ne Jisroel” proklamierten Pflanzung eines Waldes zum Andenken an unseren Freund Dr. Siegfried Landau mit 50 Baeumen zu beteiligen. PROGRAMM Wit teáett. A&t&e, Professor Robert Oppenheimer in Santiago Gruppe Henrietta Szold Dienstag, 19. Juni 1962 5 Uhr nachm. Donnerstag, 28. Juni 1962 5 Uhr nachm. Donnerstag, 12. Juli 1962 5 Uhr nachm. Gruppe Golda Meir Montag, 18. Juni 1962 9 Uhr abends Dienstag,* 19. Juni 1962 5 Uhr nachm. Montag, 2. Juli 1962 9 Uhr abends Montag, 16. Juli 1962 9 Uhr abends Gruppe Hannah Maisei Dienstag, 19. Juni 1962 5 Uhr Nachm. Dienstag, 10. Juli 1962 5 Uhr nachm. Gruppe Vera Weizmann Dienstag, 19. Juni 1962 5 Uhr nachm. Dienstag, 3. Juli 1962 5 Uhr nachm. Gruppe Ahawah Dienstag, 19. Juni 1962 5 Uhr nachm. Mittwoch, 27. Juni 1962 5 Uhr nachm. Gruppe Emunah Dienstag, 19. Juni 1962 5 Uhr nachm. Montag, 2. Juli 1962 1|2 5 Uhr nachm. gemeinsam mit Gruppe Hannah Maisel “Jugend am Scheideweg” Buntfilm aus Israel Frau Mary Hollaender “Schwererziehbare Erwachsene” Frau Dr. Edith Goldschmidt “Die Todesstrafe in Israel” Herr Rabbiner Egon Loewenstein gemeinsam mit Gruppe Hannah Maisel “Dostoiewski” Herr Hans Jonas “Neues aus aller Welt” Frau Ilse Naschelsky “Teenagers Israel-Indien” Herr Francisco Otta Gemeinsam fuer alle Gruppen “Wie erhaelt man sich jung durch Gymnastik” Frau Trude Stein Gemeinsam mit Gruppe Hannah Maisel “Angst” Herr Hans Wiener gemeinsam mit Gruppe Hannah Maisel “Streitbares Leben” von Max Brod Frau Else Gans gemeinsam mit Gruppe Hannah Maisel “Die Entwicklung der Mode Frau Else Rothschild Waehrend einiger Tage war Dr. Robert Oppenheimer Gast der Universidad de Chile. D^ Dr. Oppenheimer einer der bedeutendsten leben, den juedischen Wissenschaft, ler ist, wollen wir auch einige Zeilen unseres Boletín Informativo dieser Persoen. lichkeit widmen. Dr. Robert Oppenheimer ist Sohn einer aus Deutschland stammenden juedischen Familie. Er selbst kam in New York zur Welt. Nach Beendigung seines Studiums in den Vereinigten Staaten, vervollstaendigte er seine Ausbildung als Physiker an den Universitaeten von Cambridge, Goettingen, Leyden und Zuerich. Spaeter begann er eine ausser ordentlich fruchtbare Lehrtaetigkeit an mehr eren amerikanischen Universitaeten, er ist der Mann, der das Studium der modernen Physik in den Vere i n i gten Staaten begann und voranbrachte. Wenn heute die U.S.A. an fuehrender Stelle in der Welt auf diesem Gebiete stehen ist dies sicher zum grossen Teil Dr. Robert Oppenheimer zu verdanken, welcher wohl die Mehrzahl der heute bedeutenden Physiker unterrichtet hat. Als im vergangenen Weltkriege Praesident Roosevelt von Albert Einstein auf die Gefahr einer deutschen Atombombe aufmerksam gemacht wurde, begann die amerikanische Regierung mit der eigenen Entwicklung dieser Waffe. Zum Leiter dieser gigantischen Aufgabe winde Dr. Robert Oppenheimer berufen, da er mit seinem hohen Wissen eine ausserordentliche Organisationsgabe verband. An der Spitze eines Heeres von 6.000 Wissenschaftlern und Technikern gelang es Dr. Oppenheimer in idreijaehriger Arbeit die Atombombe zu schaffen und so entscheidend zum Siege der Vereinigten Staaten beizutragen. Die Mitarbeit an der Entwicklung einer so furchtbaren Waffe konnte nicht ohne tiefe innere Kaempfe geschehen. So entschloss sich Dr. Robert Oppenheimer, welcher eine Persoenlichkeit von einem ganz ausserordentlich hohem kulturellen und moralischen Niveau ist, nach Beendigung des Krieges, sich nur noch der reinen, Frieden foerdernden Wissenschaft zu widmen und .sich von der Mitarbeit an der Entwicklung immer staerkerer und schrecklicherer Waffen zurueckzuziehen. Dieser Entschluss brachte ihm viele Verfolgungen und Anfeindungen in seinem Lande, zu dessen Siege er so hervorragend bfeigetrageri hatte. Es ist gewiss diesen gewissenlosen Angriffen der unseeligen “Mac Carthy-Zeit” zuzuschreiben, wenn der erst 58jaehrige uns heute als ein alter Mann gegenueber steht. Heute ist Dr. Oppenheimer Direktor des Institutes fuer hoehere Studien zu Prince. ton. Er hat somit den Posten inne, den einst unser grosser Albert Einstein bekleidete. Und er ist gewiss ein wuerdiger Nachfolger Einsteins, denn auch er verbindet das grosse Wissen mit dem offenen Geist fuer jede Kultur und mit der grossen Liebe zum Menschen. Der Besuch Dr. Oppenheimers in Santiago war ein deutlicher Beweis seiner menschlichen Statur. Chilenische Wissenschaftler im Wunsche eine eigene wissenschaftliche Fakultaet an der Universitaet zu schaffen, kamen im Dickicht interner Interessen nicht voran. Sie wandten sich an Oppenheimer auf der Suche nach Rat und Hilfe. Und immer bereit, der Entwicklung der Wissenschaft zu dienen, kam Oppenheimer, um seinen jungen chilenischen Kollegen zu helfen. Er verbrachte viele Stunden mit den hiesigen Wissenschaftlern, besprach mit ihnen ihre Arbeiten und ihre Probleme, verhandelte in ihrem Namen mit den fuehrenden Persoenlichkeiten der Universitaet und hat gewiss in diesen wenigen Tagen die Sache der wissen schaftlichen Forschung in Chile enorm gefoerdert. Waehrend einer Pressekonferenz stellte sich Dr. Oppenheimer den Fragen der hiesigen Reporter. Er sprach ueber das von ihm geleitete Princetoner Institut. Dieses ist ein kleines wissenschaftliches Institut, welches allen Gebieten gewidmet ist, in welchen wirklich hoehere und hoechste Studien moeglich sind, sei dies Physik, Math ematik, Astrophysik, Biologie, Geschichte der Religionen, etc, etc. Der Stab des Institutes besteht aus ca. 20 bis 25 Forschern welche auf Lebenszeit dorthin berufen sind und sich dort ganz und gar der reinen Forschung widmen. Ausserdem arbeiten dort ca. 150 Wissenschaftler aus der ganzen Welt, welche das Institut gewoehnlich fuer 1 Jahr besuchen. Ueber die Atom -Bombfen- Proben sagte er, dass er gluecklich waere, wenn sie nicht weiter durchgefuehrt werden, denn nicht nur seien sie eine direkte Gefahr fuer einen Teil der Menschheit, sondern darueber hinaus sind sie ein Zeichen des Rennens nach groesseren und groesseren Waffen und niemand koennte dieses fuerchterliche Aufruestungsrennen ohne tiefe Beunruhigung sehen. Seine heutige Stellung in der Wissenschaft sieht er als Lehrer und in der Untersuchung fundamentaler Fragen. Nachdem er sich im Kriege praktischen Problemen und ihrer Loesung widmen musste, liegt jetzt sein Hauptinteresse in dem Fragenkomplex der Beziehungen zwischen Wissenschaft und allgemeiner Kultur. Befragt ueber den Einfluss der wissenschaftlichen Entwicklung auf die Bedeutung der Religion fuer den Men. sehen antwortete er schlicht, dass er die Antwort* nicht wisse. Zuviele Faktoren spielen hierbei ein Rolle und die Verbindungen sind aeusserst kompliziert. Noch viele Fragen stellten die anwesenden Vertreter der Presse. Fast jede Frage hatte einen politischen Hintergrund und Professor Oppenheimer zeigte deutlich seinen Wunsch, die Politik zu meiden. So beantwortete er einige Fragen recht kurz: Kann die Wissenschaft die Politik ersetzen? Nein! Allerdings folgte diesem Worte dann doch noch ein tiefer Gedanke; Nein, denn unser Wissen wird immer unvollstaendig sein und kann die Aktion nicht ersetzen. Auf die Frage,»ob es richtig sei, dass ein Wisenschaftler sich politisch betaetige, meinte er: Es gibt sehr viele Wissenschaftler und diese sind sehr viele verschiedene Menschen. Ein Wissenschaftler ist mehr als nur Wissenschaftler, er ist ein Mensch. Einige widmen ihr ganzes Leben nur der Forschung andere moegen Interesse fuer Politik und oeffentliche Angelegenheiten haben. Fuer die Beteiligung der Wissenschaftler am oeffentlichen Leben spricht, dass unsere Zeit staendig neue Fragen stellt, und dass der Wissenschaftler gelernt habe, mit dem Neuen zu leben. Auf die Frage, ob es angebracht sei, dass ein kleines Land Atombomben baue, gab er seiner Ueberzeugung Ausdruck, dass das hierfuer notwendige Geld sicher nutz, bringender angewendet werden koenne. Einen weiteren Beweis seiner intellektuellen Groesse und seines tiefen Denkens gab Dr. Robert Oppenheimer in seiner Rede im Saale der Universitaet. Er sprach ueber das Thema, welches ihm am Herzen hegt: Gedanken ueber die Wissenschaft und die Kultur. Er brachte uns Gedanken von einer Groesse und Universalitaet, wie sie wohl selten in einem hiesigen Saale in solch vollendeter Form geaeussert worden sind. Er sprach ueber die Rolle der Wissenschaft in der menschlichen Gesellschaft und in ihrer Entwicklung. Er erklaerte sein Konzept der Wissenschaft ueberhaupt und ihrer Verbindungen mit der Kultur im allgemeinen. Er erwaehnte die Gefahr, dass der Wissenschaftler infolge der immer staerker werdenden Speziali sierung, bedingt durch die immer groesser werdende Masse des Wissens, den Kontakt mit dem Mitmenschen, die gemeinsame Sprache mit ihm verlieren koenne. Um diese Gefahr, der Isolierung der Wissenschaft .von der Menschheit und der Trennung unter den Menschen zu bannen, gaebe es nur ein Mittel: Wir muessen wieder lernen, miteinander zu sprechen und wir muessen wieder lernen zu hoerem. Walker CtoWkehpridt Haute Couture Melanie Melanie B. de Schwarz Fein Elegant Originell Spezialitaet: Fest u. Brautkleider Los Talayeras 671 (1 cuadra nach Brown Sur)

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